Kreditkarten

14qm Lifestyle

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Willkommen in der Welt der Kreditkarten – Willkommen im Irrenhaus

Wenn eine deiner Kreditkarten gesperrt wird, dir keiner etwas sagt, weil der Vorgang nicht in die Öffentlichkeit soll

Gestern Abend in einem Supermarkt in Deutschland. Wir hatten die Einkäufe für unsere Essen der nächsten Tage schon wieder im Einkaufswagen und Claudia zückt die Kreditkarte. Vorgang abgelehnt! erscheint es höhnisch auf dem Display. Auch die dreimalige Wiederholung machten das Ergebnis nicht besser. Eine lange Schlange hinter uns und Dutzende Augen auf uns. Nun gut, dann halt Bargeld auf den Tresen, nur Bares ist Wahres.

Wir haben eine Prepaid-Kreditkarte und das verfügbare Guthaben hätte locker 40 Mal für diesen Einkauf gereicht. Auf dem Stellplatz angekommen, begab sich Claudia in die wunderbare Welt der Hotlines. Warteschleife!

Das erste Telefonat war wenig erleuchtend, die Karte sei aktiv, alles wäre in bester Ordnung, aber man könnte uns ja mal zur Kartenabteilung verbinden. Oder auch nicht, ginge gerade nicht, wegen einer Telefonstörung. Wir hinterließen die Telefonnummer mit der Zusage, dass man uns sofort zurückruft.

Der nächste Tag, 11.00, kein Anruf. Wir können da hartnäckig sein, also wieder ein Anruf bei der Hotline. Gleiche Nummer, aber diesmal konnte uns die Mitarbeiterin sofort erklären, was passiert ist. Unsere Karte sei aus Sicherheitsgründen ungültig. Bei einem der Dienstleister gab es vor gut einer Woche ein Datenleck, worauf hin gut 100000 Kreditkarten gesperrt wurden und ersetzt werden müssen.

Hätte man da nicht einmal die Kunden informieren und warnen können? Unser Online-Banking verfügt über eine Nachrichtenbox, eine kurze Info wäre sehr nett gewesen, bevor man wie der letzte Depp an der Kasse steht.

Nun hoffen wir auf den Briefträger, das letzte Mal war dieser nicht sehr motiviert und hat auf einen richtig adressierten Brief einen Aufkleber geklebt und darauf angekreuzt, das der Empfänger an der angegebenen Adresse nicht ermittelbar sei. Ganz großes Kino. Ich glaube, der hatte keinen Bock. Der beklebte alle Briefe mit dem Aufkleber, ging nach Hause und legte sich dann wieder schlafen. Vielleicht hatte er aber auch Probleme mit Zahlen und stand mit unserem Brief im falschen Haus.

Wir sind jetzt unterwegs nach Neuwied und fressen uns die Hucke voll, auf dem Festival der Currywurst.

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