Mobiles Internet im Wohnmobil, Wohnwagen oder Boot (Teil 2)

AndreasIT, Mobiles Leben, Wissen, Wohnmobilausrüstung

mobiles Internet

Kommen wir nun zur Technik. Wie bekomme ich mobiles Internet per Mobilfunk? Hier bieten sich dir folgende Möglichkeiten.

  • Smartphone
  • USB-Surfstick
  • Mobiler, akkubetriebener Router
  • stationärer Router an 12 V

Mit dem Smartphone

Das Smartphone ist die einfachste Möglichkeit. Fast jedes moderne Smartphone verfügt heute über die Möglichkeit mittels WLAN oder USB, das sogenannte Tethering, die Verbindung mit dem Internet angeschlossenen Geräten zur Verfügung zu stellen. Vereinfacht ausgedrückt, dein Handy ist das Modem. In den meisten Fällen funktioniert es recht gut, aber aufgrund der Bauweise kann die Empfangsqualität nicht optimal sein. Wenn Du mit mehreren Prepaidkarten arbeitest, wird es schwierig, da du bei Verwendung einer anderen Karte telefonisch nicht mehr erreichbar bist.

Vorteil
  • Keine weiteren Kosten.
  • Einfach
Nachteil
  • Teilweise eingeschränkter Empfang.
  • Kartentausch nur eingeschränkt möglich.
Tipps
  • Den besten Empfang hast du, wenn du das Smartphone in das Fenster stellst, teste verschiedene Himmelsrichtungen. Das richtige Fenster kann entscheidend sein, ob du mit Edge, UTMS oder LTE unterwegs bist.
  • Auf Smartphones mit Android die App “Watchdog” installieren, beim Iphone die App „Download Meter“. Damit hast du deinen Datenverbrauch im Blick und kannst einstellen, ab welchen Datenvolumen du gewarnt werden möchtest.

Ich verwende das Motorola Moto G. Es ist preislich sehr interessant, bekommt schnell das neueste Android-Betriebssystem (Aktuell Lollipop 5.1) und hat gute Empfangseigenschaften.

So funktioniert Tethering bei Android

Gehe in die Einstellungen (Zahnrad-Symbol), tippe auf “mehr” und dann auf “Tethering & mobiler Hotspot“. Zuerst den “WLAN- Hotpsot einrichten“. Vergib einen Netzwerknamen, wähle bei “Sicherheit” WPA-2 PSK und vergib ein langes Passwort. Danach kannst du auf “Mobiler WLAN-Hotspot” tippen und dich mit deinem Notebook oder Tablet verbinden.

So funktioniert Tethering beim iPhone

Die Erklärung findest du hier.

USB Surfstick

Diese Surfsticks kannst du bei den Prepaid-Anbietern gleich mitkaufen oder seperat bestellen.
Ich bin kein wirklicher Freund dieser Surfsticks. Um den Empfang wirklich verbessern zu können, sollte der Stick mittels eines langen USB-Kabel angeschlossen werden, damit du den Stick zu einem Fenster bekommst. Wollen zwei Personen ins Internet musst du mit der “Internet Freigabe” von Windows arbeiten. Bedingt durch die Bauart sind die Antennen sehr klein und externe Antennen lassen sich nur in den seltensten Fällen anschließen.
Bist du nur mit einem Tablet unterwegs, kannst du diese Variante nicht verwenden. Eine Anleitung, wie du in Windows 7 einen WLAN-Hotspot zur Verfügung stellst, findest du in diesem Artikel der Zeitschrift Chip. Die im vorletzten Abschnitt vorgestellten Programme “Virtual Router” und “Connectify” bieten die einfachere Möglichkeit, wenn du nicht mit der Konsole arbeiten möchtest.

Mobiler Wlan-Router

Die nächste Stufe wäre ein mobiler WLAN-Router. Hier empfehle ich ganz klar etwas mehr Geld zu investieren, in einen Router, der LTE kann und an den sich externe Antennen anschließen lassen, zum Beispiel den Huawei E5372. Jetzt kannst du auch problemlos Karten tauschen. Sehr praktisch ist so ein akkubetriebener Router auch für unterwegs, außerhalb des Wohnmobils. Die Einrichtung des Routers erfolgt über den Webbrowser und ist nicht schwierig. Wichtig ist, dass du das Passwort für den Router änderst und eine für dich leichter erkennbare SSID vergibst, also den Namen deines Hotspot änderst. Eine genauere Anleitung werde ich demnächst zur Verfügung stellen.

Vorteil
  • Sehr flexibel, man kann jederzeit die Karten wechseln
    Normalerweise reicht ausschalten, Karte wechseln und wieder einschalten.
  • Relativ einfach einzurichten
  • Sehr flexibel, auch unterwegs benutzbar.
    Die Prepaid-Karte für mobiles Internet ist im Router, im Telefon die SIM-Card zum telefonieren
  • Bei teuren Geräten Empfangsverbesserung mittels externer Antenne möglich
  • In den Huawei E5372 kann eine SD-Card eingesetzt werden.
    Wir benutzen diese Möglichkeit als Ersatz für Dropbox und sparen damit Datenvolumen
  • Der Huawei E5372 kann auch als Access-Point arbeiten, somit WLANs empfangen und bereitstellen.
Nachteil
  • Höherer Anschaffungspreis.
  • Der Router muss ca. alle vier bis fünf Stunden geladen werden.
    Dies ist allerdings über das Notebook und USB möglich
Tipps
  • Eine erhebliche Verbesserung des Empfang erreichst du schon mit dieser MiMo-Antenne.
    In allen Tests hat sich die Downloadrate immer mehr als verdoppelt. Ansonsten gilt auch hier der “Fenster-Tipp”

Die besten Ergebnisse wirst du mit zwei, außen montierten LTE Antennen (LTE braucht zwei Antennen) erzielen. Zum Anschluss an den Router brauchst du noch zwei Adapter von TS9 von SMA.

Alle Möglichkeiten im Überblick

 

Router

Antenne

Zubehör

Die einfache Ausstattung

Router kann kein LTE und es kann keine externe Antenne angeschlossen werden.


Die bessere Ausstattung

Router kann LTE und es kommt eine einfache Zusatzantenne für Innen zum Einsatz


Die Profi-Ausstattung

Router kann LTE und es kommt eine stationäre Außen-Zusatzantenne zum Einsatz

Stationärer Wlan-Router

Die Königsklasse! Ein Router, wie der D-Link DWR-921 bietet noch zusätzliche LAN-Anschlüsse, eine fest installierte 12 V Versorgung und die Möglichkeit bessere Antennen zu installieren.

Vorteil
  • Absolute Flexibilität.
  • Du musst nicht mehr auf den Akku achten
  • Die zusätzlichen LAN-Anschlüsse, zum Beispiel für den Batterie-Computer oder das Batterie-Ladegerät
Nachteil
  • Höherer Anschaffungspreis.
  • Höherer Einrichtungsaufwand

Mit den gleichen LTE-Antennen für die stationäre Außenmontage, wie bei der Profi-Ausstattungen beim mobilen Router, wirst du von allen hier genannten Möglichkeiten die besten Ergebnisse erzielen.

Sicherheits-Tipp
Das WLAN immer mit WPA2 absichern, die AES/TKIP-Verschlüsselung wählen und lange Passwörter mit Sonderzeichen, Zahlen und Groß- und Kleinschreibung verwenden.
Beispiel: Lerne einen Satz und bilde das Passwort daraus.
Mein Wohnmobil ist 7m lang -> mEWoiS7mLA:-), in etwa so, nur etwas länger, am besten 16 Zeichen.

Im nächsten Teil geht es um den Empfang von freiem WLAN.

Mobiles Internet Teil 1
Mobiles Internet Teil 3

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