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Leben im Wohnmobil – Behörden – Krankenkasse

Leben ohne Steinhaus, ohne festen Wohnsitz

Die meist gestellte Frage überhaupt: Wie geht das mit den Behörden?
Die meist gegebene Antwort: Irgendwie

Denn leider ist der deutsche Staat nun einmal ein Beamtenapparat. Alles muss in Schubladen akkurat verstaut sein, alles muss ordentlich passen. Und da passen wir nun einmal nicht hinein. Was also tun, wenn man als „braver Bürger“ alles ordentlich machen will? Kreativ sein!

Was wir wollen

Wir wollen „frei“ sein, leben wie es uns gefällt. Nicht Ortsgebunden sein, weiterfahren wenn es uns nicht gefällt, bleiben wo es uns gefällt.

Wie kriegen wir das hin

Seit ca. 4 Monaten diskutiere ich nun schon mit der gesetzlichen Krankenkasse über die Weiterversicherung, wenn ich im April 2015 meine Arbeit kündige. Klar wäre der einfachste Weg, ich melde mich Arbeitslos und lass mich vom Amt weiter versichern. Aber das will ich nicht.

Das Dilemma

  • Die Kinder sind bei mir Familienversichert und bleiben dies auch bis zum 25. Lebensjahr, so lange sie kein eigenes Geld verdienen.
  • Da die Beiden noch studieren, können sie sich nicht selbst versichern und müssen lt. Gesetz bei mir versichert bleiben.
  • Wenn ich mich aus Deutschland abmelde, könnten die Kinder sich selbst versichern. Ich könnte eine Anwartschaft beantragen und ca. € 30-40,- mtl. bezahlen, damit ich später wieder in die gesetzliche Krankenkasse zurück kann. Aber: Ich kann mich eigentlich nicht aus Deutschland abmelden, zumal wir ja auch erst noch hier bleiben wollen, bis die Kinder mit dem Studium fertig sind. Es kämen dann auch noch weitere Schwierigkeiten zum Thema Kindergeld auf uns zu.
  • Ich bin zwar seit meiner Geburt bei ein und derselben Krankenkasse versichert, allerdings in verschiedenen Bundesländern unterwegs. Wer hätte gedacht, daß das was ausmacht? In Baden-Württemberg bekomme ich leider keinen Beratungstermin, da ich in Hessen versichert bin – und mal eben nach Hessen fahren… Nun ja. Also geht zur Zeit alles per Email. Ein bisschen langwierig, aber ich finde es gar nicht so schlecht, die Informationen schriftlich vorliegen zu haben!

Stand Januar: Ja, wir können Sie weiter versichern. Bitte schicken Sie uns den letzten Steuerbescheid Ihres Mannes zu. OK, erledigt. Wir waren extra auf dem Finanzamt, haben ihn persönlich abgeholt und ich habe ihn gefaxt. Nun warten wir….

Stand Februar: In diesem Falle rennt jetzt die Zeit. Ich frage nochmals an, was mich die künftige Versicherung kosten würde, da ich unser Budget planen muss….
Antwort: Sobald uns die Abmeldung Ihres Arbeitgebers vorliegt, können wir Ihnen ein Angebot unterbreiten. TOLL! Ich konnte es mir nicht verkneifen und habe ein Fax zurück geschickt mit einem fetten: DAS IST HOFFENTLICH EIN SCHERZ? quer darüber. Außerdem musste ich jetzt mal eine Mail mit der Überschrift: Das kann doch nicht Ihr Ernst sein ?! abschicken. Und oh Wunder über Wunder:
Ich habe 2 Tage später eine Mail über die künftigen Beiträge erhalten, mit der Info, dass das Schreiben auch nochmals an mein Postfach versandt wurde. Dabei ist auch eine Tabelle, wie die Beiträge sich errechnen. (Wer daran Interesse hat, kann mich kurz anschreiben 😉 ). Geschafft! Danke!

So, jetzt seit Ihr genauso schlau wie ich 🙂

Hast Du auch solche Erfahrungen gemacht? Hast Du noch Tipps oder Hilfe – nicht nur für uns sondern auch für andere? Wir freuen uns über jeden Hinweis.