Holzarbeiten, Kabel und mehr – Wohnmobil Optimierung 2017

Andreas
Wupper

Diese Zwangspause hat auch ihr Gutes, das Warten auf die Ersatzteile für unsere Bremsen nutzten wir sinnvoll aus. Wir starteten die Wohnmobil Optimierung 2017.


Über das Wetter breiten wir den Mantel des Schweigens aus, die wenigen sonnigen Momente nutzten wir unter anderem für einen Spaziergang mit Freunden an der Wupper.
Dafür konnten wir Aufgaben und Ideen abarbeiten, die teilweise schon lange auf unserer Liste standen. Viele der Ideen zur Wohnmobil Optimierung kamen uns auf unserem Roadtrip durch Frankreich. Den Anfang machte die unangenehmste Arbeit, das Abschleifen der Türfronten.

Türen abschleifen

Letztes Jahr hatten wir schon an den Fronten der Küche und im Flur den Lack von den Außenrahmen unserer Türen abgeschliffen. Die mangelnde Festigkeit des Lacks gegenüber Wasser ließ die lackierte Oberfläche recht schnell unansehnlich werden.
Nun haben wir auch noch den Kleiderschrank und die Klappen in der Hecksitzgruppe geschliffen. Neun Türen, bei denen überwiegend in Handarbeit die Holzoberfläche wieder zum Vorschein gebracht werden musste. Den letzten Feinschliff konnten wir mit einem Schwingschleifer erledigen. Abschließend wurde das Holz mit Osmo Dekorwachs* behandelt. Nun ist es endlich geschafft, alle 21 Fronten sind geschliffen.

Unseren Tisch in der Hecksitzgruppe haben wir ebenfalls abgeschliffen und neu mit dem Wachs behandelt. Hier zeigte sich ganz klar der Vorteil von Naturholz und Wachs. Diese Arbeit hat keine 30 Minuten in Anspruch genommen und der Tisch erstrahlt jetzt wieder in alter Frische, den Genuss von Rotwein kann uns nicht mehr nachgewiesen werden.

Noch mehr Holzarbeiten zur Wohnmobil Optimierung

Wir haben uns noch drei zusätzliche Aufbewahrungsmöglichkeiten gebaut. Wir wollen nicht mehr in das Auto packen, sondern vor allem Kleinteile besser sortieren können.
Schon in Frankreich hatte ich die Idee, das Tischbein besser zu nutzen. Das Schubladenelement* mit den Maßen 58 x 13 x 12 war genau das Richtige und wurde einfach an die Tischbeine geschraubt. Die Schubladen bewahren jetzt die Backzutaten, Kabel und verschiedene andere Kleinteile auf. Zwei Kugeln aus Holz und der Schnürsenkel eines ausgelatschten Wanderschuhes sorgen für die Transportsicherung.

Das für die nächsten Aufgaben benötigte Sperrholz, eine Platte von 120 x 60 cm, haben wir einfach mit dem Rad in einem 3 km entfernten Baumarkt geholt.

Am Kopfende des Tisches, unter dem Heckfenster, ist jetzt eine Box aus 6 mm Sperrholz, dort sind Kopfhörer, Smartphone, Tablet, aber auch Pfeffer und Salz verstaut. Und bevor sich auch hier Bedenkenträger melden, weil dieser Platz nur bei geschlossenem Fenster sicher sei, unsere Fensterunterkante befindet sich in 2,25 m Höhe!

Für den Platz über der Tafel im Flur entstand noch eine Art Obstkorb, ob dieser auf Dauer wegen der Höhe (Wärme steigt nach oben) funktioniert wissen wir nicht, ansonsten wird schon etwas anderes dort seinen Platz finden.

Endlich habe ich meinen Auszug

Im einem der oberen Schränke in der Küche habe ich Unterteilungen montiert, um der Durchmischung während der Fahrt Einhalt zu gebieten. Zum einen haben jetzt diverse Deckel ihren festen Platz und zum anderen dürfte das Knäckebrot nun vor der vollständigen Zerkleinerung geschützt sein.

Zu guter Letzt habe ich dem mittleren unteren Küchenschrank noch einen Auszug verpasst, damit können wir nun bequem von oben an unser Gemüse. Die Schublade ist genau auf Maß gebaut, sie verbreitert sich im hinteren Teil und nutzt jeden Zentimeter aus. Ich habe auf den Kauf von Vollauszügen verzichtet und den Auszug aus Holz gebaut. Die gekaufte Platte ist jetzt komplett verarbeitet.

Türklinke optimiert

Nach vier Jahren im Wohnmobil ist mir die grandiose Idee gekommen die griffungünstige Klinke der Eingangstür zu pimpen. Mit etwas Strandholz aus Südfrankreich, einen Dremel* und Geduld entstand ein Griff, der sich jetzt richtig greifen lässt und nicht mit nur zwei Fingern bedient werden kann. Funktion und Design mit Fundstücken für 0 €.

Warum wir damals alle Tür- und Klappeninnenflächen weiß lackiert haben, wissen wir auch nicht mehr. Wir fanden es immer optisch störend, dass die offene Tür weiß in die Landschaft leuchtet. Jetzt sind alle Klappen und die Eingangstür silber.

Kabeldurchführung Dach

VerteilerdoseDie Kabeldurchführung auf dem Dach war mir schon immer ein Dorn im Auge. Diese Durchführungen haben zwei entscheidende Nachteile, es passen nicht genug Kabel durch und wenn sie einmal verklebt sind, müssen neue Kabel warten.
Durch unsere Kabeldurchführung müssen einige Kabel: Zweimal Antennenkabel für LTE, Netzwerkkabel, DAB, UKW, Suchscheinwerfer hinten und vorne und die Kabel für die hochgesetzten Bremsleuchten. Die DVB-T Antenne habe ich entfernt, brauchen wir nicht mehr.
Meine Alternative für die gewöhnliche Dachdurchführung ist eine Außenverteilerdose mit IP65-Spezifikationen. Ich kann die Dose jederzeit öffnen und habe in der Dose Platz Verkabelungen vorzunehmen.

Erst einmal musste ich alle Kabel wieder entfernen, das Dach reinigen, schleifen und die Dose verkleben. Zusätzlich habe ich den Rand mit einer Naht versehen. Alle Kabeldurchführungen wurden noch einmal zusätzlich mit Resq-Tape* gesichert. Ein Gewitter ließ nicht lange auf sich warten und der Platzregen zeigte, dass die neue Kabeldurchführung dicht ist.

Abwasser Duschtank

Um die Entsorgung einfacher zu gestalten, habe ich den Entsorgungsschlauch für den in der Mitte des Fahrzeugs gelegenen Abwassertanks der Dusche nach hinten verlegt.

Dachluke repariert

Wohnmobil OptimierungBei unserer Dachluke im Alkoven, einer Fiamma Vent 50 x50 cm, haben wir nun zum zweiten Mal den Rahmen getauscht. Wieder waren die Zapfen für die Aussteller abgebrochen. Der erste Zapfen hat schon vor gut eineinhalb Jahren die Mitarbeit quittiert, aber damit konnten wir leben. Nun ist aber der Zweite abgebrochen und damit war die Luke nun unbrauchbar. Da wir seit dem letzten Austausch einen Ersatzrahmen in der Gegend herumfahren, haben wir auf den Austausch der Dachluke gegen ein Heki Midi* vorerst verzichtet. Der Austausch war in knapp einer Stunde erledigt, nur der Aussteller war nach der langen Zeit unauffindbar. Zum Glück gibt es den für knapp 4 € als Ersatzteil.

Gewichtsbalance

Wir haben uns hingesetzt und überlegt, wie wir das Gewicht der Ladung im Wohnmobil besser verteilen könnten. Wir konnten etwa 30 kg von der schwerer beladenden rechten Seite auf die linke Seite räumen. Davon konnten wir gute 24 kg unter den Schwerpunkt des Campers bringen.
Und noch einmal haben wir den Sinn vieler Dinge überdacht und sie anschließend verschenkt oder entsorgt. Hin und wieder wird dir die Entscheidung auch einfach abgenommen. Claudia war sich nicht sicher, ob sie sich von ihrer Lenkertasche trennen sollte. Ich hatte den Schraubenzieher schon in der Hand und sah, dass die Halterung mittlerweile so wie so schon gebrochen war.

Zugabe

Die Idee kam mir wie so oft im Bett, mein Gehirn kennt keine Pausen. Hinter dem Beifahrersitz hatten wir schon immer einen Stauraum für Schuhe. Vier Paar Schuhe konnten wir dort aufbewahren. Auf dem oberen Brett wurden die Schuhe einfach gestapelt, fielen dann aber auch gerne mal runter.
Ich habe einfach vier niedrige Trennwände montiert und nun passen alleine nur auf das obere Brett vier Paar Schuhe.
Die kleine Veränderung hat einen weiteren Vorteil, das komplette Staufach unten neben der Eingangstür kann für andere Zwecke verwendet werden.

Wohnmobil Optimierung 2017, eine gelungene Aktion

Die diesjährige Wohnmobil Optimierung hat viele Dinge einfach noch praktischer gemacht. Meine Idee, den kompletten unteren Küchenblock neu zu bauen, kann ich zu den Akten legen. Ich konnte meine wichtigsten Wünsche auch ohne Neubau realisieren und dabei die fantastischen Holzarbeiten des Erbauers erhalten.

Die Ersatzteile sind mittlerweile alle eingetroffen und Marco ist aus dem Urlaub zurück. Hoffen wir, dass die Reparatur der Bremsen ohne größere Überraschung über die Bühne geht und wir das Thema TÜV und H-Kennzeichen nächste Woche als erledigt betrachten können.

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6 Kommentare zu “Holzarbeiten, Kabel und mehr – Wohnmobil Optimierung 2017”

  1. Jürgen & Ellen

    Hallo Andreas und Claudia!
    Das hört sich ja nach richtig Arbeit an ! …immer am optimieren ! Wird ja bestimmt gut !
    Auch wir sind die letzen Monate bis hoch nach Dänemark getourt und haben auch in Deutschland wie jedes Jahr unsere notwendigen Arbeiten erledigt! Sowas geht dort auf jeden Fall besser als hier im heissem Süden!
    …das Wetter war allerdings auch mehr als bescheiden an Nord- und Ostsee! Nach interessanter Loire, Ardeche und Drome, jetzt wieder glücklich unten in Frankreich.
    Sind gespannt, wie es bei euch weitergeht!

    1. Andreas Reufenheuser

      Hi,

      ja, das Wetter war sehr bescheiden und das ist die freundliche Umschreibung.

      Es gibt ja immer etwas zu tun und auch immer wieder neue Ideen. Fertig wird man eigentlich nie.

      Bald geht es wieder weiter, lasst euch überraschen.

      Gruß
      Andreas

  2. Bernd

    Hallo Andreas,

    du schreibst was von Suchscheinwerfer hinten und vorne die Kabel gehen durch das Dach.
    Ich wollte hinten oben an der Dachkante Arbeitsscheinwerfer für die Rückfahrkamera machen.
    Da wollte ich mal wissen wie wie du das mit deinen Suchscheinwerfern gemacht hat.
    Kannst du mal sagen in welche Richtungen die leuchten und was das für LED Schweinwerfer sind.
    Hast da ein Schalter am Aramturenbrett ohne das der TÜV was von Rückfahrscheinwerfer sagen kann?
    Danke für dein Tipps.
    Gruß Bernd

      1. Bernd

        Hallo Andreas,

        danke für deinen Tip. Scheinwerfer gefällt mir. homogener Scheinwerferkegel für den nahen und mittleren Bereich.
        Werde mir sowas mal als LED suchen.
        Wo ist der Schweinwerfer denn vorn befestigt? Oben am Dach (Lampenbügel) oder unten an der Stoßstange.

        Gruß Bernd.

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