Andreas

Das richtige Notebook für Langzeitreisende und Globetrotter

Notebook

Das richtige Notebook und Zubehör für den harten Einsatz unterwegs zu finden ist nicht einfach. Das Angebot ist groß und unübersichtlich. Ich versuche dir hier einige nützliche Tipps aus meiner Erfahrung als ITler zu geben.

IT und was gehört dazu

Was gehört alles zu einer funktionierenden minimalistischen IT-Umgebung

  • Das Notebook
  • Die Stromversorgung
  • Das Backup
  • Tastatur und Maus

Das Notebook

Kommen wir zum Herzstück, das richtige Notebook – und hier kommen meine Erfahrung als ITler schon mal in Konflikt mit der Preisvorstellung mancher Kunden. Es gibt zwei Klassen von Notebooks: Consumer und Business, ich würde immer zu Business-Notebooks raten.
Ich habe ganz klare Favoriten: Die T oder W-Reihe von Lenovo und die Latitude-Reihe von Dell. Warum?
Wer schon einmal ein 399 € Notebook und eines der oben genannten vergleichen konnte, wird den Unterschied gesehen und gefühlt haben. Einer der wichtigsten Unterschiede sind die Scharniere. Metall statt Plastik, denn gerade die Scharniere sind die am meisten belasteten Bauteile eines Notebooks. Hier treten auch oft die ersten Probleme auf.
Die Tastatur: Da ein zusätzliches Gerät nur Platz verschwendet, muss das Notebook eine vernünftige Tastatur aufweisen. Hier leisten sich preiswerte Notebooks oft Schnitzer, zum Beispiel mit sich durchbiegenden Tastaturen.
Der Stromverbrauch: Hier punkten teuere Modelle durch den Einsatz besserer und dadurch teuerer Hardware teilweise enorm.
Kommen wir nun zum größten Knackpunkt vieler preiswerter Notebooks, das Display. Diese sind meist glänzend, das heißt sie spiegeln furchtbar und sind im Freien kaum nutzbar. Gerade für Blogger, die viel mit Bildern arbeiten, ist ein gutes Display unverzichtbar.

Die richtige Festplatte
Ich empfehle den Einsatz von SSD-Festplatten. Diese sind nicht nur sehr schnell, lautlos und stromsparend, sondern auch unempfindlich gegen mechanische Einflüsse. In diesen Festplatten sind keine mechanischen Teile verbaut.

Noch ein Tipp zur Hardware. Achte darauf, das keine allzu exotische Hardware verbaut ist. Die Versorgung mit Treibern lässt oft zu wünschen übrig. Gute Erfahrung habe ich mit Intel-Hardware gemacht und solange du nicht zockst, reicht der Intel-Grafikchip locker aus. Ansonsten würde ich zu einer umschaltbaren Grafik mit Nvidia raten. Der Grafikchip von Nvidia, der natürlich auch mehr Strom verbraucht, kann manuell oder automatisch eingeschaltet werden, wenn Grafikpower gefragt ist.
Im übrigen laufen die erwähnten Modelle von Lenovo und Dell ohne Probleme und Nacharbeiten unter Linux. Mit einer sehr angenehmen Besonderheit, beim letzten Notebooktausch (beide mit Intel-Hardware) habe ich die Festplatte einfach in den neuen PC gebaut, den Rechner gestartet und fertig. Keine Neuinstallation, neuer Rechner in 10 Minuten.

Der Anschaffungspreis dieser Notebooks ist zwar höher, die Nutzungsdauer wird aber viel länger sein. Wenn du den Prozessor ein oder zwei Nummern größer und genügend Arbeitsspeicher (8 GB) wählst, dann bleibt dein Notebook länger aktuell.
Ein weiterer Vorteil ist die Verfügbarkeit von Ersatzteilen.

Du kannst aber auch ein Notebook gebraucht kaufen. Bei Luxnote Hannover gibt es zum Beipiel sehr gute, gebrauchte Lenovos der T und W-Reihe. Mit erweiterbarer Garantie und Konfigurationsmöglichkeit.

Die Stromversorgung

Notebook Netzteil

Es ist ziemlich unsinnig aus 12 V 230 V zu erzeugen, um diese wieder in 19 V zu verwandeln und die ganze Zeit den Wechselrichter laufen zu lassen. Besser ist es aus 12 V 19 V zu transformieren. Dazu benutzen wir seit zwei Jahren die Netzteile von HAMA. Die Geräte werden nicht einmal handwarm und es gibt sie in drei Ausführungen, 70, 90 und 120 Watt. Im Lieferumfang sind 10 Adapter enthalten, fehlende Adapter können über die Website von HAMA nachbestellt werden und sind innerhalb von drei Tagen da. Ein absolutes Must-have.

Für Reisende ohne Wohnmobil oder ohne ständige 230 V Quelle, gibt es für die von mir empfohlenen Notebook-Modelle Akkus mit fast 100% mehr Kapazität.

Das Backup

Backup, Backup und nochmal Backup. Nichts ist ärgerlicher als alle Daten zu verlieren, sei es durch einen Defekt oder Diebstahl. Es sollten immer zwei verschiedene Backups vorhanden sein.

  • Daten-Backup
    Ein regelmässiges Backup der eigenen Daten, je nach Wichtigkeit einmal täglich, mindestens aber wöchentlich.
  • Betriebssystem-Backup
    Ein Image des kompletten Betriebssystems erleichtert die Arbeit bei einem Plattencrash oder Befall mit Schadsoftware enorm. So kann zum Beispiel mit DriveImage 7.0 innerhalb kürzester Zeit das System wiederhergestellt werden. Jeder, der Windows schon einmal neu installiert hat, wird mir zustimmen. Alleine die Datenmenge der zu installierenden Updates für Windows sprengt so manche Flatrate und da sprechen wir noch nicht von den zusätzlich zu installierenden Programmen.

Wichtig ist, das die verwendete externe Festplatte ohne zusätzliche Stromversorgung funktioniert und genügend Platz zur Verfügung stellt. Ich empfehle die kleinen 2,5 Zoll Festplatten. Der preisliche Unterschied zwischen ein oder zwei Terrabyte liegt bei 30 €, also lieber gleich 2 TB.
Wir benutzen eine Toshiba Canvio mit 3 TB. Für ein zweites Backup, welches ich immer dabei habe, benutze ich einen 128 GB Stick.

Tastatur und Maus

Eine zusätzliche Tastatur ist nur selten nötig. eine Maus ist dagegen für mich sehr wichtig, da ich nicht gerne mit dem Touchpad arbeite. Meine Empfehlung sind die Mäuse von Logitech mit Unifying. Der USB-Adapter ist so klein, das er problemlos im USB-Port des Notebook stecken bleiben kann.

Tipps zum Betriebssystem

Wir setzen seit Jahren Linux als Betriebssystem ein und zwar von Ubuntu die LTS-Versionen. Für bestimmte Programme (Photoshop, Elster und die Software für die Steuererklärung) benutze ich ein Windows 7 in einem virtuellen Computer. Dazu verwende ich die Software Virtualbox.

Notebook mit Virtualbox

Dies ist Photoshop im sogenannten nahtlosen Modus, die Fenster von Windows integrieren sich im Linux-Desktop. Im Vollbildmodus hätte ich einen normalen Windows-Desktop. Auf meine Daten kann ich unter Windows problemlos zugreifen.

Virtualbox Vollbild

Von dieser Windows-Konfiguration existiert ein Snapshot. Sollte ich mir nun im Windows etwas einfangen, setzte ich den virtuellen Computer einfach zurück auf diesen Snapshot.

Der Vorteil ist die erhöhte Sicherheit, da unter Linux eine signifikant niedrigere Gefahr besteht sich Schadsoftware einzufangen. Und selbst Photoshop arbeitet in diesem virtuellen Computer flüssig. Alternativ würde ich noch Apple und sein Betriebssystem Mac OS X empfehlen.

Empfehlenswerte Modelle

Weitere Informationsquellen

Investiere etwas mehr! Du ersparst dir eine Menge Probleme und Ärger.

Unterschrift Andreas

13 Kommentare zu “Das richtige Notebook für Langzeitreisende und Globetrotter”

  1. Artur

    Hallo Andreas,

    erst einmal ‚Danke‘ für deine Einblicke in deine Blogger Hard- & Software. Ich persönlich kann Windows überhaupt nicht leiden. Ich hab jahrelang mit Windows gearbeitet bin seit meinem Umstieg auf Mac eigentlich nicht mehr weg zu bewegen. Mit Linux hab ich noch kaum Erfahrungen, stelle mir das aber ähnlich wie Windows vor. Ich finde Mac da deutlich intuitiver.

    Da ich aber nicht in einem Wohnmobil lebe, stehen bei mir natürlich ganz andere Prioritäten an der Tagesordnung. Natürlich ist auch für mich eine gute Akkuleistung besonders wichtig. Da ich aber häufiger im Zug unterwegs bin und meinen Laptop eigentlich immer dabei habe muss ich stark auf Leichtgewichte mit entsprechender Robustheit setzen.

    Ich finde da bietet Apple mit dem MacBook Air eine super Alternative. Mein Akku hält nach 3 Jahren immer noch bis zu 6 Stunden oder länger und Programme wie Photoshop funktionieren auch problemlos. Zwar musste ich zu Beginn deutlich tiefer in die Tasche greifen (1.600€ als konfigurierte Version) aber bisher hat das MacBook deutlich länger durchgehalten als seine Vorgänger.

    Kommt das für dich nicht in Frage? Oder ist dir der Preis einfach zu hoch?

    Grüße
    Artur

    1. Andreas

      Ich liebäugle immer wieder mit Apple, vielleicht dann doch beim nächsten Notebook. Die Hardware ist eigentlich über jeden Zweifel erhaben und die Geräte sehr langlebig.
      Ich verwalte einige Macs in einer Windows-Domänenumgebung.

      Linux und OS X haben ja gleiche Wurzel, beide kommen aus der Unix-Ecke.

      Gruß
      Andreas

  2. Jörn

    Ich empfehle ein Macbook Air 13″. Super Gerät für unterwegs, klein und leicht, sehr robust. Die eingebaute 256 GB SSD ist in der Regel ausreichend. Bei Platzproblemen hilft ansonsten eine externe 1TB GDrive HDD oder man lagert, gutes Wifi vorausgesetzt, seine Daten in die Dropbox, seine eigene OwnCloud oder auf einen Filetransporter (99 Euro plus Kosten für eine USB HDD) aus.

    Thema Backup: Zu Hause wird das Macbook regelmäßig auf eine TimeCapsule gesichert, unterwegs landen die wichtigsten Daten bei SpiderOak, einem Zero Knowledge Online Backup Anbieter.

    Und was das OS angeht, OS X ist Windows deutlich überlegen und das nicht nur weil es Unix als Unterbau hat 🙂

    1. Andreas

      Hallo Jörn,

      gutes Konzept und ich stimme dir voll zu. Ich würde aber die 512 GB für mich wählen, da alleine meine Musik und Bilder 190 GB brauchen. Dann müsste ich nicht ständig die externe Platte laufen lassen. Daten in der der Dropbox oder Google ist mobil etwas problematisch, das sprengt schnell das Datenvolumen. 10 Bilder der Canon 700 D (Raw) sind etwa 190 MB.

      Gruß
      Andreas

      1. Jörn

        Hi Andreas,

        ich habe 10 GB Datenvolumen im Vertrag, da geht das 🙂 Und Musik mache ich über Spotify auf dem Smartphone, da sind die wichtigsten Playlists offline gesynct 🙂

        Beste Grüße, Jörn

        1. Andreas

          Hi Jörn,

          da bin ich auch gerade dran, an 10 GB 🙂

          Im übrigen hast du ein cooles Blogtheme und willkommen in unserer Blogroll.

          Gruß
          Andreas

  3. Wohnmobilbewohner

    Hallo Andreas

    Magst du den Stromverbrauch deines Lenovo einmal ausmessen??

    Aussagen wie: „Geringer Stromverbrauch dank hochwertiger Technik.“ Sind mir dann doch ein wenig zu schwammig.

    Mein Eee901 braucht 0,8A an 12 Volt bei ausgeschaltetem W lan.

    1. Andreas

      Moin,

      die Aussage ist nicht schwammig, weil die Aussage nicht genauer zu treffen ist. Das Notebook-Modell eines Herstellers gibt es immer in verschiedenen Ausführungen mit unterschiedlichen CPUs, unterschiedlichen Displays. Aber die Business-Modelle sind normalerweise auf geringen Stromverbrauch und lange Laufzeit getrimmt.

      Genauen Angaben zu den jeweiligen Modellen findest du in unzähligen Tests im Netz, zum Beispiel hier bei Notebookcheck.com

      Da sieht man die Entwicklung der Technik. Der Stromverbrauch hier ohne WLAN liegt bei 1,0 A, allerdings mit vernünftiger Technik. Core i5, 8 GB RAM, SSD und einem Display mit einer Auflösung von 1600 x 900 Pixeln.

      Im Übrigen landeten alle deine Kommentare im Spam, deshalb die Verzögerung.

      Gruß
      Andreas

      1. Wohnmobilbewohner

        Danke für deine Antwort.

        Was eine „vernünftige Technik“ ist und was nicht, das kommt immer darauf an was man mit seinem Gerät vor hat. Ich schreibe Reiseberichte. Dazu benötige ich eine Schreibmaschine und eine Schreibmaschine benötigt mit Sicherheit keine 8GB Ram.
        Ich schaue keine Filme (und wenn dann aufem Tablet), spiele keine Spiele, bearbeite keine Grafiken. Ich will nur schreiben und natürlich benötige ich einen Internetbrowser. Diese geringen Anforderungen erfüllt jeder Uraltkasten. Das Einzige worauf es mir wirklich ankommt, das ist der Stromverbrauch. Da ich beim Schreiben häufig Gedankenpausen einlege und den Rechner da, ohne über den Stromverbrauch nachdenken zu müssen, eingeschaltet auf dem Tisch stehen haben will. Wenn mir dann beim Brennholzhacken der Text für den nächsten Absatz einfällt, dann mag ich den nur rasch eintippen. Nix Booten, warten usw.
        Bei mir muss auch nix Robust sein. Das Gerät steht auf einem Tisch in einem geheizten und trockenen Innenraum. Das können die Dinger wohl alle ab. Der Eine hält das 3 Jahre durch, der Andere 6 Jahre, OK. Aber ich kaufe mir lieber alle 3 Jahre ein Gebrauchtgerät für wenige hundert Euro als mir ein mehrere hundert Euro teures Gerät kurz nach der Anschaffung bei einem Einbruch stehlen zu lassen.
        Mit so etwas muss man in einem Wohnmobil leider immer rechnen. Zumindest dann wenn man an abgelegenen, einsamen Stellen wohnen mag.
        Mir kommt es auf den Stromverbrauch an, deshalb meine Rückfrage. Und den Stromverbrauch, bei ausgeschaltetem W lan an 12 Vol,t finde ich eben nicht auf diesen Testseiten.
        Und warum landen meine Kommentare im Spam?? Ich habe mindestens 5 Mal versucht meine Frage zu stellen. 5 Mal hat sich deine Seite neu aufgebaut. Keine Meldung das es geklappt hat oder nicht. Da hätte ich auch auf F5 drücken können. Hätte für mich optisch den Gleichen Effekt gehabt.

        Wie dem auch sei, Frohe Weihnachten 🙂

        1. Andreas

          Unsere Geräte sind ebenfalls schon immer gebraucht. Allerdings brauche ich mehr Power, für Kundenarbeiten, zum Programmieren und die virtuellen Maschinen.

          Wir haben einen ziemlichen genialen Diebstahlschutz, mehr verrate ich nicht. 😉

          Wenn ich es richtig gesehen habe, steht deine Mailadresse in einer Blacklist und deine Fragen landeten 5 Mal im Span.

          Viele Grüße und frohe Weihnachten

          Andreas

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