Andreas

Die größten Fehler bei der Restauration unseres Wohnmobils

Stoßstange Verlängerung

Ich habe heute ein wenig in unserem eigenen Blog gewühlt, es sind ja mittlerweile schon 1002 Beiträge. Beim Artikel über die Stützen kam ich auf die Idee mal unsere Fehler und Irrtümer bei der Restauration unseres Wohnmobils aufzulisten.

Stützen für das Wohnmobil

Vor fast zwei Jahren verkündigte ich die Lösung für die Stützen am Wohnmobil. Die Wahrheit ist, dass wir diese Stützen nie eingesetzt haben und wohl auch nie irgendwelche Stützen jemals benutzen werden. Das erwähnte Holz wurde mittlerweile irgendeinem der zahllosen Lagerfeuer zugeführt und die Wagenheber verrichten in regelmäßigen Abständen, beim Abschmieren, ihre normale Arbeit.

Die Heckbox

Restauration Heckbox

Die letzte große Aufgabe im März 2014, demnächst wird sie uns wieder verlassen, aber sie wird ein zweites Leben bekommen. Die Traumtänzer werden die Box übernehmen und aufarbeiten.

Verlängerung des Heckträgers

Stoßstange Restauration
Diese Verlängerung war die Voraussetzung für die Montage der 60 cm tiefen Heckbox. Doch nicht nur die Heckbox wird uns verlassen, die Verlängerung wird wieder zurückgebaut und von 60 cm auf etwa 22 cm verkürzt. Der Böschungswinkel ist uns zu niedrig, schon dreimal haben wir aufgesetzt und dies hat Spuren an unserer Stoßstange hinterlassen. Mittlerweile sind fünf der acht Nieten herausgerissen worden.
Wer nicht hören will, muss fühlen. Irgendwann hatte mich jemand wegen des niedrigen Böschungswinkel gewarnt. Er hatte Recht.
In diesem Zusammenhang überlegen wir, die komplette Stoßstange zu überarbeiten. Diese besteht aus zwei zusammen geschweißten U-Profilen aus Stahl und wir schätzen, das sie etwa 50 – 60 kg wiegt. Zusammen mit dem Heckkoffer und den Verlängerungen aus Stahl dürfte die komplette Konstruktion auf an die 100 kg kommen. Der einzige Hinderungsgrund ist unsere Befürchtung, dass wir ein wenig Sicherheit einbüßen, denn wenn uns jetzt jemand hinten reinfährt, wischen wir mit einem Lappen drüber und der Unfallgegner begibt sich am besten mit dem Bus zum nächst gelegenen Autohaus.

Die Glasfasertapete

Restauration Tapete

Desaströs, liegt aber wahrscheinlich zum Teil auch an uns, weil wir nicht gut genug gearbeitet haben, denn an großen Flächen löst sie sich. Fakt ist aber auch, das die Kabine sich bei Sonneneinstrahlung ausdehnt, die Tapete gedehnt wird und die Farbe abblättert, vor allen Dingen war dies so im Alkoven mit seinen Schrägen. Mittlerweile ist die Glasfasertapete in der Hecksitzgruppe durch Tretford-Teppich und im Alkoven durch strapazierfähiges Fell für Autositze ersetzt worden. Für die Flurdecke haben wir schon eine geniale Idee und die Wand zum Bad wird von der Tapete befreit, unten mit Alublech verkleidet, oben angeschliffen und einfach nur lackiert.

Fußbodenleisten aus Holz

Wir hatten damals die originalen Leisten gestrichen und wieder verwendet, mittlerweile aber alle Fußbodenleisten durch Alu-Winkel ersetzt. Leicht zu reinigen und robust.

Unser größter Fehler, der Lack

Restauration Küche

Zu mindestens in der Küche völlig unbrauchbar. „50% auf alles, außer Tiernahrung“ schont zwar das Portemonnaie, aber die Qualität der Hausmarke dieses mittlerweile insolventen Baumarktes lässt zu wünschen übrig. Der Acryllack mag kein Wasser, kein Spüli und keinen Schweiß, er wird schlicht weich und unansehnlich. Wir werden die Bereiche um die Schlösser mit Alublech bekleben um den Lack zu schützen und die Arbeitsplatte mit der betroffenen Kante muss sowieso irgendwann ersetzt werden.

Und zu guter Letzt, nur ein Gag, aber ein Nerviger.

Die Türklingel

Wenn es nach mir ginge, wäre das Ding längst entsorgt, aber ich darf ja nicht. Entweder ist der Akku leer oder sonst irgendein Furz liegt der Klingel quer. Am besten war noch, als die Klingel mitten in der Nacht anfing Amok zu laufen und in einer Tour klingelte, wahrscheinlich läuft das Ding unter Windows. Meistens hilft das Entfernen der Batterie für ein paar Tage. 27 € für die Tonne. Das Namensschild habe ich schon geändert.

Bitte klopfen, die dämlichen Akkus sind ständig leer
Andreas

Fehler bei der Restauration sind normal

Zum einen fehlte uns schlicht die Erfahrung. Wir waren vorher nie länger mit einem Wohnmobil unterwegs und es war die erste Restauration. Solche Fehler sind nicht weiter schlimm, höchstens nervig und können alle bis jetzt mit relativ wenig Aufwand beseitigt werden.
Den Fehler mit der Tapete beseitigen wir auch nicht sofort, sondern erst wenn die Wand, wie in einer normalen Wohnung auch, gestrichen, beziehungsweise tapeziert werden müsste.
Richtig problematisch ist nur der verlängerte Heckträger. Deshalb werden wir das auch als Nächstes in Angriff nehmen, weil der Bodenkontakt bei Fähren oft so ein hässliches Geräusch verursacht. Allerdings waren die Gesichter der umher stehenden Personen einfach unbezahlbar.

Wir lernen aus Erfahrung und Fehler und die nächste Restauration wird bestimmt besser.

Unterschrift Andreas

7 Kommentare zu “Die größten Fehler bei der Restauration unseres Wohnmobils”

  1. Bernd

    Die Glasfasertapete ist in der Wüstenmaus auch durch Teppichfliesen überdeckt worden . Der Teppich nimmt die Feuchtigkeit auf und gibt diese auch wieder ab . Da die Innenwände unserer Kabine auch aus Alu sind war die Kombination mit der Glastapete einfach nur Mist ( hat aber zum Glück der Vorgänger verbrochen ) .

  2. Ralf Rübel

    Obwohl „Karlchen“ mein 7. Womo ist, habe ich den Fehler mit der Heckverlängerung auch gemacht! Aber eben nicht für eine Heckbox, sondern für einen Motorradträger.

    Darauf habe ich jetzt 2 Jahre lang einen 125er Honda-Roller spazieren gefahren mit dem ich in diesem Zeitraum exakt 80 KM von Dierhagen nach Zingst und zurück gefahren bin.

    Der Roller war für Städtebesichtigungen und zum Einkaufen geplant, aber da wir nie länger als 2 – 3 Tage irgendwo stehen, lohnte sich die „Pöngelei“ mit dem Auf- und Abladen einfach nicht.
    Außerdem verhindert der Heckträger erfolgreich das gleichzeitige Mitnehmen von Fahrrädern und die vermissten wir schmerzlich.
    Auf Fährrampen haben wir das gleiche Problem wie ihr und ich fahre sie seither nur diagonal an. Das geht eigentlich ganz gut, führt aber trotzdem oft zu Bodenkontakt.

    Im Moment denke ich drüber nach den alten, sehr stabilen Fahrradträger mit seinen Alu-Rohren wieder dran zu bauen, den Motorradträger für das Schlauchboot zu nutzen und darauf eine Konstruktion für die Außenborder-Halterung zu basteln.

    Aber wahrscheinlich ist die Mitnahme des Bootes genau so unsinnig wie die des Rollers, da das „Gerödel“ für ein bis zwei Tage noch wesentlich umfangreicher ist.

    Wie sagte mein Dad immer: „Denken ist Probehandeln“! In diesem Sinne werde ich noch mal drüber nachdenken und den Träger wahrscheinlich im Mai wieder verkaufen!

    Gruß

    Ralf

    1. Andreas

      Boot hört sich gut an, aber die Frage ist halt wirklich, wie oft nimmst du die Arbeit in Kauf?

      Unser neuer Träger kommt in Höhe der Abschrägung hinten und wird wie geschrieben nur etwa 20 cm tief.
      Da wären 40 cm weniger Tiefe und 15 cm höher als vorher, das sollte reichen.

      Der Fahrradträger wird ein ganz normaler FIAMMA CL, die Version für Fenster hinten, das muss geöffnet werden können.

      Gruß
      Andreas

  3. Steffi

    Hallo Andreas!

    Unser größter Fauxpas war, dass wir den Koffer mit 15 mm OSB Platten ausgebaut haben, weil wir dachten: Ist schön stabil, kann man ordentlich was dranhängen. Aber dann fiel uns auf, das wir – vorallem durch das runde Dach – gar keine Wände haben, an die wir irgendwas hängen könnten…

    Tja, kommen irgendwann wieder raus.

    🙂

  4. Pingback: Weekly reading – KW 13/2016 – #VANweh

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