14qm Lifestyle

Soviel Geld brauchen wir zum Leben – Die Übersicht

Es ist vollbracht, wir haben 30 Tage lang extrem gespart, an Kilometern, an Essen und Aktivitäten. Und hier ist das Ergebnis.

Geld für Lebensmittel

Wir haben gut gegessen, waren nicht Essen und haben nicht eine einzige Fertig-Mahlzeit gekauft sondern alles selbst gekocht. Aus Versehen haben wir nur zweimal Fleisch gegessen, aber Unmengen an Zucchinis, Paprikas, Champignons, Kartoffeln und Couscous vernichtet.
Paar Zahlen gefällig? 13 Liter Milch, 6 Packungen geriebener Käse, 2 Tuben Tomatenmark, 18 Bananen, 3 kg Kartoffeln, 30 Eier, 5 Kilo Nudeln, 2 Kilo Kaffee und so weiter, wir haben alles notiert, wir wissen alles.
Verzichtet haben wir auf die üblichen Beigaben im Einkaufswagen, wie Knabberzeug, Süßigkeiten und die ein oder andere Leckerei. Vermisst haben wir sie nicht. Nur mein Körper spielte nicht mit, aufgrund reduzierter Kalorienzufuhr und Fettzufuhr fing ein langsamer Abbau der Körpermasse an, nicht gut. Scherz beiseite, es war ein willkommener Nebeneffekt der geänderten Essgewohnheiten und deshalb werde ich auch so weitermachen. Mittlerweile rolle ich cool am Süßigkeitensortiment vorbei, ich nenne mich selbst schon den Samuel Jackson des Einkaufens.

Kosten für Lebensmittel inklusive Getränke: 140,00 €
Zufriedenheitsindex: 10 (In einem Bereich von 1 bis 10)

Reisen

Spätestens hier hörte meine Coolness auf. Lagerkoller wäre der passende Ausdruck. Wir haben gerade einmal tanken müssen und hätten mit Sicherheit noch einige Kilometer sparen können, wenn es hier im Mainzer Raum mehr ruhige Plätze geben würde. Aber Großstadt und Weinbaugebiet ist einfach keine gute Mischung und so mussten wir bis 30 Kilometer für geeignete Stellplätze zurücklegen.
Und ich sage es ganz ehrlich, ich kann keine Weinreben mehr sehen und Spaziergänge in Weinbaugebieten finde ich schrecklich langweilig.
Ich freue mich, dass wir wieder unterwegs sein können und sind dieses Wochenende auch gleich in Mainz geblieben. Wir haben noch einige Arbeiten für den neuen Blog zu erledigen und nächste Woche steht auch noch viel Arbeit an. Zwischen können und dürfen liegen aber Gefühlswelten.

Kosten für Diesel: 63,47 €
Zufriedenheitsindex: 3

Stellplätze

Einmal haben wir einen Stellplatz angefahren, um Wäsche zu waschen, ansonsten haben wir nur frei gestanden. Geld für Stellplätze brauchen wir zumindestens in Deutschland kaum.

Kosten für Stellplätze: 8,00 €
Zufriedenheitsindex: 10

Gesamtergebnis

Wir haben es knapp geschafft dreistellig zu bleiben, wir haben auch alle in diesem Monat nicht angefallenen Kosten auf den Monat herunter gerechnet, wie zum Beispiel KFZ-Versicherung, TÜV und Kosten für den Webserver. Auch die Kosten für Internet sind eingerechnet, hier haben wir allerdings nicht gespart, irgendwann hat der Spaß auch mal ein Ende.

Gesamtausgaben: 947,00 €
Zufriedenheitsindex: 8,25

Fazit

Bodenheim

Es hat Spaß gemacht, bis auf das fehlende Unterwegssein. Dies wäre wahrscheinlich in einer Gegend, wie zum Beispiel der Eifel, nicht so. Hier waren wir froh in unserem Gebiet zwei kleine Waldgebiete gefunden zu haben, wobei eines am Finthener Flugplatz liegt, also nicht so die Ruhe bietet.
Wir haben viel gelernt, werden einiges beibehalten und einiges können wir mit Sicherheit noch optimieren. Für das Reisen müssen wir mehr Geld für Diesel einrechnen, aber irgendwann fallen ja auch die Fahrten zurück in das Rhein-Main-Gebiet weg, denn die Kilometer kosten richtig Geld. Wir arbeiten dran, dies zu ändern und sind auf einem guten Weg.

Übersicht der Fixkosten

[x_alert heading=““ type=“info“]
PostenBetrag 
Krankenversicherungen423,00 €Inkl. Medikamente
KFZ-Steuer25,92 €Ab Juni 2016, inkl. 10,00 € TÜV Rücklage
KFZ Versicherung46,90 €Beinhaltet eine Inventarversicherung
Telefon + Internet81,00 €Inklusive 25 GB Internetvolumen
Webserver, Webservices28,00 €Inkl. Google Apps for Business, Dropscan, Evernote
Gas und Wasser55,00 €gerechneter Jahresdurchschnitt
Wäsche12,00 € 
E-Zigaretten20,00 € 
[/x_alert]

Update Mai 2017

Seit sechs Monaten sind wir nun unterwegs. Zeit die Kosten aus unserer „Arbeitszeit“ im Rhein-Main-Gebiet mit denen hier in Frankreich zu vergleichen:

Kosten für Lebensmittel und Getränke sind gestiegen – Der Testmonat April bestand fast ausschließlich aus „Discounter-Fraß“. Dies haben wir als erstes geändert, gehen lieber auf dem Markt oder beim Erzeuger direkt einkaufen.
April 2016: € 140,00
April 2017: € 220,00

Kosten für Diesel sind ebenfalls gestiegen – Klar, wer mehr fährt braucht mehr Sprit.
April 2016: € 63,47
April 2017: € 114,88

Kosten für Stellplätze bleiben jedoch gleich, wir fahren diese weiterhin nur im Notfall für eine Stadtbesichtigung an.

Drastisch gesenkt dagegen wurden unsere Fixkosten
Krankenversicherung von € 423,00 auf € 255,00 (incl. Medikamente, die wir nicht einsparen können)
Telefon + Internet von € 81,00 auf € 58,00 incl. 100 GB Internetvolumen
Gas und Wasser von € 55,00 auf € 25,00

Bei unserer ursprünglichen Planung sind wir von mtl. € 900,00 an Kosten ausgegangen. Dies behalten wir bei. Den Überschuss legen wir beiseite, um damit „besondere Ausgaben“, wie Reparaturen am Auto, mein neues Fahrrad oder auch eine neue Kamera zu finanzieren.