Kartoffeln und Quark mit Leinöl

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Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl aus dem Spreewald

Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl, dieses einfache Gericht sahen wir in einem Reisebericht über den Spreewald. Leinöl auf Quark und das soll schmecken? Wir haben es probiert.

Kartoffeln und Kräuterquark kenne ich seit meiner Kindheit und ich esse dieses Gericht auch immer noch sehr gerne. Doch bei diesem traditionellen Arme-Leute-Essen aus der Lausitz und dem Spreewald wird der Quark nur mit einer Zwiebel, Pfeffer und Salz zubereitet und mit etwas Leinöl beträufelt.

Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl

Zutaten

(für 2 Personen)

  1. 500 g Kartoffeln
  2. 500 g Quark
  3. 1 kleine Zwiebel
  4. Spreewälder Gurken
  5. Leinöl
  6. Schnittlauch, wenn gewünscht

Die Kartoffeln und den Quark haben wir im Hofladen Weeger in unserer Nähe gekauft, wobei der Quark von einem Bauern aus der Region kommt und zwar vom Hielscher Hof. Der Geschmack eines solchen Gerichtes mit wenigen Zutaten steht und fällt mit der Qualität der Zutaten und dieser Quark ist wirklich einfach eine Offenbarung. Wir müssen demnächst mal mit den Fahrrädern zu dem 10 km entfernten Hofladen fahren und den Käse probieren.

Die festkochenden Kartoffeln der Sorte Cilia hatten wir schon einmal für das Weihnachtsessen gekauft und waren vom Geschmack überzeugt.

Leinöl

Für das Gericht solltest du ein sehr gutes und frisches Leinöl verwenden. Das Öl ist sehr gesund, denn es besteht aus fast 90% ungesättigten Fettsäuren und hat den höchsten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren aller heimischen Ölen. Die tägliche Einnahme von ein bis zwei Esslöffeln Leinöl soll unter anderem entzündungshemmend wirken.

Leinöl wird aus Leinsamen, den reifen Früchten des Flachses gewonnen. Große Felder mit den wunderschönen Blüten, die nur ein paar Stunden am Tag zu sehen sind, haben wir Ende Juni 2018 in der Region Hauts-de-France in Frankreich gesehen.

Zubereitung Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl

Von kochen kann ja eigentlich kaum die Rede sein. Dieses Rezept kann wirklich jeder zubereiten.

  • Die Kartoffeln je nach Größe 20 – 30 Min mit Schale kochen. Ein spitzes Messer muss sich ohne großen Widerstand in die Kartoffel stechen lassen können, dann sind sie gar.
  • Die Zwiebel klein würfeln, mit dem Quark vermengen und mit Pfeffer und Salz abschmecken.
  • Kartoffeln pellen und mit Quark und Spreewälder Gurken und etwas Leinöl servieren.
  • Wer möchte kann auch etwas Schnittlauch über den Quark streuen.

Tipp

Mit etwas Milch und Mineralwasser mit Kohlensäure wird der Quark sehr luftig

Leinsamen
Leinsamen
Was macht den Lausitzer stark?
Pellkartoffeln, Leineel und Quark.“ Otto Lukas

Die Bezeichnung Arme-Leute-Essen hört sich abwertend an und das hat dieses Gericht nicht verdient. Das Gericht schmeckt sehr gut, ist bekömmlich und dabei noch gesund. Ich behaupte mal die „armen Leute“ wussten einfach, was gut ist und wie man aus dem Wenigen das Beste machte. Probier es einfach mal aus. Im übrigen, die ursprüngliche Pizza ist auch so ein Arme-Leute-Essen.

Es gibt noch eine Berliner Variante des Gerichtes, dann liegt zusätzlich noch ein marinierter Hering auf dem Teller. Die Variante aus dem Erzgebirge ist wegen des Bergbaus etwas üppiger, denn dort gehört zum Rezept noch Blut- und Leberwurst auf den Teller.

Aber wie kommt das Öl auf den Quark?

Die Antwort lautet Konservierung. Das Öl wurde früher über milchhaltige Speisen gegeben, damit diese nicht so schnell verderben. Das Öl hat verhindert, dass Luft an den Quark kommt.

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4 Kommentare zu “Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl aus dem Spreewald”

  1. Hallo, Andreas, schönes einfaches Rezept! Da kommt’s – Ihr sagt es selbst – auf die Qualität der Zutaten an. Kleine Ergänzung: Ein himmelweiter Unterschied auch bei der Qualität und Eigengeschmack der Salz- und Pfeffersorte, die hier verwendet wird. Maldon Seasalt und Malabar-Pfeffer wären hier meine Wahl. Dank Deinem Tipp (Kochbuch von Sami Nosrat) habe ich auch das ungemein sanfte und leckere Kosher Salt entdeckt. Das wär’ auch klasse dazu – Jodsalz eher kontraproduktiv.
    (Natürlich alles spleenig, auf dem Land haben wir Kinder das von Muttern mit den allerbilligsten Zutaten gegessen und es war trotzdem lecker und wir wurden satt.)
    Ist doch schöner Luxus, dass man die Klassiker verfeinert.

    Back to the Rots, Kartoffelgrüsse
    Haubidü

    1. Hallo Thomas,

      wichtig ist es vor allen Dingen, das der Pfeffer frisch gemahlen wird. Fertig gemahlenen Pfeffer haben wir gar nicht mehr.
      Wir nutzten gerne das Fleur de Sel aus Frankreich.

      Gruß
      Andreas

  2. Das gibt es bei uns fast jede Woche. Für die letzten Stücke Kartoffeln ist immer noch etwas Butter dabei. Eines unserer lieblings Gerichte. In Ermangelung von Quark im Urlaub, verwenden wir dann oft Joghurt, nicht zuwenig Fett! Leinöl haben wir immer von zu Hause im Gepäck.

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