Tierfotografie - Kleiber

Fotografie

Fotografie

Tierfotografie mit Fernsteuerung per Smartphone

In der Tierfotografie hat die Unsichtbarkeit der eigenen Person einen gewissen Vorteil. Ein großer Pluspunkt wäre eine Tarnkappe oder die Möglichkeit die Kamera mit dem Smartphone zu steuern.

Dieses Feature der Lumix GX80 habe ich endlich ausführlich getestet. Die Möglichkeiten der Fernbedienung sind weitreichend, denn es ist kein einfacher Fernauslöser.
Die Kamera lässt sich fast vollständig fernsteuern. Ich kann die Blende, die Belichtungszeit, die Meßmethode, den Weißbildabgleich, die Belichtungskorrektur, die ISO, den Fokusmodus, die Größe des Fokuspunktes einstellen und den Blitz steuern.
Ich kann auf 4K Serienbild oder auf normale Serienbilder inklusive Bracketing umschalten.
Sogar das Fokus-Peaking inklusive Lupe für die perfekte Schärfe funktioniert einwandfrei.

Ich kann mir die Bilder anschauen und kontrollieren. Die Verwendung eines Tablets statt eines Smartphone macht alles noch ein wenig komfortabler.

Kleiner Funfact am Rande, die App besitzt die Funktion Sprungschnappschuss mit variabler Empfindlichkeit. Ich könnte mir das Smartphone in die Hosentasche stecken, hochspringen und die Kamera macht ein Bild.

Wir haben ja Zeit

Wir haben im Moment viel Zeit. Diese Zeit kann ich nutzen um unter anderem die Push-Locks der Türen auseinander zu nehmen und zu reinigen. Ich kann aber auch das Naturschutzgebiet hinter unserem Auto beobachten, Vogelarten entdecken und versuchen diese mit Futter vor die Linse zu bekommen.

  • Kohlmeise – fotografiert
  • Blaumeise – fotografiert
  • Sumpfmeise – fotografiert
  • Schwanzmeise
  • Distelfinken
  • Buchfinken
  • Kleiber – fotografiert
  • Buntspecht – fotografiert
  • Zilpzalp
  • Gartenbaumläufer
  • Rotkehlchen – fotografiert
  • Bussard
  • Rotmilan
  • Amsel

Die Kamera stand zunächst auf einem Stativ, später habe ich die Kamera mit einem Gorillapod Werbung noch näher an die Futterstelle an einen Zaun gehängt.

Den Kugelkopf des Gorillapods habe ich im übrigen gegen einen Arca Swiss kompatiblen Kugelkopf Werbung getauscht, so kann ich für das Stativ, den Gorillapod und meine Quick Release Platte für den Gürtel oder Rucksack ein und dieselbe Platte an der Kamera benutzen.

Von Vorteil ist, dass die Lumix GX80 auch lautlos auslösen kann. Die Vögel waren aber nicht wirklich vom Geräusch des Auslösers irritiert, als ich mal vergaß die Kamera entsprechend einzustellen. Überhaupt musste ich feststellen, dass die Kamera die Vögel in keinster Weise irritierte und wir sprechen hier von einem Abstand von etwa sechzig Zentimetern.

12 Meter sind zu wenig, ich will mehr

Die Reichweite des WLANs liegt bei etwa 12 m, dass ist natürlich für die Tierfotografie viel zu wenig. Die Erhöhung der Reichweite hätte allerdings gravierenden Einfluss auf die gesamte Laufzeit des Akkus.

Dieses Problem lässt sich recht leicht umgehen, indem ich unseren akkubetriebenen LTE-Router als WLAN-Repeater missbrauche. Dazu schalte ich am Router die Funktion „Internet-WLAN“ ein, dann verknüpfe ich das Gerät mit dem WLAN der Kamera. Dazu wähle ich an der Kamera die Option „Über Netzwerk“ anstatt „Direkt“ aus und in der Image-App auf dem Smartphone nehme ich ebenfalls das WLAN des Routers.

Die Laufzeit des Akkus im Router lässt sich mit Hilfe einer Powerbank Werbung erweitern. Wenn die Powerbank auch noch ein kleines Solarpanel besitzt, wie unser Modell, brauchst du dir um die Laufzeit keine Gedanken mehr machen, dann ist dein Sitzfleisch und deine Geduld dein größeres Problem.

Viele Router funktionieren mit 12 V und mit einem USB-Spannungswandler auf 12 V Werbung lässt sich auch ein alter Router in ein Outdoor-Gerät umfunktionieren.

Mit dem gleichen Spannungswandler kann ich unseren WLAN-Extender mit Router und der 9dBi-Antenne in wenigen Minuten mobil machen. Die Reichweite liegt dann bei mindestens 500 m.

Akku der Kamera

Die Laufzeit des Akkus liegt etwa bei zwei bis fünf Stunden, je nachdem, wie oft die Kamera aufgeweckt wird und wie ich die Kamera benutze. Ich kann natürlich auch filmen und das nuckelt dann richtig am Akku. Die GX80 geht nach einer einstellbaren Zeitspanne in den Schlafmodus und lässt sich auch über das Smartphone schnell wieder aufwecken.

Es gibt auch für die Kamera die Möglichkeit diese über eine Powerbank mit Strom zu versorgen, den passenden Akku-Dummy mit USB habe ich unten verlinkt.

Buntspecht - Tierfotografie

Die Galerie „Vögel an diesem Zaun“ werde ich aktuell halten und mit allen neuen Vogelarten ergänzen.

Tierfotografie hat etwas sehr entspannendes. Nachdem das Equipment aufgebaut ist, heißt es warten und schauen. Und wenn du da relativ unbewegt sitzt, kann es auch schon mal passieren, das ein Bussard keine zehn Meter entfernt landet und anfängt zu rufen, ein faszinierender Anblick. In einem solchen Moment kommt in mir erneut der Wunsch nach der Zweitkamera auf. Diesen Wunsch verspürte ich schon vorher, als mehrmals Vögel, darunter auch der Buntspecht, auf meiner Kamera saßen.

Jetzt versuche ich die Maus vor die Linse zu bekommen, die ich schon seit Tagen beobachte. Ich kenne ein wenig ihre Laufwege und habe noch 45 Minuten Zeit. Dann ist unser Brot fertig gebacken und muss aus der Form.

45 Minuten später – Maus 0, Brot 1

Brot

Tierfotografie oder warmes Brot? Die Maus kann jetzt machen was sie will, ich esse jetzt lieber frisches Brot mit Ziegenfrischkäse und Claudia geniest ihre Fetacreme mit Auberginen.

Teile Tierfotografie mit Fernsteuerung per Smartphone

4 Kommentare zu “Tierfotografie mit Fernsteuerung per Smartphone”

    1. Hallo Nadja,

      vielen Dank.

      Im Moment nur langsam, weil Claudia den Arm noch zwei Wochen nicht belasten darf.
      Schmerzhafter als der Bruch und die Wunde sind die Schmerzen in den Muskeln, weil die alle verhärten.

      Gruß
      Andreas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.