Arles
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Arles – Auf nach Südfrankreich

von Andreas

Wir sind unterwegs in Südfrankreich. Für die 975 Kilometer in den Süden haben wir teils die Autobahnen und teils die Landstraßen benutzt. Nach einer Nacht auf einem Parkplatz mit Pizza aus dem Foodtruck in Mornas ging es weiter nach Arles.

Ein kleines Problem ist im Moment die Spritversorgung in Frankreich. Durch Streiks sind mittlerweile über 50% der Tankstellen in Frankreich ohne Diesel und die Zahl steigt rasant, aber wir haben es bis in den Süden geschafft. Jetzt sollte der Diesel reichen, denn wir haben in Arles einen langen Stau gefunden und das konnte nur eine Tankstelle sein. Nach einer netten Plauderei mit dem Tankwart durfte ich statt der rationierten 30 Liter unseren Tank vollmachen. Im Notfall fahren wir in drei Wochen über Italien zurück.

Arles

Das ist nicht mein erster Besuch in Arles. Vor 32 Jahren bin ich schon einmal durch die staubige Arena des Amphitheaters gelaufen. Damals war es glühend heiß, der Fahrer unseres Busses raste wie ein Irrer durch Südfrankreich und war vermutlich auf der Flucht. An viel mehr kann ich mich kaum mehr erinnern, denn von dieser Klassenfahrt existieren nur noch Bruchstücke in meinem Kopf.

Arles

Wir wollten unser Wohnmobil auf dem Stellplatz in Arles abstellen. Dieser Wohnmobilstellplatz hat nur fünf Plätze und die waren natürlich alle belegt. Wir waren sehr früh und so spekulierten wir darauf, dass das eine oder andere Wohnmobil noch aufbrechen würde. Und so war es dann auch, ein Wohnmobilist aus Frankreich sah unsere Suche, gab uns ein Zeichen und beschleunigte seine Abreise. Nach einem Spaziergang von gerade mal zehn Minuten waren wir in der Altstadt von Arles.

Amphitheater von Arles

Amphitheater von Arles

Arles ist eine der sehenswertesten Städte in der Provence. Die Liste der Sehenswürdigkeiten aus der Antike und dem Mittelalter ist sehr lang. Wikipedia führt 86 Monumente auf, also spare ich mir die Arbeit und verweise dich auf diesen Artikel.
Absolut empfehlenswert ist der zwei Kilometer lange Wochenmarkt am Samstag auf dem Boulevard des Lices, Boulevard Georges-Clémenceau und Boulevard Émile-Combes. Am Mittwoch gibt es noch einen kleineren Markt auf dem Boulevard Émile-Combes.

Wir haben uns auch viel abseits der Hauptrouten der Touristen bewegt. Nur ein wenig abweichen und schon konnten wir ganz in Ruhe durch die engen Gassen schlendern und den Flair genießen.

Es duftet überall, seien es die Seifen, der Lavendel, der Jasmin an den Häuserwänden oder die Restaurants. Diese Stadt riecht einfach gut.

Mittagstisch in Arles

Arles

Arles

Und das Licht des Südens und die Farben verfehlen nicht ihre Wirkung.

Arles ist keine auf Hochglanz polierte Sehenswürdigkeit, Es ist eine Stadt voller Leben, mit Verwitterungen, aber genau das gefällt uns so gut.

Arles

Arles

Wir fragten uns recht schnell, warum wir eigentlich irgendwo anders leben sollten als im Süden von Frankreich.

Nach dieser viel zu kurzen Stippviste in Arles ging es weiter nach Saintes-Maries-de-la-Mer, denn als nächstes steht die Camargue auf unserer Wunschliste.

Tipps

Parken

Am rechten Flußufer zwischen Quai Kalymnos und der l’Avenue de la Camargue ist ein Parkplatz mit etwa 600 Plätzen. Hier können auch Wohnmobile geparkt werden. Die Anfahrt für Wohnmobile geht nur über l’Avenue de la Camargue, Richtung P5 (Quais rive droite). Von dort sind es zu Fuß etwa zehn bis fünfzehn Minuten bis in die Innenstadt.​

In der Rue Emile Fassin 8 befindet sich das Parking du Centre mit 500 Plätzen.

Stressfrei mit dem Wohnmobil nach Arles
Von Saint-Gilles sind es nur 20 km nach Arles. Entweder du fährst mit dem Rad oder mit dem Bus nach Arles. Vom Wohnmobilstellplatz in Fontvieille sind es sogar nur 10 km. Es gibt eine Zugverbindung und die Buslinie 29 bringt dich nicht nur nach Arles, sondern auch nach Salon-de-Provence, Maussane les Alpilles, Mouriès, Aureille et Eyguières in den Alpilles.

Kultur

Arles ist eine Stadt der Kultur und das in jede Richtung. Jedes Jahr von Juli bis September treffen sich die besten Fotografen auf der Rencontres photographiques. Es gibt den Parc des Ateliers mit dem futuristischen Glastower und im Juni das Musikfestival Les Suds. Arles ist alt und modern zu gleich und gerade mit der Idee, die hinter dem Parc des Atelier steckt, extrem spannend.

Update

Der oben im Text beschriebene Wohnmobilstellplatz existiert nicht mehr. Der neue Platz ist nun auf der anderen Seite der Rhône. Der Fußweg hat sich nur geringfügig verlängert.

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10 Kommentare zu “Arles – Auf nach Südfrankreich”

  1. Doreen

    Ach meine geliebte Provence! Leider schaffe ich es dieses Jahr nicht, weil ich in Portugal unterwegs bin.
    Ich wünsche Euch eine schöne Zeit im Süden!
    Liebe Grüße, Doreen

  2. henning

    Bonsoir…

    in Arles haben sie mir 1994 zum ersten und hoffentlich einzigen Mal das Auto aufgebrochen an der Place de la Martine, direkt am Fluß (Rhone?). Ich hab mich dann, mit Brotmesser und Prügelwerkzeug bewaffnet, auf einem Parkplatz mit vielen einheimischen Autos schlafen gelegt, aber trotzdem am nächsten Tag die Stadt angeguckt. Der VW-Bus stand währenddessen mit der eingeschlagenen Dreiecksscheibe vor einem Café. War ja schon „besteuert“, also ist nichts weiter passiert..
    Paar Tage später gabs in Digne eine neue Scheibe. War trotzdem ein toller Urlaub.

    Gruß
    Henning

    1. Andreas

      Hallo Henning,

      ja, es ist die Rhone.
      Wenn es passiert, dann passiert es. Ansonsten müsste man zu Hause bleiben und sich verbarrikadieren. Mir wurde schon einmal vor gut 30 Jahren in Rotterdam, im bewachten Parkhaus der PKW aufgebrochen. Neue Scheibe gab es trotz Samstag Nachmittag trotzdem, es ging mit Polizei-Eskorte zum Glaser. War eine tolle Aktion der Rotterdamer Polizei.

      Gruß
      Andreas

  3. Sandra

    Jetzt werde ich ganz kribbelig, denn in einigen Wochen fahre auch ich nach Südfrankreich, dann hoffentlich ohne Tankprobleme. Ich werde allerdings in der Gegend um Carcassonne bleiben.
    Schade eigentlich daß ich so wenig Zeit habe, ansonsten wäre ich an der Grenze der schweiz herunter gefahren und sicherlich auch mal in Arles gestoppt.

    Danke auf jeden Fall für die tollen, stimmungsvollen Bilder!
    Ich hoffe ich kann irgendwann meinen Traum auch erfüllen und mehr in Europa herumreisen. Meine Arbeit frisst momentan gefühlt 90% meiner Zeit, und das geht so echt nicht mehr weiter…
    Viele Grüße und gute Fahrt!
    Sandra

    1. Andreas

      Hallo Sandra,

      wir haben drei Wochen und auch diese sind uns zu wenig um diese Region auch nur annähernd zu erfassen.
      Wir werden definitiv wiederkommen.

      Gruß
      Andreas

  4. Pingback: Die Vorfreude steigt, Planung, Gedanken, Melancholie | wacholderfrau

  5. Team Ferdinand

    Schöne Bilder – da möchte man direkt wieder los! Vom Dieselengpass haben wir zum Glück wenig mitbekommen: Nur einmal war nach 30 Litern Ende, sonst durften wir den Tank immer voll machen! Euch noch eine gute Zeit und liebe Grüße von Steffi, Stephan und Lotta

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