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Mobiles Internet

von Andreas

Auch wenn wir noch nicht so richtig unterwegs sind, weil Claudia noch eine feste Arbeitsstelle hat, so ist unsere Arbeitsweise doch schon mobil. Spätestens, wenn man nicht mehr über einen DSL-Anschluss verfügt, wird die Arbeit im Netz eine Andere.
Einen Festnetzanschluss halte ich jetzt nicht für ausschlaggebend, da ist Deutschland zum Beispiel gegenüber skandinavischen Ländern wie Norwegen oder Finnland weit hinterher. Der Begriff Festnetz ist dort schon fast ein Fremdwort geworden, 80% der finnischen Haushalte haben kein Festnetz.

Internet

Zur Verfügung stehen uns insgesamt 20 GB, verteilt auf drei Karten. Diese Grenze haben wir noch nie ausgereizt, mir reichen in der Regel 150 – 250 MB am Tag.
Aber warum haben wir drei Karten? Mit diesen drei Sim-Karten decken wir drei der vier großen Mobilfunkanbieter ab. Der Vierte kommt demnächst auch noch. Nicht überall sind alle Anbieter gleich gut zu empfangen und statt sich mit EDGE herumzuschlagen, wechselt man die SIM-Karte.

Downloadvolumen sparen

  • Proxyserver: Den größten Spareffekt hat der Einsatz eines lokalen Proxy-Servers, in meinem Fall läuft SQUID, der das Download-Volumen senkt und die Geschwindigkeit steigert. Warum? Weil ein Teil der Daten (Bilder, Grafiken, etc.) vom Proxy und nicht erneut aus dem Internet geladen werden. Richtig konfiguriert habe ich eine Volumensenkung von etwa 30% und mehr.
    Wichtig sind zwei Parameter in der /etc/squid3/squid.conf

    cache_replacement_policy heap LFUDA
    memory_replacement_policy heap GDSF

    Bei Fragen einfach eine Mail schicken.

  • Niedrigere Videoqualität: Videos schaue ich nur noch selten. Bei den Videos, die ich anklicke, interessiert mich meistens der Inhalt und so kann ich ganz bequem mit der Bildqualität auf 240p runtergehen.
  • Offline arbeiten: Blogbeiträge schreibe ich sowieso offline im EMACS vor.
  • Externes WLAN: WLAN-Angebote auf Stell- und Campingplätzen nutzen (kostet teilweise extra), dann zum Beispiel die Updates vornehmen. Geht natürlich auch bei diversen Fastfoodketten und Cafes, größtenteils dort auch kostenfrei.
  • Webseiten als PDF: Es gibt die Möglichkeit Seiten als PDFs zu drucken, mit CLEARLY von EVERNOTE oder PRINTFRIENDLY PDF. Davon mache ich regen Gebrauch, bei Seiten, die ich öfters besuche, aber recht statischen Inhalt haben, Information zu CSS, HTML, JavaScript oder Information zu Konfiguration bestimmter Programme, wie den EMACS oder dem GENESIS Framework

Ein Riesenvorteil als Linux-Nutzer gegenüber Windows-Nutzern ist das geringere Volumen der Updates. Auch hier kann man sich etliche MBs sparen.

Mehr Volumen bietet mit Sicherheit der Internetzugang über SAT, diese Möglichkeit hat unter anderem Andre von AMUMOT in Betrieb. Da ich die Sat-Schüssel demontiert habe, ziehe ich die Möglichkeit im Moment nicht in Betracht.

Europaweites grenzenloses Internet ohne extra Prepaid-Karten könnte vielleicht bald Wirklichkeit werden, wenn das Startup FOGG Erfolg hat.

Nun surft mal schön

Andreas

2 Kommentare zu “Mobiles Internet”

  1. Klaus

    In D nutze ich auch Prepaid-Karten verschiedener Netze, da es deutliche Unterschiede in der Empfangsqualität je nach Region und Anbieter gibt. Für Europa ist meiner Ansicht nach das Angebot von europasim.com unschlagbar (3€pro Tag/500MB, 47 Länder + 25 Min telefonieren).
    Ist ne Karte von VodaGrrrr Italien (der Anbieter der mMn von allen Telekomanbietern der garstigste ist). Funktioniert aber bestens, das Netz ist sicher europaweit führend. Mit dem Anbieter hat man auch eigentlich nichts zu tun.
    Aufladung geht nicht nur wie auf der Seite beschrieben teuer über einen Dienstleister, sondern ist auch direkt über die Webseite von VodaGrrr Italien möglicht (kostenfrei).
    Einziger Haken: alle 11 Monate müssen mindestenns 5€ aufgeladen werden, sonst verfällt die Karte.

    Gruß

    Klaus

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