Selbstgemachte Zahnpasta ohne Plastik und Chemie

Claudia
Selbstgemachte Zahnpasta

Endlich habe ich es in Angriff genommen und dabei war es ganz einfach: Selbstgemachte Zahnpasta

Schon seit fast einem Jahr machen wir unser Mundwasser nur noch selber. Ein erster, einfacher Beitrag, um den Plastikmüll zu reduzieren. Die Berichte über Mikroplastik in Zahnpasta und Kosmetik sind mehr als erschreckend. Es wurde also Zeit sich endlich an die selbstgemachte Zahnpasta zu wagen.

Nur drei Zutaten für die selbstgemachte Zahnpasta

Genau, mehr wie diese drei Zutaten sind nicht nötig:

  • 8 EL flüssiges Kokosöl
  • 2 TL Birkenzucker
  • 1 Tropfen ätherisches Öl

Für den Geschmack (ätherisches Öl) habe ich einen Tropfen von unserem Japanisches Heilpflanzenöl genommen. Wir haben immer welches da, ansonsten bekommt man es in der Apotheke, Drogerie, manchmal auch im Supermarkt oder bestellt es.

Birkenzucker (Xylit) haben wir für das Mundwasser ebenfalls immer da. Im Reformhaus habe ich am Anfang € 9,69 für 250 g bezahlt, seitdem bestelle ich lieber die 1 kg Packung von Wiezucker für ca. 15,–.

Das Kokosöl stellte mich vor eine größere Herausforderung. Welches sollte man nehmen, welches besser nicht? Am Ende habe ich mich dann für Dr. Goerg Bio Kokosöl entschieden. Zum testen sollte es erst einmal das kleinere Glas sein 😉

selbstgemachte Zahnpasta

Zubereitung

  • 2 TL Birkenzucker im Mörser fein zerreiben
  • 8 EL Kokosöl verflüssigen und den Birkenzucker darin verrühren
  • 1 Tropfen Japanisches Heilpflanzenöl hinzufügen und nochmals gut verrühren
  • Da ich nicht abwarten konnte, habe ich die Masse kurz in den Kühlschrank gestellt und fest werden lassen
  • Ab in eine kleine, verschließbare Dose und los zum „Test-Putzen“

Erfolg auf ganzer Linie!

Das Kokosöl selbst ist der absolute Hammer. Eigentlich mag ich überhaupt kein Kokos – verbinde den Geschmack immer mit etwas muffigem, faserigen. Wem es auch so geht, sollte unbedingt mal dieses Bio Kokosöl von Dr. Goerg probieren. Es riecht absolut frisch und hat einen ganz leichten, feinen Geschmack. Da könnte sogar ich direkt zum Kokos-Fan werden!
Die geputzen Zähne fühlen sich absolut gut an, allerdings muss man sich daran gewöhnen, daß die neue Zahnpasta nicht schäumt.

Der Langzeit-Test wird zeigen, ob dies schon die endgültige Variante für uns war oder ob wir statt der Paste auch einmal Zahnpulver ausprobieren werden. Auf jeden Fall wird es ab heute bei uns keine gekaufte Zahnpasta-Tube mehr geben, die Alternativen gefallen uns wesentlich besser!

Wer z.B. überhaupt keine Lust hat seine Zahnpasta selbst herzustellen, könnte alternativ auch mal die Denttabs testen. Diese gibt es auch einzeln in „Unverpackt-Läden“ wie z.B. Mainz zu kaufen.

Probiert es aus – viel Spaß dabei!

Update März 2017:
Mittlerweile habe ich die Zutaten ein wenig verändert
Ich nehme:

  • 2 EL Kokosöl
  • 1 TL Xylit
  • 1 TL Natron
  • 15 Tropfen Minze
  • Die Menge ergibt zwar nur noch ein kleines Döschen voll, ist aber schnell zubereitet und damit immer frisch.

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    22 Kommentare zu “Selbstgemachte Zahnpasta ohne Plastik und Chemie”

    1. Ingrid

      Was ist denn der Grund, dass Ihr keine industrielle Zahnpasta mehr möchtet? Was sagt der Zahnarzt dazu? Weshalb muss da Zucker rein? Wieso denkt Ihr, dass man mit Öl und Zucker die Zähne wirkungsvoll reinigen kann? WiRd das Öl nicht ranzig? Wie lange ist Eure Paste haltbar oder wie lange dauert es, bis Ihr die Portion aufgebraucht habt?
      Sorry, ich habe irgendwie nur Fragezeichen. Ich finde das Thema interessant.

      1. Claudia

        Stimmt, dass Thema ist absolut interessant!
        Wir haben schon vor 2 Jahren angefangen, immer in kleinen Schritten, dass Plastik aus unserem Bad zu verbannen. Shampoo- oder Duschcreme-Flaschen wurden gegen feste Seife ersetzt, Mundspülungen in Glasflaschen selbst gemacht.
        Hier kam als erstes der Birkenzucker (Xylit) zum Einsatz. Wie sich in Studien herausstellte, kann dieser nicht von Karies verursachenden Bakterien verstoffwechselt werden und entzieht ihnen daher die Lebensgrundlage. Dies würde bedeuten, dass es die Entstehung von Karies verhindern kann und sogar bei regelmäßiger Einnahme eine Reduzierung bestehender Karies-Schäden bewirken würde.
        Die „Süsse“ von Xylit entspricht unserem Haushaltszucker – aber Vorsicht! Wer damit auch seine Speisen süßt, sollte daran denken, daß unser Stoffwechsel sich erst umstellen muss – dies kann am Anfang Magenprobleme mit Durchfall etc. bedeuten. Für Hunde z.B. ist Xylit hoch giftig!
        Das Öl dient in diesem Fall für die Konsistenz und bevor es bei großer Hitze ranzig wird, würde ich es in den Kühlschrank legen. Die von mir gemachte Portion wird wohl ca. 14 Tage halten.

    2. Marcus BULLIZEI

      Hallo!

      Coole Sache das! Und schäumen muss da garnichts. Mir hat mal ein Zahnarzt erklärt, dass der ganze Werbeblödsinn um industriell hergestellte Zahnpasta und auch um diese „Wunder-Zahnbürsten“ totaler Mumpitz ist, um noch mehr überteuerten Plastikmüll zu verkaufen und den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen.

      Ne ganz normale, einfache Zahnbürste tuts auch. Und ansonsten kommts eh zuerst auf die Putztechnik an, also langsam, vorsichtig und mit wenig Druck an allen Stellen gründlich bürsten. Die Zahnpasta allein (oder welche Wundermittel auch immer) kann die Zähne nicht reinigen, wenn die Bürste es nicht macht.

      BULLIZEIliche Grüße

      Marcus

      http://bullizei.de.tf

        1. Marcus BULLIZEI

          Hallo Claudia!

          Danke, lasst Ihr es euch auch gut gehen!

          Na, jetzt bin ich aber gespannt! Wird als Nächstes die Zahnbürste als Selbstbauprojekt vorgestellt? 🙂 🙂

          BULLIZEIliche Grüße

          Marcus

          htt.://bullizei.de.tf

          1. Claudia

            Vielleicht ein bisschen zu viel des Guten 😉
            Aber die Bambuszahnbürsten würden mich doch sehr interessieren!

            1. Claudia

              Näheres, wenn ich mich entschieden habe 😉 Ansonsten würde ich sagen: Reformhaus, Amazon…

    3. Sabine

      Hallo Ihr Beiden! 🙂
      Nach der freundlichen Gratisprobe mit frei Haus Lieferung können wir nur sagen: Suuuper klasse!!! Die Zahnpasta schmeckt durch das Kokos grandios und die Zähne fühlen sich mega sauber an, hinterher!!!
      Danke für das grandiose Rezept – auch wir werden jetzt eher keine Zahnpastatuben mehr kaufen! 🙂

      1. Claudia

        Danke, dass Ihr sooo tolle „Versuchskaninchen“ seid 😀
        Immer wieder super, wenn man positives Feedback bekommt!

    4. Elisa

      Kleines Zahnpflegerezept für Zwischendurch:
      Mundspülung mit einem halben Teelöffel Xylit: Einfach 2 Minuten im Mund bewegen und dann ausspucken, danach eine halbe Stunde nichts trinken.

      1. Andreas

        Das ist nicht ganz richtig, Birkenzucker ist D-Xylit, ein Naturprodukt und Xylit wird aus gentechnisch verändertem Mais gewonnen.

        In der Tierhaltung wird Süßstoff nur kurz bei der Futterumstellung verwendet. Siehe auch hier: Mythos Süßstoff

        Gruß
        Andreas

    5. Diana

      Claudia.

      Diese Zahnpasta ist schonmal vorgemerkt. Schon seit Jahren nutzen wir nur Weleda- doch der Preis ist intensiv. Deshalb ist Deine Zahnpasta eine sehr gute und günstige Alternative. Vorallem- dadurch das wir vorrangig roh essen- habe ich alle Zutaten im Wohnwagen- also immer dabei. Merci! Grüße aus Athen. Diana and Family

    6. Sigi Opitz

      Hi Claudia!
      Ich konnte den blog-Beitrag heute erst lesen, wir hatten ein paar Tage schlechtes Netz.
      Ich kaufe in Deutschland das Kokosöl inzwischen bei Alnatura/dm. Leider hat nicht jeder dm das Alnatura-Kokosöl, und es ist wohl auch nicht ständig lieferbar. Aber wenn, dann ist es auch preislich eine Alternative zu Dr. Goerg.
      Liebe Grüsse aus dem (auch Internet-) Traumland Portugal von Sigi/den 7wilden

      1. Claudia

        Danke für den Tipp! Allerdings reicht mir das Dr.Goerg Bio Kokosöl noch eine ganze Weile – wird also noch dauern, bevor ich es ausprobieren kann 😉 Viel Spaß noch in Portugal, lasst es Euch gut gehen!

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