Geierlay – Deutschlands längste Hängeseilbrücke

Andreas
Geierlay

Wir haben wieder einen Punkt unserer doch sehr langen Wunschliste abgearbeitet und waren in Mörsdorf. Dort haben wir die Geierlay, Deutschlands längste Hängeseilbrücke besucht.

Geierlay

Geierlay Hängebrücke
Die Hängebrücke wurde erst am 3. Oktober 2015 eröffnet und wir waren der irrigen Annahme, dass der Ansturm an einem Freitag Nachmittag etwas weniger groß ausfallen würde. Allerdings wälzte sich doch eine ansehnliche Menschenmasse zur Brücke. Das Fotografieren hat immer etwas länger gedauert, weil ich Momente abwarten musste, an denen die Brücke nicht ganz so voll war.
Leider war auch das Wetter nicht ganz optimal, die versprochene Sonne wagte sich nur verschleiert zu zeigen.

Die Brücke ist beeindruckend. Sowohl der Blick auf, als auch von der Brücke ist atemberaubend. Das Bauwerk schaukelt in der Mitte beachtlich, herrlich. Und wir haben tatsächlich Menschen erlebt, die entweder nicht über die Brücke sind oder an denen kaum ein Vorbeikommen möglich war, weil sie sich links und rechts in die Drahtseile krallten.

Nerviges

Zum einen sind da die Hundebesitzer. Muss es wirklich sein, die Hunde über die Brücke zu schleifen, weil die partout nicht über dieses schaukelnde Objekt wollen?

Und zum anderen die Webcam. Es ist extrem nervtötend, wenn ständig Menschen am Brückeneingang stehen und fragend ins Handy brüllen, ob man sie jetzt auf der Webcam sehe. Durchaus auch schon mal begleitet mit einem Lehrgang zur Bedienung eines Browsers.

„Ich winke jetzt, in der anderen Hand habe ich das Handy, Siehst du mich?“

Und so geht das in einer Tour! Leute, eine Webcam ist dafür gedacht sich die Brücke im Internet mal anzuschauen, nicht um Verwandten oder Bekannten aktuelle Bilder zu liefern.

Und dann wären da noch Menschen, die meinen, dass das Starten von Papierfliegern eine wahnsinnig tolle Idee sei. In der Zeit, in der wir bei der Brücke waren, flogen mindestens 20 Papierflieger. Wie soll der Wald unter der Brücke in einem Jahr aussehen? Voller Papiermüll?

Fazit

Hängebrücke

Ein lohnenswertes Ausflugziel. Die beste Besuchszeit zum erleben und genießen ist wahrscheinlich ein grauer, verregneter und kalter Novembertag. Im Sommer wird man nur sagen können, dass man drüber ist. Der Ansturm wird wahrscheinlich gewaltig sein. Seit der Eröffnung vor knapp vier Wochen waren schon über 56000 Besucher hier.

Unterschrift Andreas

15 Kommentare zu “Geierlay – Deutschlands längste Hängeseilbrücke”

    1. Claudia

      An einem Freitag Vormittag hatten wir eigentlich nicht soooo viele erwartet 😀
      Wie es dort wohl Samstag oder Sonntag aussieht?

  1. Udo van Camper

    … wir haben tatsächlich Menschen erlebt, die entweder nicht über die Brücke sind oder an denen kaum ein Vorbeikommen möglich war, weil sie sich links und rechts in die Drahtseile krallten.

    Na, da bin ich aber froh, dass ich nicht alleine bin! Und ihr wollt auch noch überholen. Gibt es dort denn kein Überholverbot. Muß ich gleich mal ne Pedition vorbereiten. Am besten mit einer Abstimmung über die dortige Webcam. 🙂

      1. Udo van Camper

        Wie, da gibt es nur eine Spur!? Und keine Ausweichspuren? Dann müssen Wartezonen, Überholverbot und Portal-Ampeln her! Die Abstimmung darüber erfolgt mit roten und grünen Papierfliegern, die im Sichtbereich der Webcam gestartet werden müssen. Die Sammlung und Auszählung der Stimmen erfolgt durch die Ortsvereine der Parteien, die dieses Chaos auf der Brücke zu verantworten haben. Hallo, wir sind (in) Deutschland! Hier müssen sich alle schön brav an die Regeln halten! 🙂

          1. Udo van Camper

            Hallo Andreas,
            sorry, ich wollte ganz bestimmt nicht nerven! Okay, das Abstimmungsverfahren ist vielleicht nicht ganz umweltgerecht. 🙂 Aber ganz im Ernst: Wenn da 600 Leute darauf dürfen und überhaupt nichts geregelt ist, dann möchte ich nicht unter ihnen sein, wenn auf der Brücke Panik ausbricht, weil beispeilsweise ein paar „Klammeräffchen“, wie ich eines wäre, oder Hunde durchdrehen. Oder weil beispielsweise ein paar Scherzkekse auf/mit der Brücke La-Ola spielen. Da wäre es mir schon lieber, wenn ich die Brücke mit meiner Vertrauensperson am Sicherungsseil in einem kontrollierten Verfahren (Ampel, Überholverbot …) betreten/überqueren dürfte. 🙂
            Deshalb kann ich voll verstehen, dass Euch die genannten Disziplinlosigkeiten genervt haben. Gibt es eigentlich einen sicheren Fuß(rück)weg durchs Tal? 🙁
            LG, Udo

          2. Andreas

            Moin Udo,

            vielleicht solltest du erst einmal mit dem Besuch eines Kurpark am Sicherungsseil anfangen und dich dann steigern, vielleicht mit einer Treppe, aber erst einmal nur drei Stufen.

            Gruß
            Andreas

  2. Willi

    Bin um 9:15 heute morgen drüber. Da war sie noch schön leer. Bei meiner Rückkehr um 10:40 ging der Betrieb, trotz Nebel, los. Jetzt 16:00 ist „die Hölle“. Werde gleich nochmal dahin spazieren gehen.

    Ist die Brücke leer, kann man sehr gut die Umgebung beobachten, aber es wackelt fast nichts. Wenn sie voll ist, sinkt die Mitte um mehrere Meter hinunter. Bei Vollast (600 Personen) 5 Meter. Dann sind die Windabspannseile locker und es schwankt wie in einem Boot. Finde ich persönlich auch schön.

    1. Andreas

      Das Schaukeln gefällt uns auch 🙂

      Also immer noch Nebel im Hunsrück, sind deshalb am Samstag Richtung Norden, ab Blankenheim in der Eifel wolkenloser Himmel und sehr angenehme Temperaturen.

      Gruß
      Andreas

      1. Willi

        Der Nebel ist gegen Mittag verschwunden. Ab 13:00 war es, aufgrund geringen Windes, sogar warm.
        Beim Brückenbesuch am späten Nachmittag haben wir viele Bekannte aus der Umgebung getroffen. Anscheinend hat der Feiertag doch viele Einheimische zur Überquerung animiert.

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