Blog Vanlife

Tägliches Leben

von Claudia

Wie sieht es aus? Unser tägliches Leben?

Da unser „Dicker“ zwischendurch bei mir auf der Arbeit auf dem Parkplatz steht, fragen mich immer mehr Leute:
Ist das Ihrer? Und wenn ich sage: Ja, wir leben seit letztem Jahr darin. gucken mich alle erst einmal mitleidig an.
Mein Standardspruch ist immer:

Ich bin Wohnungslos, aber nicht Obdachlos!

Wenn man sich mit den Leuten mal 10 Minuten unterhält kommt ebenfalls immer das Gleiche dabei raus: Das will ich auch! Wie geht das? – und auch da gibt es immer die gleiche Antwort: Mach es einfach!

Dann kommt auch noch die ganz typische Frage: Ist das nicht zu eng – Geht man sich da nicht ganz schön auf die Nerven? Auch dazu sage ich ganz klar: NEIN. Unser Leben ist im Moment schließlich ein WUNSCH und kein MUSS. Das muss man den Leuten auch immer vor Augen halten. Wir brauchen nicht mehr und finden sogar, dass wir immer noch zu viel „Ballast“ haben.

Mir geht es besonders beim Thema Kleidung so. Ich habe nur noch 2 Jeans, die auch vollkommen ausreichen. OK, ich habe noch ca. 10 bis 15 T-Shirts, die ich allerdings gerade im Sommer für notwendig halte aber was ist z.B. mit den 5 Paar kurzen Hosen – sind die wirklich nötig? Ebenso meine 3 Jacken und die 5 Hemden/Blusen. Da habe ich jetzt einen super Tipp gefunden. Einfach mal die Kleiderbügel verkehrt herum aufhängen. Bei den Sachen, die man braucht wird der Bügel richtig rum gedreht und so kann man ziemlich schnell erkennen, was hatte ich in letzter Zeit überhaupt an und was nicht.

Als wir damals den Umzug vorbereitet haben, habe ich ja am meissten über meine Schuhe gejammert. Welche Frau will sich schon freiwillig davon trennen? Und sich dann auch nur noch auf 3 Paar beschränken – ich fand allein den Gedanken schon gruselig. Und mal ehrlich und unter uns, ich habe sogar heimlich ein zusätzliches Paar „eingeschmuggelt“ weil ich es nicht einsehen wollte. Aber hab ich die Schuhe in den letzten 7 Monaten wirklich gebraucht? NEIN

Und so führen wir ein „ganz normales Leben“. Sind nicht „runtergekommen“ oder ähnliches – wir sind freier und glücklicher also Perfekt!

Kein Grund Mitleidig zu gucken, im Gegenteil, uns gehts besser und besser!

Bye, bye Claudia


4 Kommentare zu “Tägliches Leben”

  1. Susa

    Hy Liebe Claudia und Andreas ;-),

    ….. das war von „vorne bis hinten“ richtig, das könnte ich nicht besser schreiben 😉 !!
    Wir leben seit 11 Jahren so richtig gut , in unserem Wohnmobil 😉 !!

    Liebe Grüße, die Susa mit ihrer Bordmannschaft 😉 !!

  2. Heike Quellmalz

    Hallo Claudia, bei uns ist es nun auch soweit. Seit 3 Wochen leben wir im WOMO. Von Anfang an sind wir sehr offen mit unseren Planungen umgegangen. Wir haben es allen Leuten gesagt die es wissen wollten. Als wir vor 2 Jahren damit angefangen haben den Schritt in die Tat umzusetzen, haben die meisten gedacht wir spinnen, von einem so schönen Haus in ein Wohnmobil zu ziehen. Am 12.07. haben wir unseren gemeinsamen 100. gefeiert und sind in ein Leben auf Rädern gestartet. Es gab ein riesiges Fest. Und man merkte deutlich, erst da haben es die meisten Freunde und Verwandten relativiert, die machen das wirklich. Die mitleidigen Blicke kennen wir. Man muss dann das Gegenüber immer trösten, wir wollen und müssen das nicht. Aber ab und zu trifft man auch Menschen die auch ein bißchen davon im Blut haben und das wirklich echt verstehen können. Wir fühlen uns bis jetzt sauwohl und befreit, aber was sind schon 3 Wochen? Nichts! Mal sehen wie es nächsten Sommer aussieht und werde dann berichten. Bis dahin lese ich fleißig eure Beiträge.
    LG Heike

    1. Claudia

      Genau so ist es. JETZT ist es für uns absolut RICHTIG, was die Zukunft bringen wird, werden wir sehen. Aber wenn ich von Leuten wie Susa höre, die seit 11 Jahren schon im Womo lebt, bleibe ich auch weiterhin optimistisch. Es muss noch mehr von uns geben!
      Ganz, ganz liebe Grüsse, Claudia

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