Werkstatt

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Neue Vorderachse – Zwei Tage in Berlin

Das wäre dann auch endlich geschafft. Die Vorderachse ist getauscht und damit wäre das Fahrwerk komplett. Dies war nötig, weil die Achsschenkelbolzen ausgeschlagen waren. Der schnellste Weg dies zu reparieren ist der Austausch der kompletten Achse. Natürlich hätte man die Nadellager auch einpressen lassen können, aber dies hieße ausbauen, wegbringen zum einpressen, warten und wieder abholen. Deswegen hat Oldtimerteile Köpenick revidierte Achsen auf Lager.

Austausch der Vorderachse

Vorderachse

Demontiert war alles schnell, schon knapp zwei Stunden später hatte das Fahrzeug keine Vorderachse mehr. Danach konnte sofort die neue Vorderachse montiert werden. Der reine Austausch hätte kaum einen halben Tag benötigt. Soweit so gut, aber …

Machen wir es gleich mit

Spurstangenköpfe

Die Spurstangenköpfe waren auch nicht mehr die Besten. Ein paar tausend Kilometer wären noch möglich gewesen, aber wenn schon alles demontiert ist, machen wir es gleich richtig. Die Spurstange musste so wie so runter. Die Stabigummis waren ebenfalls durch und wurden ersetzt.

Stabigummis

Nebenbei habe ich den dröhnenden Auspufftopf durch das Original von Mercedes ersetzt. Welch eine Wohltat, das unangenehme Brummen ist Geschichte. Und ein weiterer positiver Nebeneffekt hat sich eingestellt, das Wohnmobil zieht wesentlich besser und lässt sich schaltfauler fahren.
Ich habe mir dann gleich die Fettpresse reichen lassen und die Kardanwelle abgeschmiert. Wenn ich schon unter dem Auto liege, soll es sich auch lohnen.

Unvorhergesehenes

Bremsbeläge

Als die Bremstrommeln runter waren, offenbarte sich Pfusch. Die Bremsbeläge wurden irgendwann unsachgemäß aufgenietet. Dies zeigte sich in Rissen und Bruchstellen. Irgendwann wäre eine Ecke der Bremsbeläge in die Trommel gefallen. Wir beschlossen kein Risiko einzugehen und entschieden uns für den Austausch. Ansonsten waren die Bremsen in einem Topzustand und sind wohl vor gar nicht langer Zeit komplett überholt worden.

Das Auto wäre vorgestern fertig gewesen, wenn nicht Mercedes die falschen Bremsbeläge geliefert hätte. 12 mm Dicke hat nicht einmal die 2. Reparaturstufe, also wenn die Trommel zum zweiten Mal ausgedreht worden wäre. Wir brauchten das Original, 10 mm. Aber Alexis konnte auf die Schnelle noch die richtigen Beläge besorgen und sie aufnieten lassen.

Es war wieder klasse bei Christine und Alexis von Oldtimerteile Köpenick. Die Beiden haben sich ein Bein ausgerissen, um die Probleme mit den Bremsbelägen zu lösen. Denn eigentlich hieß es erst, dass die Beläge mehrere Tage Lieferzeit hätten. Aber die Hartnäckigkeit der Zwei hat sich ausgezahlt.
Vielen Dank für die tolle Arbeit und das Geschenk 🙂

Und? Wie fährt er sich?

Ein Neuwagen! Er fährt sich wesentlich angenehmer und entspannter. Das Fahrzeug hält die Spur und reagiert nicht mehr so heftig auf überholende LKWs.

Und nun fahren wir ohne Planung in einer Woche in die Eifel.

Unterschrift Andreas

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