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Bonn ade – Nordsee, wir kommen

Der Blick in den Wetterbericht verhieß nichts Gutes, denn wir folgten mit unserer Route der Unwetterstufe Rot. Der Stellplatz in Bonn tat sein Bestes unsere Entscheidung zu beschleunigen, sofort einen neuen Plan zu machen. Gelegen an einer vierspurigen Straße, vor der Nase eine Brücke der A562 und einem Dauerstau mit ständigem Gehupe vor dem Fenster.
Dauerregen, die triste Umgebung, keine Entsorgung, kein Wasser, kein Strom und keine Aussicht auf schnelle Wetteränderung.

Der Plan war schnell gefasst, ab in die Niederlande. Der Wetterbericht versprach Gutes. Also Bonn ade

Die Fahrt war problemlos, den Stau hatten wir schnell hinter uns gelassen. Zweimal den Rhein überquert, mehrmals die Autobahn gewechselt, aber auf der A4 angekommen, ging es zügig über Aachen und Antwerpen in Belgien nach Domburg. Nach etwa vier Stunden waren wir am Ziel angekommen, das eigentlich geplante Abendessen auf irgendeiner Raststätte verwandelte sich in kalte Würstchen mit Instant-Bratkartoffeln (Chips), gegessen während der Fahrt.
Unser Mercedes zog stur seine Bahnen und mein Fuss stand am bequemsten bei etwa 82 km/h. Gegen Mitternacht erreichten wir unser Ziel.

Eigentlich ist Freistehen in den Niederlanden nicht erlaubt, aber welcher Campingplatz hat kurz nach Mitternacht noch seine Rezeption geöffnet und ich brauchte nach dieser Fahrt eine Mütze voll Schlaf. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Die Politie (Polizei) war da, kaum dass wir eingeschlafen waren, umrundete mit eingeschaltetem Suchscheinwerfer unser Womo und fuhr wieder weg. Hammer! Unbekannterweise geht ein „Bedank u wel“ an die Politie von Domburg.

Die Suche nach einem Stellplatz gestaltet sich etwas schwierig, alles ausgebucht, aber für heute Nacht haben wir einen Platz auf dem Campingplatz Janse. Sehr zu empfehlen, wir wurden sehr herzlich empfangen und man half uns bei der Suche nach weiteren freien Stellpätzen. Der Platz ist nicht zu groß, die Stellplätze großzügig und das WLAN mit elf Antennen sehr schnell.

Und noch etwas zum Wetter, heute morgen noch eher trist, aber es wird immer heller und es regnet nicht. Egal, wir sind in den Niederlanden, wir sind am Meer, das macht alles um Klassen besser.

Die Fahrräder sind bereit und daher: Tschüss

Andreas