Beilagen   Kartoffeln

Pommes Frites im Wohnmobil

Pommes Frites

Das Kochen im Wohnmobil ist mitunter eine Herausforderung. So funktionieren einige normale Vorgehensweisen nicht oder sind unpraktisch. Ich muss eine Alternative finden. So ein Fall waren immer Pommes Frites.

Pommes Frites sind einfach hin und wieder ein Muss. Das mit dem Fett, Acrylamid oder anderen Monstern ist uns klar, die „Ernährungsberater“ hatten wir schon auf Facebook. Das Leben ist halt gefährlich und wird sogar richtig gefährlich, wenn Claudia keine Pommes bekommt.

Abgesehen davon, Currywurst mit Kartoffelbrei?

Das Problem

Aber wie kann ich denn nun im Wohnmobil die bestmöglichen Pommes machen und dabei die Ölmenge erheblich reduzieren? Ich will keine fettarmen Pommes machen. Ich möchte weniger Öl verwenden, weil das im Wohnmobil praktikabler ist.

Kommt oben auffe Pommes noch wat bei?

Mit einer Fritteuse sind gute Pommes Frites schnell gemacht. In gutem Öl, am geilsten ist Erdnussöl, werden die Kartoffeln zweimal frittiert, einmal bei 130 °C und ein zweites Mal bei 170 °C. So wird die beliebte Beilage außen kross und innen schön cremig. Eine Fritteuse brauche ich nicht, denn ich könnte auch unseren großen Topf nehmen, ihn mit zwei bis zweieinhalb Liter Öl befüllen und frittieren. Für die Temperaturkontrolle benutze ich immer unseren digitalen Thermometer von WMF Werbung. Das große Problem ist die Aufbewahrung und die Entsorgung des Öls, wohin damit? Im Winter ist die Lagerung kein Problem, aber im Sommer ist es viel zu warm.

Die Lösung

Die Lösung lautet vorkochen und darauf brachte mich der Koch Björn Freitag in einer der Folgen von „Lecker an Bord„. Richtig, ich koche die fertig geschnittenen Kartoffeln 10 Minuten in Salzwasser vor. Die Stärke, die sich beim Kochen um die Kartoffel legt, macht sie beim anschließenden frittieren kross. Die Pommes kommen nach dem Kochen gut abgetropft in eine 28er Pfanne mit 170 °C heißem Öl, das etwa 1cm hoch in der Pfanne steht.

Gefährlich
Bitte nicht die Kartoffeln direkt vom Topf in das Fett schütten. Die Wasserreste und das Fett, du weißt schon, nicht gut. Ich stelle den Topf noch einmal kurz auf den heißen Herd, lasse das Wasser verdampfen. Anschließend hebe ich die Kartoffeln mit einer Schaumkelle in das heiße Fett. Übrigens, so ein Fettbrand-Feuerlöscher Werbung in der Nähe schadet nie.

Aber zurück zu den Pommes. Jetzt erst einmal die Ruhe bewahren. Alles brutzeln lassen ohne irgendetwas zu bewegen. Hin und wieder mal an einer Pommes schauen, ob die Bräunung beginnt. Jetzt kannst du anfangen die Kartoffeln zu wenden.

Wenn dir der Bräunungsgrad und die Knackigkeit gefällt, kommen die Pommes in eine Schüssel. Gewürzt wird mit Salz und edelsüßem Paprika.

Ergebnis

Die Pommes werden wirklich gut (Claudias Wertung: 9 von 10) und es bleibt nicht viel Fett übrig. Ein komplettes Bad in Öl macht sicher noch bessere Pommes, aber das Ergebnis ist mehr als genial und macht uns glücklich.

Resteverwertung

Das verbliebene Öl in der Pfanne geht durch ein feines Sieb in ein Glas. Wir benutzen es anschließend für den Omnia (Für die Nummer mit dem Einfetten und den Semmelbröseln), Bratkartoffeln oder Rissollées.

Tipps für bessere Pommes Frites

Pommes Frites

Wir finden, gute Pommes müssen dick sein, so wie in Belgien oder den Niederlanden. Die Dicken sind im übrigen auch die gesünderen Pommes. Weniger Fett und weniger Acrylamid.

Zweimal frittieren, wie schon erwähnt, macht die Pommes auch besser, dass gilt auch für Tiefkühl-Ware.

Ich lege immer noch ein Blatt Haushaltspapier in die Schüssel, wenn ich die Pommes aus der Pfanne hole, dass nimmt noch einmal etwas Fett auf.

Und wenn du die Temperatur des Fettes unter 180 °C hältst, vermeidest du zusätzlich die drastische Erhöhung der Acrylamidbildung. Das Fett in einer Fritteuse hält sich dann auch länger.

Reisetipp
Wenn du auf Currywurst stehst, dann fahre doch mal am 31. Januar 2020 zum Festival der Currywurst nach Neuwied. Bis zum 02. Februar gibt es dort Currywurst in allen erdenklichen und nicht für möglich gehaltenen Variationen.

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