Sponsored Posts

14qm Lifestyle

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Warum es auf 14qm keine „Sponsored Posts“ gibt

Wir möchten mit unserem Blog Geld verdienen, dass steht außer Frage, aber nicht um jeden Preis. Eine Grenze sind Sponsored Posts, die wird es bei uns nicht geben. Warum wir keine bezahlten Beiträge schreiben, erfährst du in diesem Artikel.


Wir werden auch weiterhin die nicht wenigen Angebote bezahlter Beiträge, sei es in Form von Geld oder Ware, ablehnen und bewusst auf diese Einnahmen verzichten. Die Versuchung ist schon groß, denn diese Form der Posts bedeuten ja auch Geld für die Haushaltskasse, aber ist es uns das wirklich wert? Nein, wir sind nicht unseren Weg gegangen, um uns für Geld verbiegen zu müssen.

Mir wurde das Produkt XY zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meinen Text„.

So oder ähnlich steht es unter den meisten Sponsored Post, garniert mit dem Hinweis „Werbung“ am Anfang des Artikels. Ja sicher doch, der Kunde drückt dem Blogger Kohle in die Hand und schreit „Schlag mich“. Ich will damit ausdrücken, dass das Ergebnis dieses „Testberichtes“ von Anfang an feststeht, denn der Kunde erwartet Werbung und zwar positive Werbung.

Der Autor erweckt beim Leser zudem den Eindruck, dass er die Möglichkeit gehabt hätte, einen Text mit einer negativen Bewerbung zu schreiben. Das sehe ich aber anders, denn kein Kunde zahlt doch für einen negativen Bericht.

Die Texte und Inhalte dieser Beiträge dazu sind oft derart absurd, dass schrammt manchmal schon hart an der Satire vorbei.

Die nächste Frage die sich uns stellt, ist die Frage nach der Objektivität. Wie viel Augen bin ich bereit zu zudrücken, um zu einem für den Hersteller positiven Ergebnis zu kommen. Grenzen verschieben sich, wenn das Loch im Portemonnaie größer wird.

Es geht aber noch schlimmer, nämlich wenn ich einen kompletten Text lese und am Ende einen Disclaimer präsentiert bekomme, in dem steht, dass man das Produkt für einen Langzeittest zur Verfügung gestellt bekommen hat. Leute, das ist Verarschung, hätte vorher Werbung da gestanden, hätte ich mir die Zeit sparen können.

Keine Sponsored Posts – unsere Freiheit

Wir investieren unsere Arbeitszeit lieber in Langfristigkeit, denn Sponsored Posts sind eine einmalige Sache mit viel Aufwand. Um ein dauerhaftes Einkommen generieren zu können, müsste ich immer wieder neue Sponsored Posts schreiben und irgendwann auch meine eigentliche Nische verlassen müssen. Wir würden mit einem Sponsored Post zwar einmalig mehr Geld verdienen, aber über die Zeit gesehen wird das Affiliate-Marketing über Jahre regelmäßige Einnahmen generieren. Auf die Dauer werden die Einnahmen dann höher sein.

Unabhängigkeit

Es passt nicht zu uns. Wir haben diese Form des Lebens gewählt, um mehr Freiheit zu genießen, fern von irgendwelchen Zwängen. Diese Freiheit wollen wir auch auf unserem Blog haben. Wir können schreiben, ohne Rücksicht auf vielleicht zukünftige Kunden oder Kooperationspartner nehmen zu müssen. Schon die Idee Sponsored Post schreiben zu wollen, hat meiner Meinung nach Auswirkungen auf den Blog. Die Braut, also der Blog, sollte ja möglichst ohne Ecken und Kanten sein.

Weniger Stress

Ihr habt wirklich den Knall nicht mehr gehört!
Sponsored Posts erfordern viel Arbeit und Kontakt mit dem Kunden. Der Preis muss verhandelt werden, die Rahmenbedingungen abgesteckt werden und unter Umständen muss der Artikel geändert werden, wenn er dem Auftraggeber nicht gefällt. Aber oftmals stellt sich auch einfach die Frage was da verhandelt werden soll, viele Kunden wollen Blogger möglichst preiswert abspeisen.

80% aller Anfragen sind der letzte Müll. Das sind Massenmails, die teilweise selbst von mittelständischen Unternehmen raus gehauen werden. Oft ohne jeglichen thematischen Bezug zu unserem Blog und teilweise sogar mit fehlenden Impressum in der Mail. Ab in den Müll und fertig. Ich habe einfach keine Lust mehr mich auf Diskussionen einzulassen, dass ich doch bitte die Kennzeichnung „Werbung“ (Verstoß gegen den Schleichwerbungsparagraphen“ §58 RStV) weglassen muss und gegen die Google Richtlinien verstoßen soll und den Link nicht auf „nofollow“ stellen darf. Für 100 € soll ich irgendeinem „bekannten“ Kunden meine Zeit und meine Reichweite zur Verfügung stellen und gleichzeitig eine Abmahnung riskieren und mich bei Google unbeliebt machen. Ihr habt wirklich den Knall nicht mehr gehört!

Die komplette Kommunikation ersparen wir uns, nur noch in den seltensten Fällen antworten wir überhaupt noch auf die Anfragen.

Social Media

Wir müssen keinen Likes hinterher rennen oder uns auf Facebook, Twitter oder Instagram verbiegen, weil die Zahl der Likes und Follower oft die Höhe der Bezahlung bestimmt, dies ist beim Affiliate Marketing irrelevant. Und eines ist auch ganz klar, für Likes und Follower werden wir nie auch nur einen Cent bezahlen.

Das sind unsere Alternativen

Affiliate Marketing

Beim Affiliate-Marketing stehen die Provisionen fest und vom Händler wirst du so gut wie nichts hören. Es ist keine Kommunikation nötig und hier muss auch nichts verhandelt werden. Und noch so ganz nebenbei, wir haben auch überhaupt keine Lust bei Herstellern um Produkte zu bitten, dass liegt uns einfach nicht. Bei Amazon wissen wir heute schon, wie viel wir in zwei Monaten überwiesen bekommen.

Affiliate bietet uns genau diese Möglichkeiten. Wir wollen uns nicht verbiegen, unsere Unabhängigkeit aufgeben und wir wollen unabhängig von Herstellern sein. Wir können nach Belieben Produkte austauschen, wenn ein besseres Produkt auf den Markt kommt oder uns die Geschäftspolitik eines Unternehmens nicht gefällt. Wir können völlig neutral sein, auch weil die Provisionen nicht Herstellerabhängig, sondern von Produktgruppen abhängig sind. Egal ob wir Hersteller A oder B empfehlen, die Provision bleibt gleich.

Bezahlung auf freiwilliger Basis

PayPal, Dieselkasse oder besser die Bezahlung auf freiwilliger Basis finde ich eine elegante Lösung. Es ist die Möglichkeit für den Leser seine Wertschätzung für unsere Arbeit auszudrücken oder sich für eine Hilfe erkenntlich zu zeigen. Die taz macht es zum Beispiel ebenfalls so und deren Erklärung dazu kann ich voll unterstützen.
Selena und Marc von Whatabus bezeichneten diese Form der Bezahlung in einem Beitrag als Bettelei, als peinlich und total daneben. Auf der einen Seite fand ich die Wortwahl und den folgenden Satz mit den Vanlife-Idolen nicht in Ordnung und zum Anderen finde ich es einfach zu kurz gedacht.
Ich kann eine Paywall aufstellen und x € im Monat verlangen, ich kann ein Plugin installieren und dem Leser solange den Zutritt zur Seite verwehren bis er den Adblocker ausgeschaltet hat, das ist alles ok. Wenn ich aber auf diese Möglichkeiten verzichte und die Möglichkeit der freiwilligen Bezahlung anbiete, dann soll das Bettelei sein? Machen wir es noch konkreter, seit der Veröffentlichung der Seite zu Thetford-Toilette haben wir mit Sicherheit ein gutes Dutzend Toiletten per Mail oder Chat repariert. Uns werden Mails geschrieben, wir werden per Whatsapp oder Facebook kontaktiert und in einem Fall sogar Abends angerufen. Wir haben eine Leistung erbracht, die Toilette funktioniert wieder. Wir haben das Wissen, das jemanden geholfen hat, müssen wir uns dann als Bettler beschimpfen lassen nur weil die Gegenleistung freiwillig erfolgen kann?

In anderen Länder funktioniert das teilweise recht gut, in Deutschland eher schlecht bis mäßig. Hier zu Lande herrscht noch eher die Meinung, dass ein Blogger gute Berichte schreiben darf, schöne Fotos machen soll und all die Fragen beantworten soll. Nur verdienen darf er nichts.

Eigene Produkte

Die werden hoffentlich irgendwann kommen, Ideen habe ich, aber ich komme irgendwie nicht aus dem Quark.

Und was ist mit Werbung?

Im übrigen gilt das Gleiche für Werbung. Wir schalten keine Werbung mittels Google Adsense. In den meisten Browsern mit Adblocker ist diese Form der Werbung eh nicht zu sehen und erscheint nur auf dem Smartphone und dem Tablet, also dort, wo ich es am wenigsten sehen will. Und die Seite zu sperren, bis du den Adblocker ausgeschaltet hast, tun wir dir bestimmt nicht an.

Wir sind bereit, uns für diese Freiheit einzuschränken oder auch mal arbeiten zu gehen. Im Gegenzug können wir Inhalte schreiben, die uns zu 100% interessieren und hinter denen wir stehen können.  Und so soll es bleiben.

Und so gibt es bei uns auch keine Karten mehr für den Caravan Salon zu gewinnen, was ja letztendlich auch eine Form der Werbung ist. Und der Anbieter hält es für selbstverständlich, dass ich seine Ziele kostenlos unterstütze. Nein, die Art und Weise, wie für neue Camper geworben wird, gefällt uns nicht und wir sehen die seit Jahren zweistelligen Zuwachsraten sehr kritisch.

Aber ganz zum Schluss noch ein Satz. Das ist die Erklärung für unsere Entscheidung, für unseren Blog, mehr nicht.

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