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Fernsehkonsum – Bildstörung

von Andreas

Nicht plötzlich, aber unerwartet verstarb unser Fernsehkonsum. Unser monatlicher Fernsehkonsum tendiert gegen Null. Selbst die in einer der letzten Blogbeiträge erwähnte Folge des Krimis „Nachtschicht“ hatte ich nicht geschaut, ich hatte es schlicht vergessen. Der einzige Grund für Benutzung des TV-Programms in letzter Zeit waren die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft. Der letzte Spielfilm liegt Wochen zurück. Mittlerweile schaue ich auch nur noch selten in die digitale Programmzeitschrift.

Früher lief die Glotze ab ca. 17:00 und Sendungen wurden erzappt, bedeutet, dass das Beste genommen wurde, dass gerade im Angebot verfügbar war. Dann lief der Fernseher irgendwann, schon zu Steinhaus-Zeiten, nur noch ab 20:15 und nur mit ausgewähltem Programm.

Aber seit wir im Wohnmobil wohnen, läuft sich der Fernsehkonsum aus, unbemerkt. Wir stellen dann irgendwann fest, dass wir ja schon lange kein Fernsehen mehr geschaut haben.
Aber wir sind ehrlich, dies war kein Entschluss dem Fernseher zu entsagen, es war eine Konsequenz. Die Restauration, der Blog und das kommende Projekt verschlingen eine Menge Zeit. Die Folge der Konsequenz ist eine Erkenntnis, es geht für uns auch ohne.

Bildstörung

Aber was macht man ohne TV? Lesen, Radio hören, zocken, planen, lernen oder programmieren. Man hat so eine Unmenge mehr Zeit, um andere, kreativere und schönere Dinge zu tun. Dabei sind auch einige Dinge, die ich schon immer mal machen wollte, mich zum Beispiel mal mit Fotografie auseinander zu setzen. Eine Menge anderer Ideen und Pläne stehen schon bereit.

Und sei mal ehrlich, der massenhafte Konsum von CSI, SOKO Hinterschneckefischbach und Autobahnpolizei macht nicht wirklich glücklich. Wir haben uns zumindest immer DSDS, Dschungelcamp, Deutschlands Next Hungerhaken und eine dieser hirnverbrannten Realitysoaps erspart.

Zuletzt haben wir nur noch gewisse Tatorte und die Heute Show geschaut, die wird es auch weiterhin geben, aber Wiederholungen wie im Moment im Sommerloch geben wir uns nicht mehr, dass war früher auch anders.

Das Leben ist auch viel entspannter. Keine 20:15 Termine mehr, wir müssen keine Filme durchhalten und gehen fröhlicher ins Bett. Ein Abend mit Spiegel TV, Akte 0815 und ähnlichen Formaten kann einen schon im Angesicht der konzentrierten Schlechtigkeit dieser Welt, einer Depression nahe bringen. Oder viel schlimmer, die Einstellung zum Leben vor der Tür nachhaltig zum Negativen ändern.

Meine Pläne, die Antennen des Womos bequemer zu verlegen, beschränken sich nun nur noch auf die DAB-Antenne. Sollten wir mal Fernsehen schauen wird die DVB-T Antenne weiterhin durch das Fenster nach draußen gestellt und hinterher wieder eingeholt.

Scheiße, wir sind glücklich

Andreas

11 Kommentare zu “Fernsehkonsum – Bildstörung”

  1. KAi Dickas

    Hallo Andreas,

    du hast es auf den Punkt gebracht. Ich schaue schon lange kein Fernsehen mehr – ausgenommen hiervon, wahrscheinlich auf ewige Zeiten, ist der Tatort. 🙂
    Es entspricht schlicht nicht mehr meinem Nutzerverhalten mich vor ein Gerät zu setzen und zu hoffen, dass etwas gescheites läuft.
    Seit ich via Chromecast watchever von meinem Tablet direkt auf den TV streamen kann, hat es sich wirklich komplett erledigt.
    Ein anderer Faktor, den du ja auch angesprochen hast, ist die Zeit. Es gibt so viele tolle und interessante Dinge mit denen ich mich gerne beschäftige. Da bleibt für den Fernseher fast gar keine Zeit mehr.
    Wenn du dich übrigens wirklich mal mehr mit der Fotografie beschäftigen möchtest und Fragen dazu hast, kannst du dich gerne an mich wenden. Ich fotografiere schon eine ganze Weile. Es ist auf jeden Fall ein sehr schönes Hobby.

    LG KAi

    1. Andreas

      Ich werde darauf zurückkommen, für das nächste Projekt brauche ich gute Fotos 😉

      LG Andreas

      PS Antwort hat etwas gedauert, Du bist im Spam gelandet

  2. Robert

    So geht es auch mir. Seit ewigkeiten schaue ich kaum Fernsehen. Wenn gerade Zeit ist und wirklich nix anderes zu tun, dann schaue ich mal in die digitale Programzeitschrift. Läuft eine Doku auf meinen Lieblingssendern 3sat oder arte – dann wird die auch schon mal geschaut. Meine Antennen bescheinigen auch was ich für wichtig halte … die WLAN-antenne ist 15!!! mal so lang wie die DVB-T antenne 😎

    1. Andreas

      Das ist eines der nächsten Projekte, eine fette WLAN- und Mobilfunkantenne auf das Dach, dazu ein Router mit Sim-Kartenschacht, der mit 12 V können muss.

      Gruß
      Andreas

      1. Robert

        Als WLAN-radio würde ich Alfa Networks Tube-U (USB) empfehlen, oder falls es mit LAN sein soll dann die Mikrotik Groove. Antenne könnte dann ein omni oder eine panel ant. sein – siehe z.B. interprojekt.pl.
        Für UMTS/LTE wäre ein LTE MiFi router passend ( http://maxwireless.de/mobile-umts-router-mifi ) , und dann mit ext. Ant. von z.B. brennpunkt-srl.de shop.

  3. noch ein Markus

    nun ja, ein Abend mit Akte 0815 kann einen schon im Angesicht der konzentrierten Schlechtigkeit dieser Sendung einer Depression nahe bringen. 🙂

    habe trotzdem gerade den TV Halter im Womo umgebaut, die Liebste schaut halt gerne mal was.

  4. Brumbrum

    Ich hatte meinen letzten Fernseher 2009 und vermisse TV nicht. Gelegentlich schaue ich mir jedoch Reportagen auf Youtube o. Ä. an. Dann kann ich mir aber aussuchen, was ich gerne sehen möchte und wann. Der durchschnittliche tägliche Fernsehkonsum eines Deutschen soll im letzten Jahr 220 Minuten betragen haben. Sicherlich habe ich früher ähnlich viel Zeit vor der Glotze verbracht. Heute wüsste ich nicht mehr, wo ich diese 3 Stunden und 40 Minuten hernehmen soll.

  5. Dietmar

    Das Fernsehprogramm ist in der Tat mehr als traurig. Frech ist ja, dass wir dafür sogar noch Geld bezahlen (müssen).
    Ich weiß gar nicht, wie viele Bücher ich verschlungen habe, seit die Kiste aus leibt. Klar, nach einem anstrengendem Tag kann man sich mal mit leichter Kost berieseln lassen, aber das wars dann leider auch schon…

    Viele Grüße

    Didi

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