Niederlande – Was Du wissen solltest

Andreas
Niederlande

Andere Länder, andere Gepflogenheiten und Gesetze. Aber das Wichtigste zuerst.
Es heißt Niederlande, nicht Holland! Holland ist eine Provinz in den Niederlande. Wir sind auch nicht alle Hessen oder Rheinland-Pfälzer.

Strassenverkehr in den Niederlande

  • Die Höchstgeschwindigkeit außerorts für Wohnmobile über 3,5 t beträgt 80 km/h
  • Die Höchstgeschwindigkeit für Wohnmobile bis 3,5 t beträgt 120 km/h auf der Autobahn, 100 km/h auf Schnellstraßen und 80 km/h außerorts
    Die Schnellstraßen erkennst Du an einem grünen Mittelstreifen, der von zwei durchgehenden oder unterbrochenen weißen Streifen eingefasst wird

Du solltest bedenken, dass die Bußgelder um einiges schmerzhafter sind als in Deutschland. 10 km/h zu schnell kosten dich schon mindestens 59 €, bei 20 km/h zu schnell sind es schon 153 €.

Noch ein paar teure Schmankerl in den Niederlande

Vergehen Strafe
Handy am Steuer 230,00 €
Am Zebrastreifen nicht anhalten 340,00 €
Parken auf Behindertenparkplatz 370,00 €
Zu dichtes Auffahren 280,00 €

Es ist also relativ leicht möglich sich die Urlaubskasse zu ruinieren. Und ganz wichtig, was wir immer wieder sehen. Anhalten, aussteigen, pinkeln und Kassette schonen: 130 €. Und eines ist auch wichtig zu wissen. Die niederländische Polizei hat ein Soll an Strafzetteln zu erfüllen. Es wird streng kontrolliert.

Die Notrufnummer musst du nicht neu lernen: 112

Freistehen

Ja, Nein und überhaupt. Das generelle Übernachtungsverbot wurde 2008 abgeschafft und die Entscheidung den Gemeinden überlassen. Und da liegt das Problem, das kleine Walcheren besteht schon aus drei Gemeinden. Es gibt 393 Gemeinden in den Niederlanden. Theoretisch müsstest du in jeder Gemeinde auf die Polizeiwache fahren und fragen. Wir halten es für uns also ganz einfach. Wir gehen davon aus, dass das Freistehen nicht erlaubt ist. In den Gemeinden an der Küste dürfte dies zu 99% zu treffen. Die Strafe für Freistehen beträgt 90 €, pro Person!.

Einkaufen

Die Öffnungszeiten in den Niederlande unterscheiden sich nicht wesentlich von Deutschland. Mit einer Ausnahme, viele Supermärkte haben am Sonntag zu mindestens Vormittags geöffnet und Apotheken Samstag oft geschlossen. Wie aber schon erwähnt, brauchst du für Kopfschmerztabletten keine Apotheke, die bekommst du ebenfalls im Supermarkt.

Gepflogenheiten

Die Niederländer grüßen mehr, auf Fahrradwegen oder in den Dünen solltest du ein Hoi oder Dag (wie Dach aussprechen) bereit halten.
Wir haben bei all unseren Reisen in die Niederlande immer nur nette, freundliche und hilfsbereite Menschen erlebt.

Restaurants

Wenn du dich vorher über ein Restaurant informieren möchtest, kannst du dies bei eet.nu tun. Auf alle Fälle solltest du mal das niederländische Fastfood, die Frikandel Spezial essen.
Kultstatus haben die FEBO Schnellrestaurants, auch Kläppchen-Restaurant genannt. Muss du mal probiert haben.

Internet

Das ist einfacher als in Deutschland, es gibt sehr viel freie WLANs. Wer eine Prepaid-Karte haben möchte, für den wäre dieses Angebot interessant: 1,5 GB Datenvolumen von der KPN für 24,80 €. Wir haben es nicht gebraucht, denn wie schon gesagt, ist die Suche nach einem freien WLAN meist schnell von Erfolg gekrönt und die meisten Campingplätze und MiniCampings haben WLAN, oft sogar kostenlos.

Geht gar nicht

  • Ein Gespräch in deutscher Sprache beginnen
    Das Mindeste ist Englisch und zu mindestens die Hauptredewendungen sind schnell erlernt. Für uns eine Selbstverständlichkeit.
  • Die Dünen betreten
  • Möwen oder Tauben füttern
  • Deutsche Hektik
  • Sandburgen bauen, das ist in den Niederlande verpönt
  • Mit Statussymbolen, Titeln und Leistungen angeben

Reiseführer, die wir benutzen

Viel Spaß in den Niederlande

4 Kommentare zu “Niederlande – Was Du wissen solltest”

  1. Annette

    Als geborene Niederländerin ist es sehr lustig dieses Blogpost zu lesen 🙂
    Frikandel Spezial mmmm. ( Hier heißen die Curryworst).

  2. Klaus

    Schöner Beitrag aber du hast den Kibbeling vergessen – Kulturbanause 😀 Ich habe immer einen Niederländischen Sprachführer als Handbuch dabei, da kann ich mir immer wieder einige Wörter einprägen 😉

    Aber meist sorge ich für verständnisvolles Lächeln, da es bei mir doch mit der Aussprache immer ein wenig klemmt.

    Gruß, Klaus

    1. Andreas

      Natürlich, Kibbeling, hatten wir auch noch einmal am letzten Abend.

      Wir waren in einem Sprachkurs der Volkshochschule Karlsruhe, das hilft 🙂

      Gruß
      Andreas

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