Graue Jahreszeit
Blog Vanlife Werkstatt

Die graue Jahreszeit

von Andreas

Jetzt hat sie richtig angefangen, die graue Jahreszeit. Der November war eher Kinderfasching, aber jetzt liegen die Temperaturen zum ersten Mal unter 3 °C.

Wie in Claudias letzten Beitrag zu lesen war, dreht sie ja schon das Internet auf Suche nach Tipps auf links. Der beliebteste Satz der letzten Stunden: Wir müssen…
Sie sucht, findet und ich baue dann. 😀

Die graue Jahreszeit, das sind für uns November, Dezember, Januar und Februar. Der März bedeutet schon Aufbruch. Wir haben also schon 25% geschafft, ein Viertel und vielleicht doch schon das Schlimmste. Der Dezember bietet auch noch einen Meilenstein. Am 22.12 haben wir den kürzesten Tag und die längste Nacht, danach geht es Minute für Minute wieder aufwärts.
Der Januar und vor allen Dingen der Februar können sehr kalt werden, aber wir hoffen auf die trockene Kälte aus dem Osten. Deshalb ist der feuchte November der schlimmste Monat, aber wie gesagt, dieses Jahr war aber alles halb so schlimm. Auf der anderen Seite, vor -10 °C und mehr über einige Tage hätten wir schon ein wenig Muffensausen, aber man muss es mal erlebt haben, oder?

Graue Jahreszeit – Aufwendige Jahreszeit

Für Menschen wie uns, die mobil leben, ist diese Jahreszeit aufwendiger. Die Wäsche trocknet draußen nicht mehr schnell, es müssen alternative Trocknungsmethoden in Betracht gezogen werden. Trockner, Heizlüfter im Bad oder ein Entfeuchter, wie bei Andre.
Die Feuchtigkeit liebt die Kälte und das ausgerechnet an den gemütlichsten Plätzen im Wohnmobil, wie den Alkoven. Alleine sind wir da nicht, diese Gedanken treiben auch Dieter von Wohnmobs.de um.

Der Solarertrag ist erbärmlich und, sehr unpassend, der Stromverbrauch (Licht, Heizungsgebläse, mehr Computer, weil weniger draußen) höher. Also entweder öfter an die Steckdose oder sinnlos durch die Gegend fahren. Letzteres ist keine Alternative und mit einen Stromerzeuger mit Verbrennungsmotor kann ich mich nicht anfreunden.

Alkovenumbau geplant

Der Alkoven soll geringfügig umgebaut werden, damit die Feuchtigkeit weniger Chancen hat und leichter bekämpft werden kann. Wir haben am Fußende einen gut 15 cm breiten Kasten zwischen Matratze und Wand, am Kopfende nichts, die Matratze liegt fast direkt an der Wand. Nur die 2 cm XTREM-Isolator, die ich letztes Jahr dazwischen geklemmt habe, trennen die Matratze von der Wand.
Ich werde also unten 7,5 cm wegnehmen und für oben verwenden. Die Warmluftschläuche werde ich in beide Kästen führen. Damit mehr Luft oben ankommt, soll noch ein Multiventgebläse in den langen Strang kommen. Eigentlich sollte dies zwischen zwei Nächten zu schaffen sein.
Außerdem werde ich den betreffenden Strang vom Kleiderschrank bis hoch in den Alkoven so gut es geht gegen Wärmeverlust schützen. Wieviel Wärme da verloren geht, zeigt das kalte Wasser im Bad, es ist heiß!

Gegen den Blues

Die Zeit nutzlos aussitzen liegt uns aber nicht. Wir nutzen die Vorteile, nehmen unsere Wohnung und verlegen den Wohnsitz mal für ein Wochenende über den Nebel. Statt Schneematsch in der Rheinebene, ein (verlängertes) Wochenende auf über 1000 m im Winterparadies. Vorausgesetzt es gibt dieses Jahr Schnee, der letzte Winter war da sehr geizig. Eine schöne Alternative wären auch die menschenleere Strände an der Nordsee. Ok, hätte ich jetzt nicht schreiben dürfen, Claudia sitzt schon auf dem Beifahrersitz.
Das ist überhaupt ein weiterer Vorteil, fast egal, wo man im Moment hinkommt, es ist kaum jemand da.
Was hilft noch? Viel Licht, gute Musik, ab und zu in die Therme, Pläne schmieden und sobald die Sonne sich zeigt raus aus dem Wohnmobil. Graue Jahreszeit, machen wir das Beste daraus.

Wo bitte geht es zum Ponyhof?

Andreas

7 Kommentare zu “Die graue Jahreszeit”

  1. Heike Quellmalz

    Hallo Andreas, wenn ich deinen Beitrag lese, dann bin ich schon erstaunt. Es heißt doch immer es gibt nichts besseres im Winter als ein Alkovenmobil.mwir Leben seit Juli permanent im WOMO, 2 Jahre haben wir unser altes Schätzchen renoviert. Es ist ein Clou Liner Bj. 1990 und nun steht unser 1. Winter vor der Tür. In den vergangenen 2Jahren waren wir allerdings im Winter viel unterwegs. Seit 1 Woche haben wir hier nachts Frost und unser größtes Problem ist die Trockenheit der Luft. Wir müssen unsere Wäsche nachts zum Trocknen reinstellen und mit Absicht auf den Trockner verzichten, sonst haben wir im gesamten Mobil nur 30% Luftfeuchte. In der Nacht werden die Scheiben durch Rollos verschlossen, am Tag sind alle offen. Das einzige was wir früh machen, ist die Frontscheibe abzusaugen( fenstersauger). Dort hat sich wohl die gesamte Feuchtigkeit der Nacht gesammelt, einmal abgesaugt und weg ist sie. Also, ich glaube das die oft verbreitete Meinung ,das man nur in einem Alkoven gut überwintern kann, schlichtweg nicht richtig ist.
    Wir freuen uns auf eine gemütliche Zeit und planen die Reisen vom nächsten Jahr.
    Wir wünschen euch eine schöne Adventszeit und ruhige Feiertage. Liebe Grüße von Heike

    1. Andreas

      Hallo Heike,

      30% sind zu wenig und wird auch meistens als unangenehm empfunden. Ich denke, ich kenne die Abhilfe und die heißt Truma Airmix. Das ist ein Zusatz, der es ermöglicht frische Luft der Heizungsluft zu zuführen. Ich vermute, das ihr ihn nicht habt oder er geschlossen ist. Ihr erwärmt und trocknet halt ständig die gleiche Luft. Kostet um die 77 € und etwas Umbauzeit.
      Solltet Ihr wie wir eine Heizung von vor 95 haben, muss man die neuere Airmix nehmen und anpassen. Diese Arbeit steht uns demnächst bevor.

      Viele Grüße
      Andreas

  2. henning

    Hallo,

    @Heike: Was ist denn so schlimm an 30% Luftfeuchtigkeit? Ein paar Mal Tee oder Kaffee mit dem Kessel kochen, dann kommt schon einiges an Dampf zusammen. Man will eben nicht, dass an kalten Ecken Feuchtigkeit in die Wände zieht und es irgendwann schimmelt, Bei einer Luftfeuchtigkeit um 40% sehe ich da kein Problem.
    In so einem Alkoven kann es eben in den Ecken Kondenswaserbildung geben, wenn der zu kalt ist. Bei einem Integrierten bleibt einem immer die unisolierte Frontschebe, aber ihr kommt da anscheind gut mit klar.
    @Andreas: Wo andere möppeln, werde ich „brennstöffeln“. Das kostet zwar ein Heidengeld und bringt nicht wirklich viel, ist aber kaum zu hören und unten tropft nur Wasser raus. Meine Batterie habe ich damit an den stromlosen Tagen bisher immer über 90% gehalten, aber die Verluste ausgleichen kann ich damit nicht, höchstens die Fahrt zur Steckdose etwas verzögern. Ich muss nur noch etwas in der wohnmobilunfreundlichsten Region Deutschlands aushalten, weil jeden Tag neue Mieter zum Besichtigen erscheinen können.
    Um meinen Alkoven läuft ein Rohr der Alde-Heizung herum, ungefähr am Rand der Matratze. Das ist immer schon warm. Dennoch will ich natürlich nicht da oben bei 22 Grad schlafen müssen. Dafür habe ich gerne so um 15 Grad. Jetzt habe ich dort einen dicken Vorhang aus einer alten Wolldecke, der den Alkoven vom Wohnraum tennt. Das macht schon mal vier bis fünf Grad Temperaturunterschied aus. Ich muss natürlich darauf achten, dass es nicht zu kalt wird, damit dort nichts kondensiert. Ab und zu schaue ich auch mal unter die Matratze, aber bisher war es immer trocken. Die Luftfeuchtigkeit im WoMo ist so um 40%, da sollte nichts passieren. Wichtig ist, dass die Temperatur über all über dem Taupunkt bleibt, den du hier berechnen kannst: http://www.wetterochs.de/wetter/feuchte.html

    1. Andreas

      Hi Henning,

      das Problem habe ich unten schon geschrieben, 30% wird im allgemeinen als unangenehm empfunden.

      Der Alkoven selber ist nicht das Problem. leg mal das Thermometer unter die Matratze. Über der Matratze haben wir um die 17 °c, aber unter der Matratze um die 10 °C, wenn das Gebläse nicht läuft.

      Danke für den Link

      Gruß
      Andreas

  3. Dieter

    Hi Andreas,
    an dieser Stelle erst mal vielen Dank für Deine Tipps. Die Sache mit dem Heizfilm klingt interessant. Wir sind ab Freitag wieder unterwegs und werden nochmal unsere Heizdeckenvariante testen. Werden uns daher Stellplätze mit Strom aussuchen. Die Heizdecke hatten wir letztes Jahr unter die Matratze gelegt, um die Kälte vom Fahrerhaus abzufangen. An der kalten Alkovendecke ändert das dadurch aber nix. Angela findet es aber kuschelig. Ich konnte letzten Winter noch keine große Verbesserung feststellen.
    Hab heute mit einem Kollegen darüber gesprochen. Er hat das gleiche Wohnmobil wie wir. Er überlegt, ob er sich eine zusätzliche kleine Heizung einbaut, die dann nur den Alkoven und das Fahrerhaus versorgt. Das ist dann aber wieder mit erheblichen Kosten verbunden.
    Aber ich geb nicht auf ! Wir werden eine Lösung finden. Alles wird gut!

    VG
    Dieter

    1. Andreas

      Moin Dieter,

      also kalte Decken und Wände haben wir nicht, liegt vielleicht an den 5 cm dicken Material.

      Da bei uns das Problem nur unter der Matratze liegt, werde ich nun einfach für mehr Luftdurchsatz sorgen und einen Zusatzlüfter einbauen. Ich denke, das reicht bei uns. Der Heizfilm kann im übrigen auch auf Wände geklebt werden.

      LG
      Andreas

  4. Beate

    Ich muß mich was den Winter betrifft als echter „Warmduscher“ outen und bewundere alle, die das ganze Jahr ihr WOMO angemeldet haben.
    Freue mich jetzt schon auf´s Frühjahr.
    LG Beate

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