Andreas

Fotografie und Bildbearbeitung unter Linux

Fotografie und Bildbearbeitung unter Linux

Fotografie und Bildbearbeitung unter Linux, ich zeige Dir das dies kein Problem ist und stelle Dir die Programme und meinen Workflow vor.

Wir haben die CANON Powershot S100, eine Kompaktkamera, und die Spiegelreflexkamera CANON EOS 350D im Einsatz. Bei beiden Kameras benutzen wir die Speicherkarten selber, um die Bilder auf die Notebooks zu übertragen. Theoretisch könnten die Kameras auch direkt per USB angeschlossen werden, aber ich finde den anderen Weg bequemer und schneller.
Es öffnet sich automatisch ein Fenster und die Bilder werden von der Speicherkarte geholt. Für jeden Tag lege ich einen Ordner an, die Bezeichnung erfolgt nach dem Schema 2015-01-14. Notwendig wäre dies eigentlich nicht, weil die Bildverwaltung über die EXIF-Daten selber die Bilder einem Kalender zuordnet.
Für beide Kameras sind in allen Bildbearbeitungsprogrammen die Farb- und Objektivprofile hinterlegt.

Bildbetrachter

Fotografie und Bildbearbeitung unter Linux

Es gibt dutzende passende Programme unter Linux, ich verwende GWENVIEW aus der KDE Software Compilation 4, da ich den KDE Desktop verwende.

Bildverwaltung

Digikam

Zur Verwaltung der Fotos kommt DIGIKAM zum Einsatz. Die neu hinzugekommenen Bilder bekommen gleich eine Verschlagwortung. Dies hat folgenden Hintergrund. Bei einem Ausflug können schon mal 150 Bilder und mehr anfallen. Ich fotografiere sehr viel. Zum einen, um für meine Blogbeiträge eigenes Bildmaterial zu haben. So habe ich Bilder von Gastankstellen, Entsorgungsstationen, Geschäften, Autos, Wetter, Verkehr, Natur und vielem mehr. Zum anderen, ich teste und probiere viel um zu lernen. Ich fotografiere immer mal wieder ein Motiv mit den verschiedensten Kameraeinstellungen. Eine Verschlagwortung erleichtert das Finden und reduziert den Zeitaufwand auf Sekunden.

Schlagwortfilter

Bildbearbeitung

Gimp

Hier kommt GIMP zum Einsatz, obwohl DIGIKAM schon eine ziemlich gute Bildbearbeitung besitzt. Die Vorbereitung der Bilder für den Blog ist immer die Gleiche und geht mittlerweile sehr schnell, da ich auch viel mit Tastenkombinationen arbeite.

  1. STRG+R, das Bild wird passend skaliert
  2. STRG+UMSCHALT+W, die Einstellung der Bildwerte
  3. STRG+K, die Einstellung der Farbkurve. Diese ist fertig hinterlegt und wird nur aufgerufen.
  4. STRG+UMSCHALT+S, das Speichern und zwar das spezielle “ Save for Web“, aus den Gimp-Plugins. So komme ich normalerweise auf eine Bildgröße von etwa 60 bis 100 kB.

Kleinere Störungen im Bild können mittels des Werkzeugs „Heilen“ schnell und einfach beseitigt werden. Immer wieder sind kleine Flecken durch Staub oder kleinen Wassertröpfchen die Ursache. Mit zwei, drei Klicks sind diese Störenfriede beseitigt und der Himmel ist wieder makellos blau. Wenn du richtig mit GIMP arbeiten möchtest, dann empfehle ich dir diese zwei Bücher: GIMP 2.8 – Das umfassende Handbuch und GIMP Praxis Pur!

Bildbearbeitung des RAW-Formats

Für Arbeiten mit dem RAW-Format, also den Bildrohdaten, verwende ich DARKTABLE oder RAWTHERAPEE, obwohl dies auch mit einem Plugin bei GIMP möglich wäre. Im Moment teste ich beide Programme, weil ich bisher noch nicht soviel mit RAW gearbeitet habe. Auf alle Fälle habe ich die Spiegelreflex im Moment so eíngestellt, das die Bilder jeweils in RAW und JPG vorliegen. Bei der Powershot ist dies im übrigen auch möglich.

Fotografie und Bildbearbeitung unter Linux

Wie Du siehst, ist Fotografie und Bildbearbeitung unter Linux überhaupt kein Problem. Alle Bilder in unserem Blog, auf Twitter oder Facebook sind auf diese Weise entstanden. Die Kameras werden erkannt, die Arbeit ist komfortabel und einfach. Auch für spezielle Anwendungen, wie HDR, gibt es komfortable und gute Programme. An erster Stelle wäre hier LUMINANCE zu nennen.
Auch Panoramas, Fotobücher und vieles mehr, alles ist möglich und oft stehen mehrere Programme zur Auswahl. Der Druck von Fotos auf Fotopapier ist ebenso kein Problem und lässt sich vielfältig einstellen. Meine Empfehlung sind die Drucker von HP, da Hewlett Packard von Haus aus seine Drucker unter Linux unterstützt. Selbst unseren HP Deskjet 1010, einen der preiswertesten und kleinsten Drucker von HP, USB-Stecker rein und der Drucker funktioniert.

Und um gleich allen Einwänden vorzubeugen, GIMP ist kein PHOTOSHOP. PHOTOSHOP läuft in älteren Versionen zwar mittels WINE unter Linux, die neueste Version ist aber nur noch als Abo-Version in der Cloud mit Kosten von mindestens 12 € pro Monat verfügbar. PHOTOSHOP kann mehr und viele Dinge auch einfacher, die unter GIMP mehr Arbeitsschritte verlangen. Für meine Zwecke ist GIMP aber mehr als völlig ausreichend. Auch die Möglichkeiten in dieser Open Source-Software, also freien Software, sind gigantisch und lassen sich mittels Plugins auch noch erweitern.

Du siehst, es ist keine teuere Software notwendig, um ansprechende Ergebnisse zu erzielen.

Andreas

4 Kommentare zu “Fotografie und Bildbearbeitung unter Linux”

  1. Fobel

    Hallo Andreas,

    ich wollte einfach mal fragen wie eure „IT Ausstattung“ im Womo so aussieht… Also generell welche Notebooks, welche Betriebssysteme, welche Kameras, welche Sound Ausstattung…
    Da ich generell auch sehr an eurem Leben in einem Wohnmobil interessiert bin, wäre es sehr aufschlussreich mal zu sehen wie du das als technikaffiner Mensch das umsetzt…
    Gruß,
    Fabian

    PS: Vielleicht ein Blogartikel wert? =)

    1. Andreas

      Hallo Fabian,

      kam im Blog schon verteilt vor. Unter anderem hier: Das Wohnmobil und hier und hier

      Die mit (G) gekennzeichneten Artikel wurden gebraucht gekauft, da wir das sinnvoller finden.

      Sound hinten: KENWOOD KDC-DAB43U mit TEUFEL Omniton
      Sound vorne: ALPINE (G) mit JBL GTO-938

      Ein Smartphone MOTOROLA Moto G, zwei ältere LENOVO Thinkpads T410 (G) mit Ubuntu 14.04 LTS, zwei GOOGLE Nexus 7, eine Powerhot S100 (G), eine CANON EOS 350D (G), ein TP-LINK M5350 Router und ein ELEGATO eyetv micro DVB-T Stick.

      Ende der Technik

      Gruß
      Andreas

      1. Fobel

        Hallo Andreas,
        ja ich habe es auch schon öfter mal zwischen den Zeilen gelesen aber nie einen zusammenhängenden Artikel gehabt. Ich selber fahre (Aktuell nur ab und zu) nen 207D (Bremer) und habe auch eher gebrauchte Technik verbaut. Auch wenn ich die Lenovos z.B. sehr gerne mag, habe ich mich für Freundin und Familie für diverse gebrauchte HP Notebooks entschieden (Elitebook) u.a. auch wegen der Dockingstations, trotz ähnlich guter Verarbeitung und Leistung gebraucht deutlich günstiger. Wieso habt ihr euch für Teufel Lautsprecher entschieden? Ich finde die vom Klang zwar wirklich sehr gut, aber denke dass man für deutlich weniger Geld auch sehr gute Lautsprecher bekommen kann die einen ähnliche guten Klang haben 🙂
        Ich finde euren Lebensstil wie auch eure Umsetzung mehr als gelungen. Dickes Lob an euch! Macht weiter so 🙂 Nehmt meine Anmerkungen hier nicht als Kritik, sondern eher als Beitrag hin, ich kann Lenovo wie auch Teufel sehr, sehr gut verstehen. Ich wollte nur mich (zumindest etwas) besser vorstellen.
        Gruß,
        Fabian

        1. Andreas

          Hi Fabian,

          Vielen Dank 🙂

          Dockingstation brauchen wir ja nicht 🙂 Und Die Lenovos gibt es je nach Ausstattung und Alter als A-Ware für 200 – 500 €. Und A-Ware hieß bei uns, dass nicht einmal die Aufkleber auf dem Notebook den Hauch einer Abnutzung zeigten. Der Rest ebenfalls nicht. Dazu kann ich bei dem Leasing-Reseller auch noch konfigurieren: Speicher, UTMS-Modul, neuer 6 oder 9 Zellenakku, SSD oder andere größere Festplatte. Aber letztendlich ist es eine Bauchentscheidung.

          Die Teufel war auch eine Entscheidung für eine inländische Produktion, kurze Transportwege, etc. Der Klang und die Pegelfestigkeit sind der Hammer. Außerdem sind sie auch noch Outdoor-tauglich und ich habe mir Anschlüsse in die Heckgarage gebaut. Irgendwann gibt es mal eine Outdoor-Party 🙂

          Gruß
          Andreas

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