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Pfälzer Wald

Andreas nennt es: „Fernab der Zivilisation“, ich nenne es „Am Arsch der Welt“ – wir sind im Pfälzer Wald.

OK, ich bin jetzt unfair, denn eigentlich wollte ich es so und nicht anders. Aber von vorne: Freitag mittag bin ich um 14.00 Uhr von Andreas abgeholt worden.

Danach fuhren wir nach Frankreich um beim Super U leckeres essen einzukaufen und dann ging es weiter in den Pfälzer Wald. Nach kurzem Mittagsbubu bin ich erst um 17.30 Uhr aufgestanden also Stellplatz und Empfang gesucht – Fussball Frankreich:Deutschland schauen – muss man ja gesehen haben. Nach dem Spiel (es regnete während der Übertragung) gab es die leckeren Steaks aus Frankreich. Ich den Monster Lappen – da es bei mir ja immer blutig sein muss 😀
Unser Stellplatz liegt am Bahnhöfle in Busenberg. Am nächsten Morgen um 11.01 haben wir dem Zug zugesehen, der tatsächlich genau an uns vorbeifährt. Danach haben wir in Ruhe zusammengepackt und sind weitergefahren. Der Pfälzer Wald ist der Hammer: Tote Hose, kein Empfang, kein GPS. Auf einem Waldparkplatz irgendwo im nirgendwo haben wir unser Mittagsschläfchen gehalten. Es war herrlich – scheiss Wetter und somit kein Spaziergänger. Am frühen Abend hörte es auf zu regnen – wir also mal kurz in den Wald und dort 3 kleine Teiche gefunden.
Beim ersten – Frösche wohin man sieht. Toll. Andreas hat auch kleine Fische gesehen, also zurück, die Kamera holen. Am Womo angekommen ruft Andreas auf einmal: Was macht denn der Vogel da drin? Ich dachte echt der verarscht mich. Also vorsichtig rein und: KEIN Vogel zu sehen. Ich war immer noch der Meinung der spinnt, als es auf einmal aus dem Alkoven piepste und der Vogel quer durchflog. Mein Mann, der Tierflüsterer hat den armen Winzling dann durch das Fenster in der Heckgruppe rausgelassen. Schnell noch die Vogelscheisse vom Schrank gewischt, die Kamera geschnappt und ab zum Teich.
Beim ersten haben wir noch ein bischen die Mini-Frösche bewundert und Andreas wollte aus der Nähe die Fische fotografieren. Dabei ist er versumpft und ich bekam einen Lachkrampf. Ich musste wirklich so lachen, Hilfe hätte ich echt nicht anbieten können. Frustriert stapfte er dann zum zweiten Teich, wo er  sich dann sauber gemacht hat, während ich immer noch lachen musste. Aber er hat es mit Humor genommen, ich glaube, ich wäre eher ausgeflippt. Eigentlich wollten wir dann wieder zurück – aber der dritte Teich sollte es nun auch noch sein. Dort hätte es auch eine Bank gegeben – aber: Überall schrie es: „Essen kommt“ und wenn sich einer erinnert, wie ich über die Stechmücken geschimpft habe, dann wollt ihr nicht wissen, was ich von den Bremsen halte. So schnell sind Andreas und ich noch nie aus dem Wald gerannt! Die Nacht haben wir trotzdem auf dem Parkplatz verbracht. Mit lecker Abendbrot, Wein, Kartenspielen und dem „Axtmörder“. Was man sich so alles ausdenkt, wenn man nicht mal einen Radiosender empfängt…… Heute morgen sind wir dann zum Teufelstisch weitergefahren. Tolles Teil, meine Kondition zum Thema Aufstieg ist wirklich jämmerlich, reden wir besser nicht darüber. Habe für unseren Sohn noch 3 Steine gesammelt, diese fein säuberlich in eine Papiertüte gepackt und beschriftet. Mal sehen, ob der angehende Geowissenschaftler was damit anfangen kann 😀 Danach – wir haben ja schließlich Urlaub, ging es wieder zurück nach Busenberg – also zu den Bahngleisen.

Eben fuhr der Zug hier vorbei und hat für uns extra nochmals gehubt. Geil, ich bin beinahe vom Sitz gefallen…. Wenigstens hatte der Schaffner was zu grinsen…

Bye, bye Claudia