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Von Ostfriesland in die Niederlande – Entlang der Nordseeküste und der Ems


11. Juni 2023

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Wir haben uns wieder in den Zug gesetzt und haben uns erneut in den Norden an die Küste fahren lassen. Unser Startpunkt ist diesmal Norddeich-Mole in Ostfriesland und unsere Ziele sind die Niederlande und anschließend die Stadt Leer. 

Ein paar Tage entspannt an der Küste radeln, dem Geschrei der Möwen lauschen und ins Wattenmeer schauen, das ist unser Ziel. Und wir sind wirklich entspannt unterwegs, an keinem Tag werden mehr als 63 Kilometer gefahren und insgesamt haben wir nur 266 Kilometer gemacht.

Unser Lieblingsfrühstück: Milchbrötchen, Nuss-Nougat-Creme und Banane

Unsere Route

Wir erreichen Norddeich-Mole um 19:15 und das ist die perfekte Zeit für unser Abendessen. Unser erstes Ziel ist das Restaurant „Zum Backfisch“ für zwei Backfischbrötchen. Der Fisch war fantastisch und hätte auch locker in zwei Brötchen gepasst, können wir also nur empfehlen. Satt und zufrieden fahren wir noch 5 Kilometer zu unseren ersten 1NITE TENT Gastgebern auf dieser Reise.

Am nächsten Morgen geht es los. Wir fahren über Greetsiel, Pilsum und anderen kleinen Ortschaften bis nach Knock und dem gleichnamigen Campingplatz.

Irgendwann in meinem Leben war ich schon einmal hier, sowohl in Greetsiel, als auch in Norddeich. Letzteres muss so um 1985 gewesen sein, Greetsiel liegt noch viel weiter zurück. 

Nach einer ruhigen Nacht fahren wir durch Emden bis zu dem Örtchen Pektum. Hier verkehrt die Fähre nach Ditzum, auf der anderen Seite der Weser. Bei unserer Ankunft an der Anlegestelle ist Ebbe und so müssen wir zwei Stunden warten, bis die Fähre wieder genug Wasser unter dem Kiel hat. Also fahren wir zurück in den Ort und genießen ein Stück Ostfriesentorte in Cafe Kuhstall.

Ampel mit Otto in typischer Pose als grünes Männchen
Die Ampel am Otto Huus
Kein Wasser, keine Fähre und wegen des Wracks muss die Fähre schräg an die Anlegestelle und braucht noch mehr Wasser

Auf der anderen Seite angekommen sind es noch 14 Kilometer bis zur niederländischen Grenze und noch einmal 20 Kilometer bis zu unserem Campingplatz Termunterzijl. Aber auf dem Weg dorthin gab es noch tolle Dinge zu sehen.

Seehunde im Dollart
Seehunde im Dollart

Im Übrigen haben wir nur bei unseren 1NITE TENT Gastgebern vorher angefragt, die Campingplätze haben wir spontan ausgewählt. 

Nach dem obligatorischen Kaffee fahren wir weiter nach Delfzijl. Wir versorgen uns in einem Albert Heijn Supermarkt und genießen das dortige Fest mit Flohmarkt, Jahrmarkt und Schlickrennen. Nachdem wir genug erlebt haben, fahren wir über Winschoten bis nach Nieuweschans und übernachten auf dem schnuckeligen Campingplatz „Holland Poort“.

Überrascht sind wir über die Preise der Campingplätze in den Niederlanden. Wir haben beide Male gut 10 € weniger bezahlt als in Deutschland in den letzten Wochen.

Es ist Pfingstmontag, wir verabschieden uns von allen Radreisenden auf dem Campingplatz, unter anderem aus Berlin, Kanada und Italien, nur um sie alle um 10:00 wieder am Supermarkt zu treffen. 

Wir gondeln anschließend entlang der Westerholder Aa wieder zur Schleuse Nieuwe Statenzijl und überqueren die Grenze. Wir fahren wieder nach Ditzum zum Fähranleger und wir warten auch diesmal auf das Wasser. Und wenn wir warten, essen wir, diesmal sehr leckere Kibbeling mit Pommes vom Fischhaus Ditzum.

Nachdem wir über die Weser gebracht worden sind, sind es zu unseren zweiten 1NITE TENT Gastgebern nur noch knapp 5 Kilometer und so machen wir auf dem Weg dorthin noch einen kleinen Umweg zum Emssperrwerk Gandersum.

Der letzte Tag. Wir fahren Richtung Leer und zum ersten Mal regnet es. Da kommt eine Bushaltestelle wie gerufen und schnell werden die Brote für später geschmiert.

Nach 19 Kilometern sind wir in Leer, wir schauen uns das Städtchen an und verlassen pünktlich um 11:17 das schöne Ostfriesland. Uns hat es hier wirklich gut gefallen und jetzt weiß ich wieder, dass es mich früher immer in diese Region Deutschlands gezogen hat und warum.

1NITE TENT

Die Übernachtung mit 1NITE TENT waren wieder absolut spitzenmäßig, diesmal haben wir sogar gemeinsam mit einem unserer Gastgebern gekocht und hatten einen wunderschönen Abend. Vielen Dank, Daniela und Peter.

Equipment

Gewicht

Knapp 19 statt 25 Kilo, das hat sich vor allem in der Bahn positiv ausgewirkt und alles in allem ließ sich das Rad besser fahren. So wiegen unsere neuen Brettchen* nur noch 51 g und sind 1 mm dick.

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Und unsere drei neuen Gewürzdosen* passen wunderbar in unser Kochgeschirr von Decathlon. Außer Salz und Pfeffer ist das Pikant Gewürz* von Fuchs mit dabei, universell und lecker.

Apropos Essen, wir verwenden gerne vegane Produkte, wie die Chickeriki Streifen vom „The Vegetarian Butcher“, weil fehlende Kühlung kein Problem ist. Und die sind auch noch wirklich unglaublich lecker.

Campingrezept: Geschnetzeltes mit Saté-Sauce

  • Eine Paprika anbraten und beiseite stellen.
  • Die Chickeriki Streifen anbraten und zu den Paprika geben.
  • Reis kochen.
  • Reis, Paprika und Geschnetzeltes mischen, Saté-Sauce dazugeben.
  • Dazu gibt es Sambal Oelek, ein Muss. Kostete beim Albert Hejin nur 0,75 €.

Strom

Bewährt hat sich unser Solarpanel* und die Powerbank* mit 45 Watt Ladepower. Wir brauchten keine 230 Volt und hatten zu jeder Zeit immer genug Strom. Es ist eine Wohltat über zwei Powerbanks zu verfügen, die Dein Smartphone in kürzester Zeit aufladen und selber im Notfall mit 230 V und 65 Watt geladen werden können. Eine normale Powerbank, die stundenlang geladen werden muss und an der Dein Smartphone Stunden braucht, kommt uns nicht mehr ins Gepäck.

Das Solarpanel haben wir meist hinten über die Taschen gelegt und so während der Fahrt die Powerbanks geladen, und zwar nur diese. Die Geräte laden wir nur über die Powerbank.

Gepäck an der Gabel

Nicht bewährt haben sich die Cages mit Drybag (siehst Du im Bild oben) an der Gabel von Claudia Rad. Die haben wir direkt mit den Ortlieb Fork-Packs mit 4,1 Litern ersetzt.

Die faltbare Isomatte

Diese Matten* sind der absolute Gamechanger. Mal abgesehen davon, dass wir ständig auf diese Matten angesprochen werden, haben sie noch einen ganz entscheidenden Nutzen. In der Mitte einmal aufgeklappt verwenden wir die Matten als Sitzkissen, beim Warten auf einen Zug oder ein Schiff und auf dem Campingplatz, wenn mal wieder eine Tischgruppe fehlt.

Wir fahren, fahren, fahren mit der Eisenbahn

Das Positive zuerst und das ist das Wichtigste, wir sind angekommen und wir hatten Spaß.

Hinfahrt

Unser erster Zug sollte der RE2 um 09:17 nach Hannover sein, aber wegen Personalmangel entfiel diese Verbindung, aber das wussten wir schon am Vorabend. Also sind wir 2 Stunden später zum Bahnhof gefahren und landeten in Hannover im absoluten Chaos. Wegen eines Defektes an einer Weiche ist an unserem Gleis alles verspätet, alles durcheinander und der Bahnsteig völlig überfüllt. Unser Zug verschwindet von der Anzeigetafel, erscheint wieder und mit dem Einlaufen in den Bahnhof ändert sich das Gleis. Wir schauen uns die rennenden Menschen an, zählen mindestens sechs Fahrräder an den Aufzügen und beschließen, dass der Zug in zwei Stunden viel schöner ist, setzen uns auf den Bahnsteig und packen die Brote aus.

Wir sitzen auf dem Bahnsteig

Die Stimmung auf dem Bahnsteig ist zu jeder Zeit einfach spitze, das ist kaum zu glauben und deshalb muss das einfach mal erwähnt werden. Witze machen ihre Runde, man erzählt sich die verrücktesten Erlebnisse mit der Bahn und wir erteilen Auskünfte zu Verbindungen.

Und plötzlich ist unser Bahnsteig völlig leer. Wir unterhalten uns mit Angestellten der Bahn, lesen und schon ist unser Zug da. Der Zug ist leer, wir sind die einzigen Radfahrer am Bahnsteig und so fahren wir entspannt bis nach Norddeich-Mole. Statt 15:17 ist es jetzt 19:17 und damit Zeit für das schon erwähnte Fischbrötchen. Hat doch wieder alles gepasst.

Rückfahrt

Machen wir es kurz, der Zug aus Norddeich ist voll und in Hannover entfällt unser Anschlusszug, der RE2, erneut und Du wirst es fast ahnen, es fehlt an Personal.

Fazit

Wir als Reisende ohne Termine sind da mittlerweile ziemlich entspannt. Ob wir nun um drei oder um sieben am Zielort ankommen ist uns relativ egal, die Hauptsache ist doch, dass wir ankommen und das war bis jetzt immer der Fall. Wir haben doch Zeit.

Es bleiben Fragen

Eine Frage haben wir aber. Wieso werden an so großen Bahnhöfen wie Hannover solch mickrige Aufzüge eingebaut und wieso nur einer pro Bahnsteig? Da ist doch genug Platz für größere Aufzüge, aber vielleicht übersehen wir auch was.

Ein kleiner Aufzug für einen langen Bahnsteig

Und daraus ergibt sich dann doch eine zweite Frage. Warum gibt es keine Schieberillen an den Treppen mehr? Das würde die Situation vor den Aufzügen massiv entspannen und vielen Radfahrern das Leben sehr erleichtern.

Es geht gleich weiter

Die nächste Tour ist schon in Planung. Am 17. Juni reisen wir wieder nach Dänemark, und zwar werden wir dieses Mal die Region Süddänemark durchstreifen. Entlang der Nordsee, dann durch das Landesinnere rüber zur Ostsee. Mit Sicherheit werden wir einen Abstecher auf die Insel Rømø machen und mal sehen, ob wir es auch auf die Insel Fünen schaffen.

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