Andreas

Geld sparen im Wohnmobil – Kühlschrank und Gewicht

Geld sparen

Es ist Zeit, für die zwei wichtigen Veränderungen in und an unserem Wohnmobil, ein Fazit zu ziehen. Die zwei recht kleinen Veränderungen, der Kompressor-Kühlschrank und die Verringerung des Gewichtes, helfen uns beim Geld sparen und die Kosten zu senken.

Kompressor-Kühlschrank

Dieses Ergebnis hat uns so richtig von den Socken gehauen und wir haben daher alles zweimal durchgerechnet. Seit wir unterwegs sind, schreiben wir den Verbrauch von Diesel und Gas auf und so konnten wir recht genau berechnen, welchen Einfluss der Kühlschrank auf unseren Verbrauch hat.

Der tägliche Gasverbrauch mit Kühlschrank lag bei 0,90 l, jetzt nur noch bei 0,16 l. Somit genehmigte sich der Kühlschrank 0,74 l Gas am Tag. Bei dem Gaspreis von heute, 0,549 €, kostete uns der Kühlschrank mindestens 148 € im Jahr. Nicht mit eingerechnet ist der höhere Gaspreis im Winter. Auf gut deutsch, der Absorber hat uns die Haare vom Kopf gefressen.
Der Kauf eines Kühlschrank ohne die Verwendung des Wortes Wohnmobil hat uns mindestens 800 € gespart.

Der Stromverbrauch wird zumindestens im Sommer komplett von der Sonne gedeckt. Einen guten Tipp haben wir von Sandie und Karsten von Ewald on tour bekommen. Wir schalten den Kühlschrank jetzt Abends aus. Über Nacht verliert der Kühlschrank maximal 3 °C und hat am Morgen nach 8 Stunden ohne Strom etwa 6 °C. Für den Winter haben wir nun zusätzlich ein faltbares Solarmodul. Eine weitere Möglichkeit zum Einsparen von Strom wäre die Verwendung eines Wechselrichters, der sich abschaltet, wenn kein Verbraucher Strom fordert.

Gewicht

Die Entfernung des Koffers hat doch bemerkenswerte Auswirkungen. Zum Test diente unsere Referenz-Autobahn A 61 vom Kreuz Bliesheim bis Mainz. Diese Strecke kenne ich auswendig. An vielen Steigungen muss ich gar nicht mehr herunterschalten oder wesentlich später. Der dritte Gang war nur noch an der Steigung nach Koblenz notwendig. Die Beschleunigung hat sich auch verbessert. Es ist als wären die entscheidenden Kilos zuviel weg. Natürlich macht sich dies auch im Dieselverbrauch bemerkbar, der um über einen Liter gesunken ist. Bei etwa 20.000 km im Jahr sparen wir bei den momentan recht günstigen Preisen etwa 200 €. Sollte sich der Preis von Diesel wieder einmal Richtung 1,50 € bewegen, wären es sogar 300 €.

Weitere Projekte zum Geld sparen

Demnächst steht der Umbau der Toilette an, so das uns die Anschaffung der Tabs erspart bleibt und somit Kosten von 130,00 € erspart bleiben, ohne Berechnung des gesparten Wassers.
Somit wären wir schon bei einem Betrag von mindestens 478 €, niedrig gerechnet.

Jetzt bin ich natürlich etwas angefixt und frage mich, wo wir noch Gewicht sparen könnten? Für das Fernreisemobiltreffen in Enkirch liegen schon einmal 10 kg für den Flohmarkt bereit, Kleinvieh macht auch Mist.

10 Kommentare zu “Geld sparen im Wohnmobil – Kühlschrank und Gewicht”

  1. Uwe

    Hallo,
    mih würde interessieren, welchen Kühlschrank ihr eingebaut habt (Modell, Marke). Denn wir überlegen auch gerade ob Kühlschrank
    oder lieber Truhe. Und was ein normaler haushaltskühli bringt odr ob er es aushält im Auto.

    1. Andreas

      Das ist ein Proline vom Darty in Frankreich. Hat 86 l und A++. Läuft drei Monaten ohne Probleme, wir kennen einige Leute, die fahren seit Jahren mit einem normalen Kühlschrank durch die Welt. Der Preis: 139 €!

  2. Matthias

    Wir wollen auch grade vom Gaskuehlschrank auf einen Kompressor umsteigen wegen besserer Kuehlung und weil der Gaskuehlschrank anscheinend kein LPG vertraegt, was wohl lt Aussage von Fachleuten am hohen Butananteil im Gas in Suedeuropa und/oder an der zunehmenden Verunreinigung des Gases mit Oel liegt. Truma bietet dazu einen Gasfilter an, der aber das Butanproblem nicht loest. Wir haben uns nach einem grossen Kissmann Kompressorkuehlschrank mit separatem Gefrierfach umgesehen, der aber ordentlich Geld kostet (rund 1,600.-) und der supersparsam sein soll und auf 12 V laeuft. Euer Kuehlschrank von Darty braucht ja wahrscheinlich immer 230 V? Aber der Preis ist natuerlich verlockend…Bin gespannt, ob der die Vibrationen und Schlaege die das leben im Womo so verursacht auch ueberlebt! Alles Gute!

    1. Andreas

      Hallo Matthias,

      ob der Kühlschrank ein Leben auch Achse überlebt, ergibt unser Livetest 😉 Wenn es schief geht, haben wir 139 € in den Sand gesetzt. Allerdings habe ich auch schon mal darüber nachgedacht, den Kompressor schwingungsgedämpft zu montieren. Dies sollte kein großes Ding sein.

      Gruß
      Andreas

  3. Jesus

    Hallo Andreas, Glückwünsch zu Deinen Optimierungen. Jetzt hast Du mich aber auch angesteckt . Ich fahre einen Bürstner von der Stange und lebe seit Juni im Womo.

    Bei Darty finde ich einen PROLINE TTR92WH für 99.99 € mit 111kWh/jahr, 19 Kg „leicht“, ist „nur“ A+ und hat identischen Abmessungen (h: 85 b: 48 t: 46 cm) wie mein gasbetriebener. Welchen Nennverbrauch hat Eurer?
    Das könnte ich mir schon leisten und gem Deiner Rechnung wäre er in einem Jahr amortisiert.
    Wie empfindet Ihr eigentlich den Geräuschpegel? Hier sind 42dB angegeben.

    Grüsse

    1. Andreas

      Hi, da müsste ich mal die Unterlagen durchforsten.

      Ich höre den Kühlschrank gar nicht mehr, auch als er Nachts noch lief, hat er uns nie gestört. 42 dB ist auch nicht viel, entspricht einer ruhigen Biblithek.

      Gruß
      Andreas

  4. Uwe

    Hallo,
    wir haben uns jetzt auch entschlossen, einen normalen Hauskühli zu verwenden und sehen das ähnlich entspannt wir Andreas. Notfalls buchen wir das unter Erfahrungen ab. Aber weshalb sollte der das auch nicht können? Vibrationen? Schläge? Das verursacht der Kompressor ja auch. Man wird sehen – oder Versuch mach klug.

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