Der Omnia

Der Minibackofen für Unterwegs

Omnia – Was ist das überhaupt? Es ist auf jeden Fall kein Nightclub aus Las Vegas und auch keine niederländische Musikgruppe über die ich hier eine Zusammenfassung schreiben möchte. Auch wenn Google mir dieses als erstes anbietet!

Nein, es geht schlicht weg um unseren Minibackofen, der auch gerne als Camping- oder Freitzeitbackofen bezeichnet wird. Eben das Teil, mit dem wir unsere leckeren Mahlzeiten, Kuchen, Brot und Kekse machen.

Sagte man früher Miniofen oder Dosenofen dazu, hat er heute einen Namen: Omnia, er kommt aus Schweden und dort ist er schon seit über 30 Jahren bekannt.

Man kann ihn auf Gasherden, Spirituskochern oder elektrischen Herdplatten nutzen, die Handhabung ist absolut einfach.
Sein geringes Gewicht (unter 1 kg) macht ihn überall dort zur perfekten Lösung, wo kein normaler Backofen bzw. Strom vorhanden ist. Dies wäre z.B. im Wohnwagen, Wohnmobil, Boot, Zelt oder auch in Freizeithäusern.

Wie sieht er aus?

Der Omnia ist immer 3-teilig und muss auch so genutzt werden!

  • Unterteil aus rostfreiem Stahl
    Kommt Wasser in dieses Unterteil? Eine Frage, die uns schon öfters gestellt wurde: Nein
  • Backform aus Aluminium
  • Deckel aus Aluminium mit Knopf
  • Durchmesser 25 cm, Volumen der Form 2,0 L und Höhe 7 cm, totale „Gebrauchshöhe“ inklusive Knopf 14 cm, Gewicht ca. 0,5 kg.

Bitte beachten!
Es gibt 2 unterschiedliche Unterteile für den Omnia:

  • Schwarz (emailliert) – Er darf nicht auf ein Ceranfeld bzw. Glaskeramikherd, da die Emaille die Herdfläche zerstören könnte (Hinweis von Omnia direkt!)
  • Silber – auch für Ceranfelder geeignet

Das Unterteil ist aus Stahl und nicht magnetisch. Daher nicht für Induktionsgeräte geeignet!

Omnia

Wie funktioniert der Omnia?

Wenn der Omnia auf den Herd gesetzt wird, wird mittels der Wärme das Unterteil erhitzt (Unterhitze) und durch das Loch in der Backform zusätzlich nach oben geleitet wo sie auf den Deckel trifft. Dadurch entsteht die Oberhitze. Am Deckel selbst gibt es noch Ventilationslöcher. Den genauen Vorgang kann man sich auf der Website des Herstellers ansehen.

Der Omnia und Zubehör

Was solltest du bei der Nutzung des Omnias beachten?

Bewährtes zum Vorbereiten der Form, damit nichts anbrennt bzw. anbackt:

  • Die Form (Innen!) mit Öl einreiben und anschließend mit Semmelbröseln bestreuen (Meine bevorzugte Methode)
  • Backtrennmittel* statt Öl nutzen. Dies kann man fertig in Drogerien kaufen oder selbst nach Anleitungen aus dem Netz herstellen.
  • Dauerbackfolie* – 1x zurecht geschnitten, kann sie immer wieder verwendet werden, kurz abwischen – Fertig! (Nutze ich sehr gerne auf dem Gitter z.B. für Kekse)
  • Backpapier: Nass machen, ausdrücken und die Form damit auslegen
  • Silikonform: Nimmt Gerüche an, daher lieber jeweils eine für Kuchen und eine für Aufläufe nutzen (Hier gebe ich nur gelesenes weiter, denn ich persönlich mag kein Silikon und nutze es daher auch nicht)

Reinigung

Der Omnia darf nicht in die Spülmaschine

  • Kaltes Wasser: einfach einweichen – Reicht vollkommen aus!
  • Mit weichem Schwamm ausreiben – keine Topfkratzer oder ähnliches verwenden
  • Spülmaschinentabs : Auf keinen Fall! Viel zu scharf, das Aluminium der Form reagiert damit!
  • Backofenreiniger finden einige gut, ich fand es nie nötig
  • Achtung! Mit Spüli über Nacht eingeweicht stehen lassen – lässt im Aluminium dunkle Flecken zurück!

Wie viel passt rein? Für wie viele Personen reicht er aus?

Eine häufig gestellte Frage, die immer sehr schwer zu beantworten sind. Wir sind zu Zweit:

  • Bei einem Auflauf reichen uns 250 Gramm Nudeln mit weiteren Zutaten und die gehen auch problemlos in den Omnia rein.
  • Bei einer Quiche hatte ich mit den Zutaten bisher nie Probleme und es werden locker 3 Leute davon satt. Wir heben uns meist die 3. Portion für den nächsten Tag als kleinen Snack auf
  • Mein Käsekuchen mit 500 g Quark und 7 Eiern wächst gerne mal über den Rand hinaus – stört aber keinen und er ist Mega lecker!
  • Fertige Kuchenbackmischungen passen problemlos
  • Brotbackmischungen (für 1 Brot) passen ebenfalls problemlos

Die richtige Temperatur:

Hier hilft wirklich nur der Rat: Testen, testen, testen! Jeder Herd bzw. Feuerstelle ist tatsächlich anders und wer zu Hause auf dem Herd geübt hat, wird im Wohnmobil feststellen, daß das alles nicht mehr so funktioniert. Bei uns hat es sich z.B. bewährt, den Omnia anfangs NICHT 5 Minuten auf voller (Gas-) Flamme hoch zu heizen, sondern nur 2 Minuten und ihn dann auf fast kleinster Stufe weiter laufen zu lassen. Dies entspricht ungefähr 160 Grad bis 170 Grad. Mittlerweile können wir schon ganz gut am Geruch erkennen, ob das Essen fertig ist oder noch 5 Minuten braucht….
Wer sich nicht sicher ist, kann sich auch ein Thermometer* in den Omnia-Deckel schrauben. Denn Vorsicht: Den Deckel sollte man nicht ständig öffnen, da sonst die ganze Hitze entweicht!

Was kann man alles im Omnia zubereiten?

Eigentlich fast alles. Manchmal muss man etwas kreativ sein, um die der runden Form wegen geschuldeten Einschränkungen austricksen zu können. Hier eine kleine Aufstellung über die Gerichte, welche wir gerne essen und darin machen:

  • Aufläufe
  • Blätterteig
  • Brot und Brötchen
  • Kekse
  • Kuchen
  • Pasteten
  • Pizza
  • Quiche

Ich habe auch schon gelesen, dass einige Nutzer Backofen-Pommes darin zubereiten. Die Garzeit soll ca. 45 Minuten auf kleinster Flamme betragen. Wir haben dies noch nicht getestet, da wir lieber selbstgemachte Rissolées aus der Pfanne essen.

Fazit

Ein Leben ohne Omnia ist möglich, aber völlig sinnlos.
Er ist die perfekte Ergänzung zu Pfanne, Topf und Grill und für uns der perfekte Ersatz für einen kleinen Backofen, der mit Strom oder Gas betrieben wird.
Ganz klar muss man jedoch sagen:
Der Omnia sieht nach vier Jahren im Dauereinsatz auf keinen Fall mehr neuwertig aus. Er hat reichlich Dellen (Patina) abbekommen, die uns jedoch nicht weiter stören.
Er eignet sich perfekt für zwei Personen, die nach einem Auflauf auch satt sein wollen. Bei einem Haushalt mit vier Personen sollte ein zweiter Omnia mitreisen, die sich recht gut ineinander stapeln lassen. Alternativ könnte noch ein zusätzlicher Salat den Hunger stillen.

Weitere Infos:

Nach ein bisschen Recherche im Netz habe ich gesehen, dass es die Art dieses Backofens auch in anderen Ländern gibt oder so ähnlich gab. Die Ausführungen und Namen unterscheiden sich natürlich, hier ein paar Beispiele:
– Israel: Wonder Pot
– Italien: Pentalux Versilia Backtopf mit Bakelit-Griffen*
– Niederlande: Wonderpan
– Deutschland: Frauenstolz D.R.G.M.(1932/33) eine Aluminiumform mit Glaseinsatz (Jenaer Glas) im Deckel
– Indonesien: Orchid Baking Pan

Bei weiteren Fragen oder Anregungen: Schreib uns!

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