Mautfrei in den Süden Frankreichs – so funktioniert es

Provence

Auf Frankreichs Autobahnen ist bekanntlich überwiegend eine Maut fällig. Nur die Umgehung von Ballungszentren ist mautfrei, die Autobahnen in der Bretagne, sowie teilweise im Elsass und in Lothringen.

Die Maut

mautfrei

Die Maut wird in Frankreich nach Kilometern berechnet. Es gibt vier Klassen, nach denen die Maut berechnet wird. Wir sind Klasse 3, wegen der Höhe von über 3 Metern. Von Mulhouse bis Arles würden für uns etwa 126 € an Maut anfallen.

Mautfrei – Der richtige Grenzübergang und bis nach Mulhouse

Da die Autobahnen im Elsass mautfrei sind, kannst du irgendwo zwischen Karlsruhe und Mulhouse nach Frankreich einreisen. Dann geht es über die A35 entlang der deutschen Grenze zur A36 bei Mulhouse. Oder du fährst die A5 in Deutschland runter bis hinter Müllheim und wechselst am dortigen Autobahndreieck auf die A36. Aber die A35 ist oft die bessere Wahl.

Mulhose – Montbeliard

Tipp – Museen Mulhouse
Schon in Mulhouse gibt es einige schöne Museen. Zwei besondere sind das Eisenbahnmuseum und die Cité de l’Automobile – Musée National – Collection Schlumpf
  • Hinter Mulhouse die A36 an der Abfahrt 15 (Belfort/Masevaux) verlassen
  • Nun rechts auf die D83 und der Beschilderung nach Belfort folgen
  • Nach etwa 2,5 km auf die D483 abbiegen, die später wieder zur D83 wird.
  • Bei Denney geht es auf die D1083
  • Nach 1,2 km auf die A36. Es geht vorbei an Belfort und Montbeliard
Tipp – Peugeot Museum Sochaux – 1,6 km
In Höhe von Montbliard die Ausfahrt 8 auf der A36 nehmen, nach rechts abbiegen und auf der D437 der Ausschilderung „Musée Peugeot“ folgen.

Montbeliard – Besançon – Bourg-en-Bresse

Es geht bis Besançon entlang des Flußes Les Doubs.

Tipp – Gourmet-Tipp
Du befindest dich in der Region Franche-Comté. Von hier kommt unter anderem der Hartkäse Comté und der Vin Jaune. Später, bei Saint-Étienne-du-Bois beginnt die Region Bresse aus der das berühmte Bressehuhn kommt.
  • Bei der Ausfahrt 7 geht es wieder runter von der Autobahn
  • Nach 500 m zweite Ausfahrt im Kreisel auf die D126
  • Weiter auf der D438
  • Nach 10,6 km leicht links wird die D126 zur D663
  • Nach 8,8 km leicht links auf die D683
  • Nach 59 km den rechten Fahrstreifen oder die zweite Ausfahrt im Kreisel benutzen und die Auffahrt Richtung Dole/Lons-le-Saunier nehmen
  • Nach 3,2 km zweite Ausfahrt im Kreisel auf die N83
  • Nach 57,2 km zweite Ausfahrt im Kreisel auf die D1083
Stellplatztipp – Liegt auf dem Weg
In Cousance und in Cuiseaux gibt es kostenfreie Stellplätze

Umgehung von Bourg-en-Bresse

Für alle über 3,5 to zwingend, danach kommst du wieder auf die D1083.

  • Nach 79,8 km erste Ausfahrt im Kreisel auf die D117A
  • Nach 4,2 km vierte Ausfahrt im Kreisel auf die D1079
  • Nach 1,2 km zweite Ausfahrt im Kreisel auf die D117
  • Nach 7,7 km erste Ausfahrt im Kreisel auf die D1083

Geschafft, es geht wieder weiter auf der D1083.

Tipp
Du befindest dich in der Region Dombes mit seinen etwa 1000 Fischteichen.
  • Nach 41,7 km weiter auf der D483

Umgehung von Lyon

  • Nach 1,3 km auf die A46 Richtung Caluire/Lyon
  • Nach 5,2 km auf die A42 Richtung Lyon
  • Nach 3,7 km auf die D383 Richtung Marseille/Grenoble
    /Périphérique Sud/Porte de Cusset
  • Nach 13,7 km auf die A7 Richtung Marseille/Vénissieux/Saint-Étienne/Feyzin
  • Nach 19,5 km die Ausfahrt 9 nehmen und die Autobahn verlassen

Lyon ist geschafft, der Süden ist nahe.

Mautfrei nach Südfrankreich

  • Weiter geht es auf der D1407
    Du bist jetzt in Vienne
  • Nach 2,0 km weiter auf der N7
  • 14,8 km weiter auf der N7
Stellplatztipp – Liegt auf dem Weg
In Vienne gibt es einen kostenfreien Stellplatz. Auch empfehlenswert der Stellplatz in Ville-sous-Anjou.
Nun kommt die Umgehung von Roussillion und Salaise-sur-Sanne, man kann aber auch auf der N7 bleiben.

  • Zweite Ausfahrt auf die D1007
  • Nach 1,1 km rechts auf die D4
  • Nach 3,3 km dritte Ausfahrt im Kreisel auf die D53 Richtung A7/Salaise s/ Sanne
  • Nach 1,3 km erste Ausfahrt im Kreisel auf die N7

Nun bist du wieder auf der N7. Nun gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder du bleibst 127 km auf der legendären N7 oder nimmst nach 32 km den etwas kürzeren Weg (8 km) über die D86. Die Strecken treffen sich wieder.
Egal wie du fährst, nach etwa 14 km bist du in Valence, bzw. auf der Höhe von Valence, dem nördlichen Tor von Südfrankreich.

Tipp – Montelimar – Liegt auf dem Weg
Du liebst den weißen Nougat, dann solltest du in Montelimar eine Pause machen. Montelimar ist die Hauptstadt des Nougats.

Über die D86

Mautfrei über die D86

  • Nach 32,8 km rechts auf die D95N
  • Nach 280 m rechts auf die D95
  • Nach 180 m erste Ausfahrt im Kreisel auf die D86
  • Nach 77,6 km links auf die D93
  • Nach 550 m weiter auf der D93N
  • Nach 5,4 km weiter auf der N7
  • Nach 33,4 km bist du mautfrei in Orange angekommen
Stellplatztipp – Liegt auf dem Weg
In Mornas, kurz vor Orange gibt es einen kostenfreien Stellplatz.
Tipp – Piolenc – Liegt auf dem Weg
80% des Knoblauchs aus der Provence kommt aus Piolenc. Nach der Ernte zwischen dem 15. und 20. Juni ist dies bei der Durchfahrt des Ortes nicht zu übersehen.

Nun liegen alle Ziele vor dir. Über die D7N nach Aix-on-Provence und weiter an die Côte d’Azur oder über die D570 nach Saintes-Maries-de-la-mer und die Camargue. Alternativ könntest du die N7 weiterfahren und Avignon besuchen.

Die Rückfahrt

Natürlich wäre auch der gleiche Weg möglich, aber wir haben da einen Tipp für dich. Von Cannes über Sisteron nach Grenoble über die Route Napoléon auf der N65, natürlich mautfrei.

Sehr empfehlenswert ist der Michelin Straßenatlas Frankreich.

Teile diesen Beitrag

19 Kommentare zu “Mautfrei in den Süden Frankreichs – so funktioniert es”

    1. Andreas

      Hallo Mini,

      knapp 700 km auf Nebenstraßen lassen sich komprimierter kaum darstellen.
      Aber dann druck dir mal die Route bei Google Maps aus, dann bist du schon nach der ersten Seite verloren und du hast noch 10 Seiten vor Dir.
      Aber du kannst dein Navi anhand unserer Route programmieren, du kannst dich von deinem Beifahrer navigieren lassen oder nimmst halt doch die Autobahn (A36, A6, A7, fertig).

      Und noch ein Tipp, du kannst bei dem angebotenen PDF-Ausdruck am Ende des Textes alle Bilder und nicht gewünschte Informationen einzeln per Mausklick entfernen.

      Gruß
      Andreas

  1. peter koch

    Hallo ihr zwei Beiden; verfolge euch schon eine Zeit lang. Eure Seite gefällt mir gut!
    Frage vorweg: der Wandler schmeißt den Kühlschrank an, wie stark ist er?

    Zu Thema:
    Es gibt viele Alternativen, wenn man nach Südfrankreich fahren will und sich Gedanken über die Strecke macht.
    Ich fahre seit mehr als 45 Jahren bis zur dreimal jährlich hin und zurück ins Roussilion, ich denke, dass ich trotz der vielen neuen Strecken und Umbauten und neuen Ortsumgehungen im Lauf der Zeit jeden Bordstein und jeden „Dicken Baum“ kenne.
    Bei der Wahl der Strecke ist es m. E. wichtig zu wissen, wie viel Zeit habe ich für die Gesamtreise zur Verfügung, ist die Fahrt bereits Urlaub („Der Weg ist das Ziel“) und was habe ich für ein Fahrzeug. Ferner ist die Wahl der Tagesetappen maßgeblich, wie schnell komme ich voran und an welchen Zentren lohnt es sich doch, eher die Autobahn zu nutzen. Die Autobahn ist zwar sehr teuer, aber spart auch enorm viel Zeit und ist ausgesprochen stressfrei (Berufsverkehr mit Stauungen beachten!). Wer sich auskennt, spart abschnittsweise die Autobahn und fährt auf schnellen Abschnitten die Landstraße, sofern, wie gesagt, man nicht so viel Zeit für einen Gesamturlaub hat. Alternativ sollte die andere Rhone – Seite nicht von vornherein außer Acht gelassen werden, da es dort auch sehr schön ist, nicht soviel Verkehr hat und man dort auch jede Menge freie Stellplätze für eine Übernachtung findet. Wenn man es eilig hat kann man auch die Autobahn durch das Massiv Central benutzen,sie ist zwar sehr bergig mit knackigen Steigungen und harten Gefällen, aber landschaftlich einmalig und GEBÜHRENFREI. Kommt man aus Norddeutschland, so fährt man gewöhnlich über Luxemburg, wo man noch einmal billig tankt und danach über die gebührenfeie Autobahn und autobahnähnliche Strecke Thionville-Metz-Nancy-Vessoul-Besancon. Ab hier wieder wie zuvor beschrieben über Lons-le-Saunier und Bourg-en-Bresse nach Lyon.
    Je nachdem, welche Route und Strecke man fährt kann man ab Luxemburg von morgens bis abends locker im Languedoc sein. Eingerechnet reichlich Pausen für Mensch und Tier, aber kein Sightseeing.
    Dem Leser empfehle ich eine Karte beizulegen, wer das erste mal fährt, merkt sich praktischerweise nur die zu durchfahrenden Orte, Frankreich ist sehr gut beschildert, und wer Navi hat und nutzt, Eingabehilfen wie kürzeste, schnellste oder Strecke ohne Maut!
    — wer aber Zeit für den Weg hat, schaut sich alles an, meidet die Autobahn und steigt alle 50 – 100 km mal aus und wundert sich, dass die Menschen überall woanders ticken, dass sich das Wetter ändert, der Duft und die Luft, alles erleben!

    PS: Übernachten nie auf der Autobahn oder im Bereich von Großstädten – Einbruch und Diebstahl drohen – leider!! Besser 5 – 10 km abseits der Hauptroute in kleinen Dörfern an Sportplätzen oder Friedhöfen, immer alleine, nie in großen Gruppen. Oder kleines Geld zahlen auf kleinen Camping Municipal.

    So!

    Gruß Pedda

    1. Andreas

      Hallo Pedda,

      der hat 375 Watt.

      guter Streckenvorschlag für die Nordlichter, werde ich demnächst noch einpflegen. Auf der Hinfahrt haben wir auch etwas gemixt, die Rückfahrt war dann komplett mautfrei.
      Wir übernachten auch in Deutschland nie auf Raststätten, ist uns so wie so viel zu laut.
      Auf die Camping Municipal sind wir mittlerweile auch gestoßen und haben einen an der Verdonschlucht besucht.

      Gruß
      Andreas

  2. peter koch

    -ich vergaß zu erwähnen dass man die Brücke bei Millau bezahlen muss, wenn man durch das Massiv Central fährt!! Tschuldigung. Aber man kann das gut umfahren. Die Maut dort ist echt teuer!!

    Auf der Umfahrungsstrecke südlich von Millau gibt es am Berg oben einen Parkplatz. Dort kann man ganz nahe frei fliegende und nistende Bartgeier erleben. Einzigartig!

    Pedda

  3. der Muger

    Wir fahren ja oft nach Frankreich und benutzen fast nie die Autobahn. Aber darüber machen wir uns auch nie Gedanken. Wir fahren einfach auf den Landstrassen, je kleiner desto lieber. Und je kleiner, desto weniger Verkehr, Kreisel und Kontrollen …
    liebe Grüsse vom Muger

    1. Andreas

      Es ist einfach die schönere Art zu reisen. Allerdings müssen wir aufpassen, das sich unsere Ankunft am geplanten Ziel nicht um mehrere Tage verzögert. Ist aber eigentlich auch egal. 😀

      Gruß
      Andreas

  4. peter koch

    noch eine Anmerkung bezogen auf Bourg-en-Bresse via N 83 (siehe Umfahrungsempfehlung oben):

    Soweit ich mich erinnere, und das klappt noch, steht an der Ausfahrt des letzten Kreisels auf der 83 das Verkehrsverbot für Lastwagen, LKW mit rotem Rand, rund, allerdings darunter die kleine Zusatztafel – 6 t – , das bedeutet für die meisten von uns, dass man beruhigt geradeaus durch die Stadt fahren kann, dort auch am ersten Einkaufszentrum links am Innenstadtring billig nachtanken kann und man den weiten Umweg über zig gefühlten Kreiseln nicht annehmen muss. Selbst bei Rushhour ist die Durchfahrt morgens wie abends in beiden Richtungen eine gute Wahl, da es eine sehr gute Verkehrsregelung mit Vorrang – Ampelschaltung gibt.

    der Pedda

  5. peter koch

    das ist viel!!

    mein 814, 6 ltr. 6 Zyl-, mit Luftfederung hat einen Ormocar – Alkovenaufbau, Länge über 7,5m, hat ein Leergewicht von rd. 4,2 to., also habe ich das zGG. genau bei 6 to. festgelegt und eingetragen. Vor 30 Jahren war der Grund die BSU (Bremssonderuntersuchung), die über 6 to. jährlich ansteht. Steuerlich war das damals egal, Sofzg. Wohnmobil kostete einen festen Betrag.

    Heute passt der Wagen sehr gut in das neue Fahrerlaubnisrecht. Man kann mit den 6 to. einen ebensolchen Anhänger mitführen und es reicht noch immer die Klasse C1E. Das ist allerdings Zufall in der zeitlichen Entwicklung.

    Ebenso ist es Zufall, dass oft die Durchfahrt über 6 to. gesperrt ist.

    Mit der Zuladung von 2 Tonnen habe ich keine Probleme……

    Dein Wagen hat offenbar einen sehr schweren Aufbau ?!

    Grüße vom Pedda

    1. Andreas

      Eigentlich brauchen wir die nicht. Wir hatten uns mal wiegen lassen, mit vollen Tanks, dem kompletten Haushalt und hatten 5,4 to. Eigentlich könnten wir ihn auch auf 6 to ablasten. Vielleicht wäre das eine Idee.

      Gruß
      Andreas

  6. Jürgen & Ellen

    Hi ! Die Stecken sind gut erklärt! Auch wir fahren immer mautfrei…überall! Haben ja Zeit und es ist viel interessanter! Suchen uns immer neue Strecken, bald kennen leider wir alle Routen. Leben in Südfrankreich, fahren aber im Sommer immer 2-3 Monate in den Norden, da es uns viel zu warm, zu voll und zu teuer im Süden ist! Haben vor über 10 Jahren Firma verkauft, seitdem unterwegs, zuerst mit Wohnwagen…vorteilhaft da Auto für Exkursionen. Dann umgestiegen auf Segelboot, das seit über 3 Jahren unsere Basis ist. Das Wohnmobil ist die ideale Ergänzung dazu um Mal Urlaub vom Boot zu machen!
    Benutzen tolle Stellplatzapp „Campercontact“!
    Jürgen & Ellen

    1. Andreas Reufenheuser

      Vielen Dank, man ist sich ja bei seinen eigenen Texten nie so sicher.

      Campercontact benutzen wir ebenfalls, zusätzlich noch park4night. Problematisch ist ja eigentlich nur die Küstengegend. Hier in der Gegend des Hèrault, Vis und Tarn sehen wir so gut wie keine Verbotsschilder. Wir haben seit Tagen keinen Stellplatz mehr gesehen. Die Gendamerie hatte bis jetzt auch nie etwas einzuwenden, wenn sie an uns vorbei fuhren.

      Gruß
      Andreas

  7. sabina franke

    das ist echt eine gute strecke, sind wir auch schon gefahren, am besten mit gutem strassenatlas, vergiss den navi.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.