Andreas

Das Rhein-Main-Gebiet und Wohnmobile

Rhein-Main-Gebiet

Das Rhein-Main-Gebiet, das Zentrum dieses Gebietes ist ein schwarzes Loch, zu mindestens was den Wohnmobil-Tourismus angeht. Wohnmobilstellplätze? Überwiegend Fehlanzeige, sehen wir mal von Mainz und Wiesbaden ab. Frankfurt, Offenbach, Hanau, Rüsselsheim und Darmstadt und auch die kleineren Gemeinden bieten nichts.

Das wäre ja alles nicht so schlimm, wenn wenigstens die Möglichkeit des Freistehens bestehen würde. Waldparkplätze nur für PKWs und Supermarktplätze mit Schranken. Nein, gute Plätze für die Nacht zu finden ist nicht einfach. Wir haben schon viele Kilometer abgefahren und haben bis jetzt nur laute Plätze an einer der Bundesstraßen gefunden.

Rhein-Main-Gebiet erleben?

Aber bitte nur ohne Wohnmobil. Der Besuch des Kobelt-Zoos und des Verkehrsmuseums in Frankfurt Schwanheim waren nur schwer möglich. Auch hier gilt auf den angrenzenden Parkplätzen: „Nur PKWs“. Der Besuch der Schwanheimer Düne war ebenfalls schwierig, denn für dieses Naturschutzgebiet sind eigentlich gar keine Parkplätze vorgesehen.

Und ganz ehrlich gesagt, möchten wir unsere Wohnung nur ungern irgendwo auf einem Waldparkplatz oder in einem Vorort Frankfurts abstellen. Wir bevorzugen in Großstädten einen Stellplatz, benutzen die öffentlichen Verkehrsmittel und können uns ziemlich sicher sein unser Wohnmobil noch unversehrt vorzufinden.
Es ist nun mal nicht nur ein Wohnmobil, es ist unser Hab und Gut.

Frankfurt, 687.000 Einwohner und keinen Stellplatz

Es ist eigentlich kaum zu glauben, aber es gibt in Frankfurt keinen Stellplatz. Es gibt nur einen Campingplatz, der mit Fahrzeugen ohne grüne Plakette nicht anfahrbar ist. Sonderregelung wie in Wiesbaden und Mainz? Fehlanzeige! Die geplante Eröffnung des Stellplatz am Rebstockbad verschob sich auf unbestimmte Zeit, denn die Stadt Frankfurt erteilte keine Betriebserlaubnis. Mittlerweile ist nicht einmal mehr sicher, ob dieser Stellplatz jemals eröffnet wird.

Meinen die das wirklich ernst?

Auf der Website der Stadt Frankfurt wird unter anderem auf einen Campingplatz in Fürth im Odenwald verwiesen. Etwa 74 km entfernt, die Fahrzeit mit der Bahn beträgt fast zwei Stunden, einfache Fahrt! Eine schneller Blick auf die Website der Bahn ergab einen Preis von 80 € (Hin- und Rückfahrt für zwei Personen). Darüber kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Deutschland ist groß und andere Städte und Gemeinden sind fortschrittlicher. Schenken wir diesen unsere Aufmerksamkeit.

Teile diesen Beitrag

10 Kommentare zu “Das Rhein-Main-Gebiet und Wohnmobile”

  1. Klaus

    Der letzte Absatz trifft übrigens auf ganz Hessen zu 😉 Dieses Bundesland sollte man meiden wie eine ansteckende Krankheit und sein schönes Geld lieber in den Nachbarländern ausgeben 😀

    Wie wäre es denn wieder einmal mit Rheinland Pfalz? Nette Menschen, Städte, Dörfer, Kultur und eine tolle Natur 🙂 Auch gibt´s hier tolle Stellplätze und ruhige Übernachtungsplätze an Wald und Flur, wo sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen 😀

    Gruß, Klaus

      1. Klaus

        Es gibt dort ohne Zweifel schöne Landschaften aber ich habe über 20 Jahre in Hessen gearbeitet, seitdem bin ich gegen das Bundesland ein wenig allergisch 😀 😀 😀

        Nächste Woche bin ich wieder im Hunsrück unterwegs, wenn ich meinen Wassertank bis dahin dicht bekomme 🙁 Dann kann ich vielleicht auch mal den ein oder anderen schönen (offiziellen) Stellplatz beschreiben 🙂

        Gruß, Klaus

          1. Klaus

            Wiesbadener? Nun ja, man kann sich seinen Geburtsort schließlich nicht aussuchen 😀 😉 Da habe ich auch einmal drei Jahre gearbeitet und es war grausam … 😀

            Freistehen geht bei mir derzeit leider nur begrenzt, da ich ab und zu auch noch mal an den Strom muss, die Solaranlage ist aus finanziellen Gründen erst für nächstes Jahr eingeplant 🙁

            Gruß, Klaus

  2. Wolfgang

    Leider hat man auch in Darmstadt noch nicht den Wert von WoMo-Stellplätzen erkannt obwohl man mit der Mathildenhöhe Weltkulturerbe werden möchte. Ich denke da nur an das Örtchen Maulbonn, oder Schwetzingen wo man selbverständlich Stellplätze hat. Die Stadtoberen haben bisher die entsprechenden Ideen abgelehnt und verweisen auf Campingplätze in Mörfelden oder im Odenwald, wie lächerlich. WoMobilisten bringen Geld in die Stadt, denn sie gehen in Ausstellungen, Restaurants und Supermärkte und wollen vielleicht auch zu einem Bundesligaspiel des SV98, aber nicht erst auf einen Campingplatz. Das erscheint den städischen Behörden aber nicht verständlich zu sein. Es gäbe schon einige Möglichkeiten einen solchen Platz zu errichten, z. B. am Nordbad, in der Nähe der Rosenhöhe oder am Lincoln Village wo gerade gebaut wird.

    1. Andreas

      Hallo Wolfgang,

      die Mailadresse habe ich geändert.

      Wir haben mal irgendwann kurz überschlagen, wieviel Geld wir in Bodenheim in einem Monat gelassen haben. Supermärkte, Bäcker, Eisdiele, Tankstelle und Restaurants, da kam eine ganz ansehnliche Summe zusammen.
      Es scheint zwei Fraktionen zu geben, die Einen wissen, wieviel Geld die Wohnmobiltouristen bringen und die Anderen denken bei Wohnmobilen an Hippies und ähnlichem.

      Gruß
      Andreas

  3. Gesa

    Oder kommt einfach weiter nordwärts, wenn die euch da nicht wollen!
    Am Meer in Schleswig-Holstein ist es eh am Schönsten 🙂
    Grüße von der Küste

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.