Andreas

Soviel Geld brauchen wir zum leben

Es ist vollbracht, wir haben 30 Tage lang extrem gespart, an Kilometern, an Essen und Aktivitäten. Und hier ist das Ergebnis.

Geld für Lebensmittel

Wir haben gut gegessen, haben nicht eine einzige Mahlzeit gekauft und alles selbst gekocht. Aus Versehen haben wir nur zweimal Fleisch gegessen, aber Unmengen an Zucchinis, Paprikas, Champignons, Kartoffeln und Couscous vernichtet.
Paar Zahlen gefällig?: 13 Liter Milch, 6 Packungen geriebener Käse, 2 Tuben Tomatenmark, 18 Bananen, 3 kg Kartoffeln, 30 Eier, 5 Kilo Nudeln, 2 Kilo Kaffee und so weiter, wir haben alles notiert, wir wissen alles.
Verzichtet haben wir auf die üblichen Beigaben im Einkaufswagen, wie Knabberzeug, Süßigkeiten und die ein oder andere Leckerei. Vermisst haben wir sie nicht. Nur mein Körper spielte nicht mit, aufgrund reduzierter Kalorienzufuhr und Fettzufuhr fing ein langsamer Abbau der Körpermasse an, nicht gut. Scherz beiseite, es war ein willkommener Nebeneffekt der geänderten Essgewohnheiten und deshalb werde ich auch so weitermachen. Mittlerweile rolle ich cool am Süßigkeitensortiment vorbei, ich nenne mich selbst schon den Samuel Jackson des Einkaufens.

Kosten für Lebensmittel inklusive Getränke: 140,00 €
Zufriedenheitsindex: 10 (In einem Bereich von 1 bis 10)

Reisen

Spätestens hier hörte meine Coolness auf. Lagerkoller wäre der passende Ausdruck. Wir haben gerade einmal tanken müssen und hätten mit Sicherheit noch einige Kilometer sparen können, wenn es hier im Mainzer Raum mehr ruhige Plätze geben würde. Aber Großstadt und Weinbaugebiet ist einfach keine gute Mischung und so mussten wir bis 30 Kilometer für geeignete Stellplätze zurücklegen.
Und ich sage es ganz ehrlich, ich kann keine Weinreben mehr sehen und Spaziergänge in Weinbaugebieten finde ich schrecklich langweilig.
Ich freue mich, dass wir wieder unterwegs sein können und sind dieses Wochenende auch gleich in Mainz geblieben. Wir haben noch einige Arbeiten für den neuen Blog zu erledigen und nächste Woche steht auch noch viel Arbeit an. Zwischen können und dürfen liegen aber Gefühlswelten.

Kosten für Diesel: 63,47 €
Zufriedenheitsindex: 3

Stellplätze

Einmal haben wir einen Stellplatz angefahren, um Wäsche zu waschen, ansonsten haben wir nur frei gestanden. Geld für Stellplätze brauchen wir zumindestens in Deutschland kaum.

Kosten für Stellplätze: 8,00 €
Zufriedenheitsindex: 10

Gesamtergebnis

Wir haben es knapp geschafft dreistellig zu bleiben, wir haben auch alle in diesem Monat nicht angefallenen Kosten auf den Monat herunter gerechnet, wie zum Beispiel KFZ-Versicherung, TÜV und Kosten für den Webserver. Auch die Kosten für Internet sind eingerechnet, hier haben wir allerdings nicht gespart, irgendwann hat der Spaß auch mal ein Ende.

Gesamtausgaben: 947,00 €
Zufriedenheitsindex: 8,25

Fazit

Bodenheim

Es hat Spaß gemacht, bis auf das fehlende Unterwegssein. Dies wäre wahrscheinlich in einer Gegend, wie zum Beispiel der Eifel, nicht so. Hier waren wir froh in unserem Gebiet zwei kleine Waldgebiete gefunden zu haben, wobei eines am Finthener Flugplatz liegt, also nicht so die Ruhe bietet.
Wir haben viel gelernt, werden einiges beibehalten und einiges können wir mit Sicherheit noch optimieren. Für das Reisen müssen wir mehr Geld für Diesel einrechnen, aber irgendwann fallen ja auch die Fahrten zurück in das Rhein-Main-Gebiet weg, denn die Kilometer kosten richtig Geld. Wir arbeiten dran, dies zu ändern und sind auf einem guten Weg.

Übersicht der Fixkosten

Posten Betrag
Krankenversicherungen 423,00 € Inkl. Medikamente
KFZ-Steuer 25,92 € Ab Juni 2016, inkl. 10,00 € TÜV Rücklage
KFZ Versicherung 46,90 € Beinhaltet eine Inventarversicherung
Telefon + Internet 81,00 € Inklusive 25 GB Internetvolumen
Webserver, Webservices 28,00 € Inkl. Google Apps for Business, Dropscan, Evernote
Gas und Wasser 55,00 € gerechneter Jahresdurchschnitt
Wäsche 12,00 €
E-Zigaretten 20,00 €

24 Kommentare zu “Soviel Geld brauchen wir zum leben”

  1. Det70

    Krass, wie hoch allein der Posten der Krankenversicherungen, im Gegensatz zu den kleineren Einzelposten sind. Schöne Fleißarbeit, die ihr da geleistet habt. 35,- pro Woche für Lebensmittel… echt erstaunlich. Das hätte ich nicht erwartet.

    Gruß Det

    1. Martin Breadbx

      Hallo Det, das mit der KV habe ich zuerst auch gedacht………aber, ist ja für zwei gerechnet.

      Erstaunliche Leistung, wirklich Hut ab 🙂

      Nebenei gesagt, selber Kochen schmeckt eh am besten und sicher auch gesünder.

  2. Ralf

    Hallo,

    danke für die informative Aufstellung. Da ich auch gerade an meinem Ausstieg aus dem Hamsterrad arbeite würde mich interessieren was das für eine Art von Krankenversicherung ist. Privat, freiwillig gesetzlich oder Auslandskrankenversicherung ? Denn der Kostenblock ist ja schon ordentlich !

    Für eine Info wäre ich euch dankbar,

    Viele Grüße und alles Gute,

    Ralf

    1. Claudia

      Hallo Ralf,
      ja, der Kostenblock wirkt im ersten Moment schon extrem. Allerdings ist eine private KV für einen Selbständigen in Deutschland nun mal nicht billig und wir haben dabei schon die beste Lösung für uns herausgesucht. Desweiteren haben wir auch noch zwei studierende Kinder mit in der Familien-Versicherung – ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor.
      Schau doch mal hier nach weiteren Informationen: http://www.flocutus.de/auslandskrankenversicherung/
      Gruss,
      Claudia

  3. Pingback: Käse-Schoko-Kuchen aus dem Omnia Campingbackofen

  4. Ilse

    Hallo Ihr Lebenskünstler,

    Hut ab, toll gemacht!

    Der Posten Gas/Wasser mit 55 € im Schnitt pro Monat wundert mich aber.
    Ich komme höchstens auf 1 € Tank-Wasser und 1 Gasflasche pro Monat. Das Tankwasser hole ich meistens an Tankstellen. Und wenn ich drum frage hab ich noch nie was bezahlt.
    Wie setzt sich denn Euere Gas/Wasser Rechnung zusammen?
    Hier noch eine Kochidee:
    Gestern habe ich Mairübchen (der Bund 1 €) mit Grün dran gefunden. Die verspeise ich mit Vorliebe roh. Die Stängel und Teile des Grün habe ich mit Kartoffeln zu einem köstlichen „Stielmus“ verarbeitet. Mein Rezept gerne auf Wunsch.
    Gute Zeit Euch Beiden!
    Beste Grüße,
    Ilse

    1. Andreas

      Hallo Ilse,

      also mit Heizen, Kochen, Duschen und Kühlschrank (läuft auf Gas) müssen wir im Winter schon alle drei Wochen Gas (90 Liter Tank, 72 L Nettovolumen) tanken. Im Sommer sind es nur noch alle 8 Wochen.

      Gruß
      Andreas

      1. Ilse

        Hallo Andreas,

        gut, heizen muss ich im Süden nicht. Aber tägliches Kochen, Kühlschrank, Boilerwasser…verbrauche ich nur 11 kg/22 Liter für Tank/Tausch- Flasche in 4 Wochen, im Winter reicht die Flasche über 5 Wochen. Da hab ich ja Glück!

        1. Andreas

          Uns hat das jetzt auch stutzig gemacht und haben den Gasfresser wohl gefunden, es ist der Kühlschrank. Zu alt, müsste auch mal gereinigt werden und das 12 V Thermoelement könnte man mal reparieren, so dass er nicht immer über Gas laufen muss.

          Danke und Gruß
          Andreas

      2. der Muger

        Hallo Andreas
        Über den Gasverbrauch anderer staune ich immer wieder! Wir brauchen fürs Duschen und Kochen zu zweit im Sommerhalbjahr knapp 5 kg Gas.
        Machen wir etwas falsch?
        liebe Grüsse vom Muger

        1. Andreas

          Hi Muger,

          wie du in den vorherigen Kommentaren ersehen kannst, ist der Übeltäter bei uns der Kühlschrank.
          Beim Kochen dürften wir wahrscheinlich etwas mehr verbrauchen, da wir viel backen und teilweise auf drei Flammen kochen.

          Gruß
          Andreas

  5. Ritchy

    HI,
    meine Verlobte und ich sind auch gerade dabei unseren Düdo als kompletten Lebensmittelpunkt auszubauen. Da ich allerdings viel Online sein muss würde mich mal Eure Lösung interessieren. Es gibt ja allerhand Antennen etc. LTE Boxen usw. Nutz Ihr so etwas oder ganz Normale Internet-Sticks? Ich kann leider noch nicht einschätzen ob das reicht, da ich wohl mehr Skypen muss, wenn ich nicht im Büro bin. Gibt es keine Unlimited Variante, oder habe ich nur keine Gefunden. Seid Ihr mit Eurer Wahl zufrieden? Auch außerhalb Deutschlands?

    lG
    Ritchy und Nora-Lee

  6. Gesa Krohn

    Moin,
    immer wieder spannend sowas! Selbst ohne sparen ist es interessant zu sehen, wo das Geld so hinfließt und was davon echt überflüssig ist.
    Was mir in der Gesamtrechnung hier fehlt sind so Posten wie ‚Kleidung kaufen‘ – hin und wieder geht ja doch mal ein Söckchen den letzten Gang 🙂
    Oder ‚Reparaturen/ Ersatzteile fürs Auto‘.
    Wenn jetzt am Kühli was gemacht oder ggf geändert wird, kann das ja auch Geld kosten.
    Gruß, Gesa

    1. Claudia

      Hi Gesa,
      stimmt natürlich, da fehlen noch weitere Posten. Allerdings haben wir ja „erst“ im April angefangen, mal alles detailliert auf zu schreiben. Bei den Reparatur-Kosten werden wir wohl erst am Jahresende einen Überblick erhalten. Und zum Thema Kleidung kann ich im Moment nur sagen: Wir haben tatsächlich seit über einem Jahr nichts neues gekauft.
      Liebe Grüsse,
      Claudia

      1. Gesa

        Hallo Claudia,
        also macht ihr weiter für euch und das war nur der erste öffentliche Schritt.
        Na denn 🙂
        Viel Spaß dabei weiterhin!
        Gruß, Gesa

        1. Claudia

          Natürlich machen wir mit unserer Aufstellung weiter. Beim „Sparmonat April“ wollten wir hauptsächlich heraus bekommen, wie „sparsam“ man im Rhein-Main-Gebiet für einen Monat leben kann.

  7. Jürgen & Ellen

    Leben ähnlich wie ihr, allerdings seit einiger Zeit auch komplett in Deutschland abgemeldet. Dadurch keine Probleme mit den Ämtern mehr! …war echtes Problem, da dort dauerreisende Menschen wie wir nicht im System vorgesehen sind…!
    Krankenversicherung Hanse Merkur 5 Jahre Langzeit nur 57€ mtl. Sehr zu empfehlen, zahlt auch im Ernstfall, wie wir leider testen mussten ! Autosteuer brauchen wir auch nicht zahlen, da es diese in Frankreich nicht gibt ! Haben unsereFahrzeuge auf unseren Hafen, wo unser Segelboot stationiert ist angemeldet !

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