Stellplatz Thügersheim
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Thüngersheim, Würzburg und die Erkenntnis

von Andreas

Thüngersheim

Thüngersheim

Und nun machen wir einen Zeitsprung und springen zwischen Mellrichstadt und Reichelsheim. Dazwischen lag die laute Nacht auf dem kostenlosen Stellplatz in Thüngersheim und ein Besuch in Würzburg. Der Stellplatz liegt beim Freibad am Main, ist eigentlich für 10 Wohnmobile gedacht, aber es waren etwa zwanzig. Jetzt haben wir uns die Plätze allerdings nicht geteilt, sondern uns nur ausgebreitet. Im Freibad war nämlich nichts los.
Der Stellplatz hat ein klitzekleines Problem, nämlich eine Bahnstrecke, die zwischen dem Stellplatz und Thüngersheim liegt, etwa 100 m entfernt. Eine Museumsbahn fährt dort nicht, aber Güterzüge im Minutentakt. Irgendwann schläft man auch unter dem Getöse der Züge ein. Am nächsten Morgen waren wir allerdings der Meinung, dass die Strecke in der Nacht verlegt wurde und wir mehrfach vom Zug überrollt wurden. Teilweise konnten wir unser eigenes Wort nicht mehr verstehen.
Ein weiteres Problem war ein Nachbar und sein Radio. Gegen laute Musik habe ich nichts einzuwenden, aber gegen die Art der Musik schon. Einer dauernden Beschallung mit Schlager bin ich psychisch nicht gewachsen. Bevor ich mir nun mit der Keule aus meiner Höhle komme und das Radio auf magische Weise verstummen lasse, sind wir lieber nach Würzburg aufgebrochen.

Würzburg

Würzburg

Der Stellplatz war schnell erreicht, er lag direkt neben unserer Fahrtstrecke und wir waren begeistert. Ein Großparkplatz für Autos und Busse am Main, gegenüber einer Fabrik, die eine sehr unangenehme Geräuschkulisse erzeugte.
Die Räder wurden startbereit gemacht und es ging in die Innenstadt. Es wurde aber ziemlich schnell klar, das wir beide keinen Bock auf diesen Trubel hatten. Es war uns alles zu voll und zu hektisch. Und so bummelten wir durch ein paar Gassen, hatten viel Spaß im Dampfershop „Maindampf“ und fuhren wieder zum Wohnmobil.

Notiz an uns!

Großstädte brauchen wir im Moment nicht wirklich. Uns lockt zur Zeit nur die Natur und die Ruhe.

Wir verließen Würzburg über die B 27 und machten uns Richtung Michelstadt. Die Fahrt wurde durch zwei sehr weitläufige Umleitungen (über 40 km Umweg) und einer Sperrung der B 27 bei Buchen wegen eines schweren Verkehrsunfall erheblich verlängert. Glücklicherweise waren wir vorher einkaufen, sonst wären wir direkt zum Unfallgeschehen gekommen und ich als Rettungsassistent wäre mit vier Schwerverletzten konfrontiert gewesen. Das gehört zu den Dingen, die ich nicht wirklich mehr brauche.

Den Rest kennt ihr, wir stehen bei Reichelsheim im Nichts und die Sonne scheint wieder.

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