Das grosse Ziel, was kommt danach und das was wäre wenn

Andreas
Was kommt danach

Was kommt danach? Eine Frage, die uns immer wieder gestellt wird. Und was heißt eigentlich danach? Wir haben doch noch gar nicht richtig angefangen.

Das große Ziel – Vom Nordkap bis Istanbul

Da ist nämlich noch etwas, unser großes Ziel, unser großer Traum, die lange Tour durch Europa entlang der Küste. Vom Nordkap bis Istanbul.
Von Norwegen, über Schweden, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Dänemark, Niederlande, Belgien, Frankreich, Spanien, Portugal, nochmal Spanien und Frankreich, Italien, Kroatien, Albanien, Griechenland bis in die Türkei.
Eine Reise von mindestens 25.000 km, möglichst ohne Autobahn. Eine Reise, von mindestens einem Jahr oder länger. Die Vorbereitungen beginnen jetzt.

Und was kommt danach?

Glaskugelorakel

Keine Ahnung. Sicher ist nur die Erkenntnis, dass wir diese Frage nicht beantworten können und wollen.

Was wissen wir, was in einem Tag, einer Woche, einem Monat oder einem Jahr sein wird. Es gibt soviel beeinflussende Faktoren, dass wir selten Herr über unsere Pläne sind. Pläne sind immer nur eine Momentaufnahme von dem, was zum Zeitpunkt der Planung möglich wäre.
Es gibt aber Faktoren, die wir nicht beeinflussen können. Da wäre die Gesundheit, egal ob Krankheit oder Unfall, ein Faktor auf den nur sehr begrenzt Einfluss genommen werden kann. Aus meinem ehemaligen Beruf als Rettungsassistent weiß ich, wie schnell alles anders sein kann.

Es können sich politische Veränderungen ergeben, die das momentane Leben und unsere Wünsche unmöglich machen oder zu mindestens verändern. Man schaue doch nur auf die heutige Lage, nichts scheint unmöglich.

Wir verändern uns, unsere Interessen ändern sich, vielleicht haben wir nach der großen Reise genug, vielleicht auch nicht. Wir können nichts ausschließen, auch nicht, dass die Reise abrupt endet, weil wir unseren Traumort gefunden haben.

Was wäre wenn?

Im Moment gefällt uns unser Leben, es gibt nichts, was wir im Moment groß ändern wollen. Aber was wäre wenn …? Ich kann mir das Leben auch selber zur Hölle machen. Solche Fragen können dich sehr schnell in eine Grübelfalle locken. Diese Fragen stellen wir uns nicht, wir entscheiden situativ.
Es gibt Meilensteine (ein Begriff aus dem Projektmanagement) zur Orientierung, wie das Studium der Kinder zum Beispiel, mehr aber auch nicht. Für diese Ziele arbeiten wir, dafür haben wir unsere kleinen Pläne, aber wir haben nicht den großen 10-Jahresplan für die Zukunft. Auch unsere große Reise ist nur ein Aufbruch, kein Ende.

Leben ist, was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben Henry Miller

Vielleicht so?

Irgendwann würden wir das Wohnmobil irgendwo abstellen, würden es aufbocken und um einen Raum erweitern. Vielleicht in Spanien oder an einen anderen warmen Ort und würden zufrieden in den Sonnenuntergang schauen.

In diesen Sinne, bleibt entspannt.

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16 Kommentare zu “Das grosse Ziel, was kommt danach und das was wäre wenn”

  1. Det70

    Nennt es einfach : Aufbruch zu neuen Horizonten. Denn auch dahinter geht es weiter, sang schon Udo Lindenberg. Vielleicht lockt euch danach ja die Russland-Tour. Alleine dafür wird es in gemütlichen Tempo selbst in einem Jahr nicht reichen.

    Also los. Der erste Kilometer ist immer der schwerste.

    Gruß Det

  2. Mischa

    Hi Andreas,

    Glückwunsch zu dieser fantastischen Einstellung! Es gibt doch nichts Schöneres, als sich Dinge vorzunehmen, aber eben nicht alles durchzuplanen. Und 3- oder 5-Jahres-Ziele braucht doch sowieso niemand (außer Personalchefs).

    Ich wünsche Euch beiden weiter ganz viele Freude an der täglichen Flexibilität und vor allem an der Tour – weite Teile davon kommen mir bekannt vor 😉

    Liebe Grüße
    Mischa

  3. Astrid

    Gut geschrieben, sofort war die Erinnerung an Litauen, Lettland und Estland wieder wach. Mein kl. Sehnsuchtsziel war der Peipussee und er hatte mich (im Frühjahr 15) nicht enttäuscht. Allerdings wird auch dort schon tüchtig gebaut. Europa verändert sich nicht gerade zum Vorteil, wie ich finde. Gerne möchte ich noch nach Georgien und die Mongolei habe aber Bedenken alleine durch die Türkei zu fahren. In PL, LT, LV und EST stand ich bedenkenlos frei – bin also kein Schisser…………………….aber auch nicht leichtsinnig.

    GLG von Astrid

    1. Andreas

      Hallo Astrid,

      ja, du hast Recht, Europa verändert sich zum Negativen, leider. Zur Türkei findet man keine eindeutige Aussage im Netz.

      LG
      Andreas

  4. Dieter

    hi ihr zwei,

    wir können euch gar nicht sagen wie sehr wir euch beneiden. derzeit sind wir in einer phase in der wir dringend was ändern müssen. pläne sind da, aber irgendwie ist alles sehr zäh. naja, derzeit läuft ja unser projekt … alles raus. ein zweites plane ich gerade: 4 Wochen im Wohnmobil leben – sollte man schon mal machen, wenn das leben im wohnmobil das nächste Ziel ist.

    bis dahin haben wir einen Trost. wenn mal wieder alles nervt, lesen wir euren blog und dann geht es wieder für eine weile.

    also ihr macht alles richtig! habt viel spaß beim planen der großen tour und was irgendwann sein wird? da habt ihr völlig recht – das weiß niemand und das ist auch gut so.

    LG
    Angie&Dieter

    1. Andreas

      Hallo Dieter,

      danke 🙂

      diese zähen Phasen hatten wir auch, beim entrümpeln, bei der Restauration. Als Fortschritte kaum mit der Lupe sichtbar waren.
      Also. Zähne zusammenbeißen und durch, das wird.

      LG
      Andreas

  5. frank

    Hallo Andreas,
    Ich finde euren Blog echt klasse. Man kann einiges mitnehmen, wenn man selbst mit dem Gedanken spielt sich ein Womo zuzulegen.

    wieso habt Ihr eigentlich immer so eine Angst vor Krankheiten? Gut, gegen Unfälle kann man nicht viel machen. Die passieren vieleicht… hoffentlich aber nicht….toi toi toi.

    Aber gegen Krankheiten kann man sich schon gut absichern. Und damit meine ich nicht irgendwelche Versicherungen oder so einen Kram, sondern einfach nur durch Eigenverantwortung übernehmen und sich selber schlau machen und vom Glauben zum Wissen zu gelangen, indem man das eine oder andere ausprobiert.

    Ich bin in Gesundheitssachen momentan der Meinung, dass man mit Vorbeugung die meisten Probleme vermeiden kann. Und warum sollen die Mittel, die man vorbeugend nimmt, nicht auch im Krankheitsfall heilend wirken. Dazu darf ich hier aber keine Aussagen machen, denn sonst würde ich mit dem Gesetz in Konflikt kommen. (wobei das Thema zu wichtig ist und mir das im Ernstfall egal wäre)
    Ich bin also derzeit sehr begeistert von diversen Mitteln wie Borax, Chlordioxid, DMSO, MINEROT und einige mehr. Bei den Mitteln bin ich durchs Testen vom Glauben zum Wissen gekommen, und weiss, dass sie mir bei einigen Problemen sehr geholfen haben.
    Und weil die Mittel so gut sind, habe ich sogar beschlossen, meine Kinder nicht impfen zu lassen. Denn wieso sollte man sich gegen eine Krankheit impfen lassen und die Nebenwirkungen in kauf nehmen, wenn diese Krankheit eh nur sehr selten vorkommt und wenn man ein wirksames Mittel gegen sie hat.

    Ich wünsche euch noch viel Spass beim Reisen.

    Ich selbst bin derzeit auch etwa ein halbes Jahr pro Jahr mit Familie und Kindern unterwegs und würde gerne die Wohnung aufgeben und komplett unterwegs sein, meine Frau hängt aber noch an der Wohnung und ihrem Bekanntenkreis im Ort in dem wir wohnen.

    1. Andreas Reufenheuser

      Hallo Frank,

      zum einen hast du den Artikel scheinbar nicht richtig gelesen, denn dann wäre dir aufgefallen, dass es die Frage „Was wäre wenn…?“ bei uns nicht gibt.

      Zum zweiten, Impfgegner sind in unseren Augen verantwortungslos. Warum sind denn die Krankheiten selten geworden, genau, weil sich viele Menschen impfen ließen. Und wer einen Hirmschaden oder gar den Tod eines Kindes (Zum Beispiel bei Masern oder Tetanus) aufgrund kruder Theorien in Kauf nimmt, sorry aber da steigen wir aus.

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